Detektiv Gehalt im Vergleich

Detektiv Gehalt: Was verdient ein Detektiv? Jetzt im Gehaltsvergleich!

Was verdient ein Detektiv?

Als Detektiv verdienst du laut Gehaltsvergleich zwischen 1.606 und 7.212 Euro brutto pro Monat. Der bundesweite Durchschnitt im Gehalt liegt bei 3.430 Euro. Männer verdienen im Schnitt 3.064 Euro, Frauen 2.501 Euro.

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Region
Min.
Ø Gehalt
Max.
Deutschland
1.806€
3.430€
5.054€
Baden-Württemberg
1.778€
3.699€
5.620€
Bayern
2.010€
3.958€
5.906€
Berlin
1.671€
3.372€
5.073€
Brandenburg
1.952€
4.200€
6.447€
Bremen
2.004€
3.073€
4.142€
Hamburg
1.863€
3.522€
5.181€
Hessen
1.807€
3.605€
5.402€
Mecklenburg-Vorpommern
1.688€
2.507€
3.326€
Niedersachsen
1.712€
3.381€
5.049€
Nordrhein-Westfalen
1.811€
3.471€
5.130€
Rheinland-Pfalz
2.130€
4.059€
5.988€
Saarland
1.809€
4.511€
7.212€
Sachsen
1.706€
2.866€
4.026€
Sachsen-Anhalt
1.685€
2.278€
2.870€
Schleswig-Holstein
1.606€
3.291€
4.976€
Thüringen
1.670€
3.091€
4.512€

Gehalt nach Alter

Gehalt nach Firmengröße

Gehalt für Mann & Frau

Gehalt

Ein Detektiv verdient deutschlandweit im Durchschnitt 3.430 Euro brutto monatlich. Das entspricht einem Jahresgehalt von 41.163 Euro. Die Spannbreite ist jedoch sehr groß und reicht, abhängig vom Standort, von 1.606 Euro bis 7.212 Euro. Diese Daten stammen aus unserem Gehaltsvergleich und sind eine Sammlung der Daten, die ihr uns gemeldet habt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei 2.503 Euro monatlich. Männer und Frauen verdienen als Detektiv jedoch nicht gleich:

Einstiegsgehalt Männer Ø Gehalt Männer Einstiegsgehalt Frauen Ø Gehalt Frauen
2.540€ 3.064€ 2.465€ 2.501€

Größten Einfluss auf das Gehalt beim Detektiv haben Standort in Deutschland und Unternehmensgröße. Im Süden wird meist ein deutlich höheres Gehalt gezahlt, als im Norden. In Hamburg liegt das Durchschnittsgehalt für Detektiv zum Beispiel bei 3.522 Euro. In Bayern sind es 3.958 Euro. Die kompletten Werte nach Bundesland findest du in der Tabelle.

Größere Firmen zahlen in der Regel höhere Gehälter als kleine Firmen. Beim Detektiv staffelt sich das durchschnittliche Gehalt nach Firmengröße wie folgt auf:

  • Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern = 2.589 Euro
  • Firmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern = 3.197 Euro
  • Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern = 3.297 Euro

Auch das Alter spielt eine Rolle, wobei das Alter in den meisten Fällen auch mit Berufserfahrung korreliert:

  • 25 Jahre: 2.527 Euro
  • 30 Jahre: 2.613 Euro
  • 35 Jahre: 2.718 Euro
  • 40 Jahre: 2.997 Euro
  • 45 Jahre: 3.277 Euro
  • 50 Jahre: 3.168 Euro

Tätigkeit

Ein Detektiv wird von einer Privatperson oder einem Unternehmen damit beauftragt, bestimmte Informationen zu beschaffen. Hierbei kann es sich z.B. um Informationen handeln, die für einen Zivilprozess oder einen Strafprozess relevant sind. Es kann jedoch auch darum gehen, eine vermisste Person, einen Erbschaftsberechtigten etc. ausfindig zu machen oder schlichtweg zu überprüfen, ob der Ehemann bzw. die Ehefrau des Klienten untreu ist. Die Klienten, die einen Detektiv beauftragen, sind so unterschiedlich wie die Aufträge, die sie an den Detektiv herantragen.

Um sich ein genaues Bild davon zu machen, was ein Klient erwartet, führt ein Detektiv im Vorfeld ein ausführliches Gespräch mit seinen Klienten. Hierbei vergewissert sich der Detektiv, ob seine Klienten ein berechtigtes Interesse an den Informationen haben, die der Detektiv beschaffen soll. Zunächt müssen also alle rechtlichen Rahmenbedingungen und Hintergründe geklärt werden. Im Anschluss handelt der Detektiv dann mit seinem Auftraggeber die Vertragskonditionen aus. Erst dann beginnt der Detektiv mit der Recherche.

Die Recherche nimmt einen Großteil der Arbeitszeit eines Detektivs in Anspruch. Oft sitzt ein Detektiv stundenlang vor dem PC, recherchiert im Internet oder in Archiven und sucht für seine Auftraggeber nach bestimmten Informationen und Daten, die vor Gericht oder in anderen Zusammenhängen benötigt werden. Auch die Observation gehört zu den Aufgaben eines Detektivs, ebenso wie die Befragung möglicher Zeugen. Nicht selten verläuft die Detektivarbeit parallel zu polizeilichen Ermittlungen.

Um polizeiliche Ermittlungen nicht zu gefährden und um schlichtweg nicht selbst Gefahr zu laufen, illegale Mittel einzusetzen, müssen Detektive alle aktuellen Gesetze und Vorschriften kennen und befolgen. Des Weiteren erfordert die Tätigkeit als Detektiv auch technische Kenntnisse. Die Bedienung technischer Geräte wie z.B. Kamerasysteme, Videoüberwachungsanlagen, GPS-Ortungssysteme etc. gehört zum Arbeitsalltag eines Detektivs.

An persönlichen Kompetenzen sollte ein Detektiv Kundenorientierung und Verschwiegenheit mitbringen. Ein gutes Wahrnehmungsvermögen, ein gutes Gedächtnis sowie logisches Denkvermögen sind ebenfalls essentiell, ebenso wie ein überlegtes Handeln, das insbesondere in Gefahren- und Extremsituationen vonnöten ist, um Eskalationen zu verhindern.

Physisch und mental ist der Beruf des Detektivs mitunter äußerst anstrengend. Regelmäßige Arbeitszeiten gibt es in diesem Beruf nicht. Observationen von über 12 Stunden sind keine Seltenheit – auch nachts und am Wochenende. Des Weiteren erfordert die Tätigkeit als Detektiv ein hohes Maß an Bereitschaft zur Mobilität. Ein großer Teil der Ermittlungsarbeit findet im Außeneinsatz statt, Detektive sind daher fast immer unterwegs.

Körperliche Fitness ist für einen Detektiv ebenfalls unerlässlich. Schließlich muss ein Detektiv in der Lage sein, ggf. bei einer Verfolgung mitzuhalten. Des Weiteren sind Kenntnisse in einer Kampfsportart sicherlich von Vorteil, falls es einmal zu Auseinandersetzungen kommen sollte.

Detektive arbeiten selbständig in einer eigenen Detektei oder in einem Angestelltenverhältnis. Grundsätzlich finden sie Beschäftigung z.B.:

  • in Detekteien und Ermittlungsbüros
  • bei Sicherheits- und Wachdiensten
  • bei Objektschutz- und Schließgesellschaften
  • im Einzelhandel (als Warenhausdetektiv)
  • in Versicherungsunternehmen

Ausbildung

Detektiv ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, kann im Grunde jeder als Detektiv tätig sein. Allerdings setzt die Tätigkeit als Detektiv vielfältige Kenntnisse voraus – sowohl technische als auch rechtliche. Daher ist der Einstieg in den Beruf ohne entsprechende Kenntnisse bei den meisten Detekteien nicht möglich.

Eine gute Möglichkeit als Detektiv Fuß zu fassen, ist eine Ausbildung über die ZAD, also über die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe. Dort werden Quereinsteiger akribisch in die Tätigkeit eines Detektivs eingeführt und erlernen alle wesentlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die ein Detektiv mitbringen muss. Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein tadelloses Führungszeugnis.

Die Kosten für die Intensiv- bzw. Kombikurse, die über die ZAD belegt werden können, betragen etwa 3500 Euro. Die ZAD-Kurse bereiten bestens auf die Tätigkeit als Detektiv vor, allerdings kann im Rahmen dieser Kurse ebenfalls kein staatlich anerkannter Abschluss im Sinne des Berufsausbildungsgesetzes (BBiG) erworben werden. Vielmehr stellen die Kurse eine fachliche Fortbildung dar.

Alternativ kann eine solche fachliche Fortildung auch bei privaten Bildungsträgern oder der IHK absolviert werden. Die Dauer und die Art der Berufsausbildung sind nicht einheitlich geregelt. Je nach Vollzeit- oder Teilzeit-Ausbildung und je nach Bildungseinrichtung belaufen sich die Kurse auf eine Dauer zwischen 2 Monaten und 2 Jahren.

Eine hervorragende Grundlage für eine Tätigkeit als Detektiv bilden jedoch auch Ausbildungen in artsverwandten Berufszweigen, wie z.B.:

  • Beamter des mittleren Dienstes (Polizei, Bundespolizei)
  • Elektroniker für die Fachbereiche Lauschabwehr und Videoüberwachung
  • Bundeswehrsoldat
  • Jurist

Diese Berufsgruppen bringen wesentliche Kenntnisse mit, über die ein Detektiv verfügen sollte.

Quelle

Quelle der Gehaltsdaten sind die von unseren Nutzern angegebenen Daten im Gehaltsvergleich. Wir bilden daraus einen Mittelwert und eliminieren offensichtliche Falschangaben. Alle Datensätze werden täglich auf Plausibilität geprüft!