Niedergelassener Arzt Gehalt im Vergleich

Niedergelassener Arzt Gehalt: Was verdient ein Niedergelassener Arzt? Jetzt im Gehaltsvergleich!

Was verdient ein Niedergelassener Arzt?

Als Niedergelassener Arzt verdienst du laut Gehaltsvergleich zwischen 3.345 und 28.469 Euro brutto pro Monat. Der bundesweite Durchschnitt im Gehalt liegt bei 10.377 Euro. Männer verdienen im Schnitt 9.754 Euro, Frauen 6.233 Euro.

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Region
Min.
Ø Gehalt
Max.
Deutschland
4.036€
10.377€
16.716€
Baden-Württemberg
4.569€
7.173€
9.776€
Bayern
3.908€
10.603€
17.298€
Berlin
4.170€
10.595€
17.020€
Brandenburg
3.674€
9.499€
15.323€
Bremen
4.077€
10.709€
17.340€
Hamburg
4.550€
11.817€
19.084€
Hessen
4.262€
10.949€
17.635€
Mecklenburg-Vorpommern
3.472€
8.889€
14.305€
Niedersachsen
3.853€
10.777€
17.700€
Nordrhein-Westfalen
5.660€
17.065€
28.469€
Rheinland-Pfalz
3.872€
9.854€
15.835€
Saarland
4.123€
10.694€
17.264€
Sachsen
3.453€
9.002€
14.551€
Sachsen-Anhalt
3.345€
8.830€
14.314€
Schleswig-Holstein
4.007€
10.454€
16.900€
Thüringen
3.586€
9.115€
14.644€

Gehalt nach Alter

Gehalt nach Firmengröße

Gehalt für Mann & Frau

Gehalt

Ein Niedergelassener Arzt verdient deutschlandweit im Durchschnitt 10.377 Euro brutto monatlich. Das entspricht einem Jahresgehalt von 124.519 Euro. Die Spannbreite ist jedoch sehr groß und reicht, abhängig vom Standort, von 3.345 Euro bis 28.469 Euro. Diese Daten stammen aus unserem Gehaltsvergleich und sind eine Sammlung der Daten, die ihr uns gemeldet habt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei 0 Euro monatlich. Männer und Frauen verdienen als Niedergelassener Arzt jedoch nicht gleich:

Einstiegsgehalt Männer Ø Gehalt Männer Einstiegsgehalt Frauen Ø Gehalt Frauen
0€ 9.754€ 3.933€ 6.233€

Größten Einfluss auf das Gehalt beim Niedergelassener Arzt haben Standort in Deutschland und Unternehmensgröße. Im Süden wird meist ein deutlich höheres Gehalt gezahlt, als im Norden. In Hamburg liegt das Durchschnittsgehalt für Niedergelassener Arzt zum Beispiel bei 11.817 Euro. In Bayern sind es 10.603 Euro. Die kompletten Werte nach Bundesland findest du in der Tabelle.

Größere Firmen zahlen in der Regel höhere Gehälter als kleine Firmen. Beim Niedergelassener Arzt staffelt sich das durchschnittliche Gehalt nach Firmengröße wie folgt auf:

  • Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern = 10.287 Euro
  • Firmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern = 6.312 Euro
  • Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern = 8.817 Euro

Auch das Alter spielt eine Rolle, wobei das Alter in den meisten Fällen auch mit Berufserfahrung korreliert:

  • 25 Jahre: 4.950 Euro
  • 30 Jahre: 4.764 Euro
  • 35 Jahre: 6.176 Euro
  • 40 Jahre: 7.808 Euro
  • 45 Jahre: 8.470 Euro
  • 50 Jahre: 8.531 Euro

Tätigkeit

Niedergelassene Ärzte betreiben selbständig, allein oder mit anderen Ärzten, eine medizinische Einrichtung, also eine Praxis oder eine Gemeinschaftspraxis. Je nach Fachgebiet behandeln sie Patienten gezielt auch über einen langen Zeitraum hinweg. In der Dauer und der Intensität der Patientenbetreuung liegt wohl auch der größte Unterschied zwischen der Tätigkeit als niedergelassener Arzt und als Klinikarzt. Dadurch, dass Patienten den niedergelassenen Arzt oftmals regelmäßig aufsuchen, wird mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, wie es bei Klinikärzten eher selten der Fall ist.

Der konkrete Arbeitsalltag eines niedergelassenen Arztes unterscheidet sich je nach Fachrichtung. Ganz allgemein besteht der Alltag jedoch aus einer bunten Mischung an Behandlungen wie z.B.:

  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Behandlung saisonaler Krankheiten
  • Behandlung chronischen Krankheiten
  • Behandlung kleinerer Unfälle
  • Behandlung von Akutbeschwerden
  • etc.

Um Patienten gezielt behandeln zu können, führen niedergelassee Ärzte zunächst eine ausführliche Anamnese durch. Im Anschluss daran wenden niedergelassene Ärzte verschiedene diagnostische Verfahren an, um eine konkrete Diagnose stellen zu können. Steht die Diagnose fest, leiten sie entsprechende Therapien ein oder – sofern sie einen Patienten nicht selbst behandeln können – überweisen die Patienten an einen entsprechenden Spezialisten.

Patienten, die einer stationären Behandlung bedürfen, überweisen niedergelassene Ärzte direkt in ein Krankenhaus. Niedergelassene Ärzte, die auch klinisch tätig sind, die also zusätzlich als Belegärzte arbeiten und Verträge mit Krankenhäusern abgeschlossen haben und daher Betten mit eigenen Patienten belegen dürfen, kümmern sich auch bei einem stationären Aufenthalt weiterhin um ihre Patienten. Niedergelassene Ärzte, die nicht klinisch tätig sind, übernehmen hingegen lediglich die Nachsorge, wenn ihre Patienten wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Sie unterstützen und beraten ihre Patienten jedoch ggf. auch bei der Auswahl von Kliniken, an denen weiterführende Behandlungen oder operative Eingriffe vorgenommen werden sollen.

Generell ist es niedergelassenen Ärzten nicht immer möglich, Patienten zu Ende zu therapieren. Dort, wo der eigene Fachbereich endet, müssen niedergelassene Ärzte ihre Patienten an andere Fachärzte oder eben ins Krankenhaus überweisen.

Je nach Fachbereich gehören darüber hinaus auch Hausbesuche, Bereitschaftsdienste und Notdienste zum Berufsalltag eines niedergelassenen Arztes. Und auch Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben hat ein niedergelassener Arzt zu bewältigen. Vom Ausstellen und Unterschreiben von Rezepten und Überweisungen über das Verfassen von Krankheitsberichten und das Dokumentieren von Therapieverläufen bis hin zum Ausfüllen von Reha-Anträgen fallen in einer eigenen Praxis diverse Aufgaben an.

Studium

Grundvoraussetzung, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten, ist zunächst einmal ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Dieses erstreckt sich über zwölf Semester und gliedert sich in einen vorklinischen und einen klinischen Teil. Im Rahmen des klinischen Teils haben Medizinstudenten die Möglichkeit in die verschiedenen Bereiche der Medizin hineinzuschnuppern.

Im Anschluss an das sogenannte Praktische Jahr, das in der Regel in den Semestern elf und zwölf erfolgt, legen angehende Mediziner den zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab. Wer diese Prüfung erfolgreich besteht, kann die Approbation beantragen, die dazu berechtigt den Titel "Arzt" zu tragen.

Anschließend beginnt die Tätigkeit als Assistenzarzt (auch als Arzt in Weiterbildung bezeichnet). Im Rahmen dieser Weiterbildungszeit legen sich angehende Fachärzte auf ihr künftiges Fachgebiet fest. Wer sich nach dem Studium und der erfolgreichen Approbation mit einer eigenen Hausarztpraxis selbständig machen möchte, muss z.B. die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin durchlaufen. Wer sich hingegen mit einer orthopädischen Praxis selbständig machen möchte, muss die Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie durchlaufen etc.

Die Weiterbildung zum Facharzt nimmt – je nach Fachgebiet – zwischen fünf und sechs Jahre in Anspruch. Während dieser Zeit als Assistenzarzt liegt der Verdienst deutschlandweit im Durchschnitt bei 4.613 Euro brutto monatlich. (Stand: 2020, Quelle: MWI Gehaltsvergleich).

Die Facharztausbildung endet schließlich mit einer Prüfung und der Verleihung des Facharzttitels.

Fachärzte können nun als niedergelassene Ärzte tätig sein. Um Kassenpatienten versorgen zu können, benötigt ein Arzt zur Gründung oder Übernahme einer kassenärztlichen Vertragspraxis jedoch zwingend noch eine kassenärztliche Zulassung. Die wichtigsten Voraussetzungen und Schritte zur Erlangung einer kassenärztlichen Zulassung sind:

  • Eintragung in das Arztregister (Voraussetzung: Approbation und Facharztanerkennung)
  • Bewerbung um einen ausgeschriebenen Praxissitz
  • Antrag auf Zulassung als Vertragsarzt (Kassenzulassung)
  • Antrag zur Abrechnungsgenehmigung qualifikationsgebundener Leistungen
  • etc.

Wer alle Voraussetzungen erfüllt, kann nun als niedergelassener Arzt eigene Patienten behandeln.

Quelle

Quelle der Gehaltsdaten sind die von unseren Nutzern angegebenen Daten im Gehaltsvergleich. Wir bilden daraus einen Mittelwert und eliminieren offensichtliche Falschangaben. Alle Datensätze werden täglich auf Plausibilität geprüft!