Mein Haus, mein Boot, meine Familie – Ziele stecken, Ziele erreichen

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„Das Geheimnis des Erfolgs ist nicht die Beständigkeit des Ziels, sondern die ständige Verfolgung eines erreichbaren Ziels.“
Horst-Joachim Rahn, Hochschullehrer und Schriftsteller

Wer Visionen hat, kann sich im nächsten Schritt um die Planung der Umsetzung kümmern. Kaum etwas treibt uns so sehr an wie unsere eigenen Wünsche und Ziele. Ohne sie steuern wir relativ planlos und unentschlossen durchs Leben. Wenn dagegen konkrete Vorstellungen bestehen, was in der nächsten Zeit oder auch langfristig erreicht werden soll, fällt es einfacher, die Vorhaben zu realisieren.

Am Anfang steht die Vision

Erfolg wird erkennbar, wenn sich Wünsche erfüllen und Ziele erreicht werden. Wer sich Ziele steckt und überlegt, wie der Weg dorthin aussehen könnte, macht bereits einen großen Schritt darauf zu, sie tatsächlich umsetzen zu können. Manche Vorhaben erscheinen zunächst unerreichbar. Doch auch sie lassen sich realisieren, wenn die Herausforderung angenommen wird und die richtigen Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Oft machen es kleine Zwischenschritte möglich, eine große Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Visualisierung der persönlichen Ziele spielt dabei eine wichtige Rolle. Je konkreter wir klar definierte Bilder vor Augen haben, wie die Zukunft aussehen könnte, desto größer ist die Motivation, Energie und Arbeit in die Umsetzung zu investieren.

Dabei wird auch schnell klar, ob das anvisierte Ziel auch tatsächlich unser eigenes ist. Viele Menschen stecken viel Kraft und Zeit in die Visionen anderer. Wenn wir uns dagegen genau ausmalen, wie beispielsweise unser Traumhaus aussehen könnte, in welcher Umgebung es steht, wo sich die Garage für das Auto befindet, dann beschäftigen wir uns mit unseren eigenen Ideen und Wünschen. Dabei können wir genau hinterfragen, was wir tatsächlich wollen und anstreben möchten.

Gute Planung ist alles

Wenn das Ziel beispielsweise lautet, ein eigenes Haus zu besitzen, lässt sich der Weg dahin sehr genau organisieren. Sobald klar ist, wie die Immobilie aussehen soll, kann errechnet werden, welche finanziellen Mittel dafür notwendig sind. Dazu kommen verschiedene Quellen wie Eigenkapital oder ein Kredit in Frage.

Was sind Ihre Wünsche?

Die Höhe der benötigten Summe sollte sich dabei auch nach dem individuell möglichen Rahmen richten. Das eigene monatliche Einkommen oder das des Partners, aber auch Kriterien wie die Sicherheit des Jobs oder das Vorhandensein anderer Verbindlichkeiten spielen eine Rolle. Dann sollte sich klargemacht werden, wieviel Geld regelmäßig als Rate bezahlt werden kann. Die Ratenhöhe wiederum bestimmt dann die Laufzeit des Kredits.

Bei diesen Berechnungen kann auch dabei ein unzufriedenstellendes Ergebnis herauskommen. Eine zu lange Laufzeit oder etwa, dass die Kreditsumme einfach zu hoch ist. In diesem Fall kann überlegt werden, bei welchen Faktoren die Möglichkeit besteht noch etwas zu ändern oder Einfluss zu nehmen. Einerseits können Angebote verschiedener Banken eingeholt werden, andererseits ist es eine Überlegung wert, nach weiteren Einkommensmöglichkeiten Ausschau zu halten. In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, das Ziel zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen.

Eine genaue Planung macht es möglich, leichter zu erkennen, welche Schritte nötig sind, um sein Ziel umzusetzen. Verschiedene Varianten können durchgespielt und die jeweiligen Vor- und Nachteile ausgelotet werden. So wird schnell klarer, welcher Weg eingeschlagen werden sollte.

Von Rückschlägen nicht entmutigen lassen

Manchmal gehört bereits etwas Mut dazu, sich seine eigenen Wünsche einzugestehen. Erfolgreiche Menschen haben jedoch keine Angst davor, sich hohe Ziele zu stecken. Auch ein Scheitern ist oft relativ, denn mit jeder Erfahrung werden neue Kenntnisse und Einsichten gesammelt.

Ein gewisses Maß an Flexibilität ist notwendig, um mit Hindernissen klar zu kommen und auf sie reagieren zu können. Mit unerwarteten Wendungen, die den ersten Plan ins Wanken bringen, muss immer gerechnet werden. Wichtig ist, das Ziel dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Lebenssituationen können sich ständig ändern und machen es notwendig, den Weg entsprechend anzupassen.

Lee Iacocca, Topmanager und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Chrysler Corporation sagt dazu: „Rückschläge sind ein natürlicher Bestandteil meines Lebens, es kommt bloß darauf an, wie man darauf reagiert.“

Erfolgreiche Menschen besitzen bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften oder haben sich spezielle Verhaltensweisen angeeignet, wie sie mit Rückschlägen umgehen. Die Bank zieht das Kreditangebot zurück? Der sicher geglaubte Arbeitsplatz ist in Gefahr? Wer Krisen oder Hindernissen optimistisch entgegentritt, kann oft leichter alternative Wege entdecken, sein Ziel doch noch zu erreichen.

Eigene Stärken und Schwächen erkennen

Bei Rückschlägen werden wir immer wieder auch mit unseren Schwächen konfrontiert. Viele gehen die Verwirklichung ihrer Wünsche gar nicht erst an, aus Angst zu versagen. Wer vorankommen will, wird jedoch immer wieder an Punkte kommen, an denen die persönliche Komfortzone verlassen werden muss. Dies erfordert einerseits Mut, andererseits setzt die Unsicherheit aber auch oft ungeahnte Kräfte frei und wir können über uns hinauswachsen.

Wenn die Umsetzung des Ziels geplant wird, sollten die eigenen Stärken und Schwächen dabei bewusst berücksichtigt werden. Positive Eigenschaften wie Durchhaltevermögen oder Überzeugungskraft können dann gezielt eingesetzt werden, beispielsweise für ein erfolgreiches Gespräch beim Kreditunternehmen.

Auch die Kenntnis der eigenen Schwächen ist wichtig. Das Wissen über die eigenen Eigenschaften hilft dabei in wichtigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. So kann beispielsweise konkret an Defiziten gearbeitet werden, um in Zukunft besser für Herausforderungen gerüstet zu sein. Ein anderer Weg wäre es, Aufgaben, die sich selbst nicht zugetraut werden auf andere zu übertragen oder sich entsprechende Hilfe dafür zu suchen.

Prioritäten setzen

Ablenkung ist eines der größten Probleme, die die Verwirklichung unserer Ziele immer wieder hinauszögert oder uns von unserem Weg abbringt. Wer den Fokus verliert, verliert auch oft die Motivation oder den Drang die gefassten Pläne in die Tat umzusetzen. Vor allem wenn ein langer Weg vonnöten ist, bis das Ziel erreicht ist, kann es schwerfallen, die Beharrlichkeit nicht zu verlieren.

Auch zu viele Ziele auf einmal können für Überforderung sorgen und am Ende wird keines davon erreicht. Deshalb sollte permanent darauf geachtet werden, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Das Formulieren von Zwischenzielen hilft beispielsweise auch dabei, den Überblick zu behalten. Ein weiterer Schritt wäre, bestimmte Zeitfresser in unserem Leben ausfindig zu machen und diese konsequent zu vermeiden oder zu reduzieren:

  • Emails: Statt ständig nach neuen Nachrichten zu sehen sollten feste Zeiten etabliert werden, in denen Mails abgefragt und beantwortet werden. Sinnvoll ist dies jeweils morgens, mittags und kurz vor Feierabend.
  • Social Media und Fernsehen: Zwei der wohl schlimmsten Zeitfresser unserer Zeit. Wer den Fernsehkonsum und die vertrödelte Zeit in den sozialen Netzwerken reduziert oder einstellt, hat plötzlich viel mehr Kapazitäten für die wirklich wichtigen Dinge.
  • Chaos und Unordnung: Ordnung hilft dabei, lästiges Suchen zu vermeiden. Auch eine gute Vorbereitung vor Meetings sorgt für ein zielgerichteteres und effektives Treffen.
  • Helfersyndrom: Wer ständig anderen weiterhilft oder für sie einspringt, kommt nicht dazu, die eigene Arbeit zielgerichtet zu erledigen. Helfen ist nicht verkehrt, es ist jedoch auch wichtig Nein sagen zu können.

Zwischenziele reflektieren und überprüfen

Auf dem Weg zum großen Ganzen sollten immer wieder auch die einzelnen Etappen analysiert werden. Die Kontrolle des Status Quo und des bisherigen Verlaufs zeigt Schwächen auf oder kann mit ersten Erfolgen auch die Motivation weiter ankurbeln. Verschiedene Fragen können bei der Überprüfung nützlich sein:

  • Wurde alles dafür getan, den Plan in die Wirklichkeit umzusetzen?
  • Welche Maßnahmen wurden dafür ergriffen?
  • Welche Probleme oder Hürden sind dabei aufgetaucht?
  • Welche Punkte haben sich positiv entwickelt, welche negativ?
  • An welchem Punkt steht die Verwirklichung?
  • Wie muss weiter vorgegangen werden?

Das Bewusstmachen, wie sich die Umsetzung des Plans entwickelt ist wichtig, um auf neue Situationen reagieren zu können. Vor allem bei langfristigen Zielen ist dies von enormer Bedeutung.

Um beim Beispiel des Traumhauses zu bleiben, können etwa schon in der ersten Phase der Beschaffung des Eigenkapitals Änderungen der persönlichen Lebensumstände auftreten. Gerade in den jüngeren Lebensjahren ist der endgültige Wohnort oft noch nicht eindeutig festgelegt.

Ein Singleappartement in der Stadt oder das gemütliche Eigenheim für eine ganze Familie – auch hier können sich die Prioritäten immer noch verändern. Dennoch bleibt der Wunsch nach einer eigenen Immobilie dabei derselbe. Lediglich der Weg dorthin kann sich verändern und ein geeigneter Plan muss dann entsprechen wieder angepasst werden. So ist es möglich handlungsfähig zu bleiben und am Ende Erfolg zu haben. Die Strategien anderer erfolgreicher Menschen können uns dabei inspirieren, müssen jedoch nicht zwangsläufig in derselben Weise für uns genauso gut funktionieren.

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Bild 2: Quelle: GEWIS
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