Bankfachwirt Gehalt im Vergleich

Bankfachwirt Gehalt: Was verdient ein Bankfachwirt? Jetzt im Gehaltsvergleich!

Was verdient ein Bankfachwirt?

Als Bankfachwirt verdienst du laut Gehaltsvergleich zwischen 1.916 und 7.032 Euro brutto pro Monat. Der bundesweite Durchschnitt im Gehalt liegt bei 4.159 Euro. Männer verdienen im Schnitt 4.523 Euro, Frauen 3.767 Euro.

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Region
Min.
Ø Gehalt
Max.
Deutschland
2.749€
4.159€
5.569€
Baden-Württemberg
3.399€
4.144€
4.888€
Bayern
3.853€
5.018€
6.183€
Berlin
2.785€
4.304€
5.823€
Brandenburg
2.297€
3.612€
4.927€
Bremen
2.777€
4.303€
5.828€
Hamburg
3.005€
4.786€
6.566€
Hessen
3.172€
5.102€
7.032€
Mecklenburg-Vorpommern
2.233€
3.401€
4.569€
Niedersachsen
2.904€
4.547€
6.190€
Nordrhein-Westfalen
2.815€
4.261€
5.707€
Rheinland-Pfalz
2.767€
4.425€
6.082€
Saarland
2.749€
4.251€
5.753€
Sachsen
2.379€
3.633€
4.887€
Sachsen-Anhalt
1.916€
3.091€
4.265€
Schleswig-Holstein
2.616€
3.985€
5.354€
Thüringen
2.320€
3.682€
5.044€

Gehalt nach Alter

Gehalt nach Firmengröße

Gehalt für Mann & Frau

Gehalt

Ein Bankfachwirt verdient deutschlandweit im Durchschnitt 4.159 Euro brutto monatlich. Das entspricht einem Jahresgehalt von 49.909 Euro. Die Spannbreite ist jedoch sehr groß und reicht, abhängig vom Standort, von 1.916 Euro bis 7.032 Euro. Diese Daten stammen aus unserem Gehaltsvergleich und sind eine Sammlung der Daten, die ihr uns gemeldet habt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei 3.175 Euro monatlich. Männer und Frauen verdienen als Bankfachwirt jedoch nicht gleich:

Einstiegsgehalt Männer Ø Gehalt Männer Einstiegsgehalt Frauen Ø Gehalt Frauen
3.445€ 4.523€ 2.905€ 3.767€

Größten Einfluss auf das Gehalt beim Bankfachwirt haben Standort in Deutschland und Unternehmensgröße. Im Süden wird meist ein deutlich höheres Gehalt gezahlt, als im Norden. In Hamburg liegt das Durchschnittsgehalt für Bankfachwirt zum Beispiel bei 4.786 Euro. In Bayern sind es 5.018 Euro. Die kompletten Werte nach Bundesland findest du in der Tabelle.

Größere Firmen zahlen in der Regel höhere Gehälter als kleine Firmen. Beim Bankfachwirt staffelt sich das durchschnittliche Gehalt nach Firmengröße wie folgt auf:

  • Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern = 4.078 Euro
  • Firmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern = 3.759 Euro
  • Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern = 4.754 Euro

Auch das Alter spielt eine Rolle, wobei das Alter in den meisten Fällen auch mit Berufserfahrung korreliert:

  • 25 Jahre: 3.364 Euro
  • 30 Jahre: 3.823 Euro
  • 35 Jahre: 4.138 Euro
  • 40 Jahre: 4.960 Euro
  • 45 Jahre: 4.995 Euro
  • 50 Jahre: 4.627 Euro

Tätigkeit

Ein Bankfachwirt berät und betreut Kunden in Kreditinstituten aller Art - ob (Direkt)Banken, Spar- oder Baukassen. Im Gegensatz zu Bankkaufleuten, die vornehmlich im Bereich Privatkundenbetreuung und im Service arbeiten, sind Bankfachwirte häufig im Firmenkundenbereich oder als Spezialist in der Immobilienwirtschaft tätig und betreuen vor allem Klienten mit einem größeren Anlagevolumen.

Des Weiteren übernehmen Bankfachwirte oftmals auch Führungsaufgaben in ihrer Geschäftsstelle und tragen Verantwortung für Mitarbeiter.

Das Tätigkeitsspektrum eines Bankfachwirts umfasst somit u.a.:

  • Gewinnung, Betreuung und Beratung von Privat-, Firmen- und Gebewerbekunden
  • Immobilien-, Wertpapier- oder Auslandsgeschäfte
  • Qualifizierte Sachbearbeitungsaufgaben (z.B. Kreditwürdigkeitsprüfungen, Ausarbeitung von Kreditverträgen etc.)
  • Abwicklung von Export- und Importfinanzierungen
  • Controlling
  • Revision
  • Personalentwicklung, -planung und -steuerung
  • Überwachung und Kontrolle gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien
  • Produkt- und Serviceentwicklung
  • Leitung einer Geschäftsstelle

Bankfachwirte haben einen sehr verantwortungsvollen Job. Genauigkeit, Zuverlässigkeit, eine strukturierte Arbeitsweise und ein analytisches Denkvermögen sind somit wichtige Eigenschaften, die ein Bankfachwirt mitbringen sollte.

Bankfachwirte sind nicht nur in Kreditinstituten aller Art tätig. Als Finanzexperte sind sie auch in anderen Branchen gefragt, z.B.:

  • bei Versicherungen
  • bei Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen
  • in der Unternehmensberatung
  • in der Immobilien- und Gebäudewirtschaft

Manche Bankfachwirte zieht es auch in die Selbständigkeit, z.B. als freie Börsenmakler oder selbständige Finanzberater.

Ausbildung

Um Bankfachwirt zu werden, muss nach der Ausbildung zum Bankkaufmann eine Weiterbildung samt Prüfung vor der IHK absolviert werden. Alternativ befähigen auch eine vergleichbare abgeschlossene kaufmännische Ausbildung inklusive drei Jahre Berufspraxis in einem Kreditinstitut oder ca. sechs Jahre Berufspraxis im Kreditgewerbe zur Teilnahme an der Weiterbildung. Der Abschluss als "Geprüfter Bankfachwirt (IHK)" ist gleichzusetzen mit dem Meister-Abschluss im Handwerk. Die Lehrgänge sind praxisnah aufgebaut und können berufsbegleitend absolviert werden.

In der Regel umfasst die Ausbildung zum Bankfachwirt ca. 4 Semester. Im Rahmen der Ausbildung werden u.a. grundlegende Qualifikationen in den Bereichen Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und allgemeine Bankbetriebswirtschaft vermittelt sowie spezielle Qualifikationen im Privatkunden-, Immobilien- und Firmenkundengeschäft erworben.

Die Kosten für eine Ausbildung zum "Geprüften Bankfachwirt (IHK)" unterscheiden sich je nach Anbieter und liegen zwischen ca. 2.900 und 4.500 Euro. Die Prüfungsgebühr beträgt je nach IHK zwischen ca. 300 und 500 Euro (Stand: 2019).

Zur Finanzierung der Fortbildung kann beim Bundesministerium für Bildung und Forschung das sogenannte Aufstiegs-BaföG beantragt werden.

Studium

Um als Bankfachwirt Fuß zu fassen, kann natürlich auch ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt auf "Banking and Finance" den Weg ebnen.

Der klare Vorteil eines betriebswirtschaftlichen Studiums an einer Fachhochschule bzw. an einer Universität liegt auf der Hand: das Studium endet mit einem akademischen Abschluss - die Fortbildung zum Bankfachwirt (IHK) nicht.

In der Regel können Absolventen der akademischen Laufbahn mit einem höheren Gehalt rechnen. Auch, da man sich im Rahmen eines Studiums zusätzlich in einem bestimmten Schwerpunkt spezialisieren kann.

Folgende Studiengänge bieten sich an:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Financial Management
  • Management & Financial Markets
  • Zentralbankwesen/Central Banking

Weiterbildung

Die erfolgreich absolvierte Weiterbildung zum Bankfachwirt ermöglicht je nach Bundesland den Hochschulzugang für Berufstätige. Zudem bietet sich Bankfachwirten die Möglichkeit, per Quereinstieg ein Bachelor-Studium zu verkürzen. Auf den Bankfachwirt aufbauend kann z.B. ein Management-Studium von gerade einmal zwei Semestern absolviert werden, das mit dem Titel diplomierter Bankbetriebswirt endet.

Generell ist eine Weiterbildung zum Bankbetriebswirt ratsam. Denn: Als Bankbetriebswirt besitzt man den höchsten nicht-akademischen Berufsabschluss der Branche. Der Lehrgang zum Bankbetriebswirt ist allerdings nicht gesetzlich geregelt. Um ohne Studium als Bankbetriebswirt tätig zu werden, muss somit in der Regel eine Weiterbildung bei einem privaten Bildungsträger absolviert werden. Auch wenn der Bankbetriebswirt also keine staatlich anerkannte Fortbildung und auch kein öffentlich anerkannter Berufs- oder Bildungsabschluss ist, qualifiziert er - nicht nur bankintern - sowohl für Posten in der Führungsebene als auch in der gehobenen Kundenberatung.

Insgesamt dauert die Fortbildung zum Bankbetriebswirt rund ein Jahr. In der Regel ist die Fortbildung hierbei in zwei Studiensemester aufgeteilt. Zentrale Inhalte der Fortbildung sind die Themen Bankmanagement und Kundenberatung.

Wer den Schritt in die Selbständigkeit wagen möchte, schafft sich mit der Weiterbildung zum Bankbetriebswirt ebenfalls beste Voraussetzungen.

Quelle

Quelle der Gehaltsdaten sind die von unseren Nutzern angegebenen Daten im Gehaltsvergleich. Wir bilden daraus einen Mittelwert und eliminieren offensichtliche Falschangaben. Alle Datensätze werden täglich auf Plausibilität geprüft!