Wie grün bin ich eigentlich? – Die persönliche Ökobilanz unter der Lupe

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Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Um die Welt ein bisschen besser zu machen und die negativen Auswirkungen unseres Lebensstils auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, kann jeder für sich seinen Teil dazu beitragen. Doch wie sieht der individuelle ökologische Fußabdruck eigentlich genau aus? Um „grüner“ zu leben, können wir unser Verhalten in den verschiedensten Bereichen nachhaltiger gestalten. Hier kannst du herausfinden, wie es um deine persönliche Ökobilanz bestellt ist.

Konsum

Eine nachhaltige Lebensweise zeichnet sich dadurch aus, die Welt, in der wir leben nicht auszubeuten, sondern Ressourcen beispielsweise so zu nutzen, dass die natürliche Regenerationsfähigkeit für ausreichend Nachschub sorgen kann. In unserem fortschrittlichen und industrialisierten Land sind beinahe alle Güter im Überfluss ständig verfügbar.

Wachstum heißt die Devise und Marketingabteilungen treiben uns mit cleveren Strategien oder überzeugender Werbung zu mehr Konsum an. Wie die Produkte, die wir kaufen produziert wurden oder welchen ökologischen Fußabdruck sie aufweisen spielt dabei oftmals nur eine untergeordnete Rolle. Auch wenn viele beispielsweise bei Nahrungsmittel Wert auf Regionalität oder biologische Anbaumethoden legen, ist bei industriell hergestellten Gütern meist nicht ersichtlich, ob sie aus einer nachhaltigen Produktion stammen.

Auch wenn wir „grüner“ leben wollen, ist dies im Alltag also gar nicht so einfach. Gerade beim Konsum wollen wir uns nicht unbedingt einschränken. Sowohl soziale, ökonomische und die Umwelt betreffende Aspekte wirken sich auf die Nachhaltigkeit aus. Wir haben die einzelnen Lebensbereiche genauer unter die Lupe genommen und zeigen, wieviel nachhaltiges Potential jeweils darin steckt.

Nachhaltigkeit im Kochtopf

Noch vor einiger Zeit waren Erzeugnisse aus der heimischen Landwirtschaft die Normalität. Nach und nach sind in den Supermarktregalen dann exotischere Lebensmittel aufgetaucht, die wir nur zu gerne gekauft haben. Waren für unsere Großeltern beispielsweise Südfrüchte wie Orangen oder Ananas noch eine absolute Rarität, können wir diese heutzutage zu jeder Jahreszeit kaufen.

Der Handel hat das Begehren, alles immer verfügbar zu haben aufkommen lassen und inzwischen ist es vielen egal, woher die Produkte stammen, die im Kochtopf landen. Nachhaltig ist dies allerdings nicht. Weder für die Umwelt, noch unter sozialen Gesichtspunkten. Denn die Güter haben meist einen unverhältnismäßig langen Transportweg hinter sich und die eigentlichen Erzeuger werden oftmals schlecht entlohnt.

Wie sieht Nachhaltigkeit also beim Thema Ernährung und Lebensmitteleinkauf aus? Zunächst einmal spielt die Art und Weise des Anbaus und der Herstellung von Nahrungsmitteln eine große Rolle. Bei biologischen Anbaumethoden etwa wird der Einfluss auf die Natur minimiert:

  • Einsatz von natürlichen statt chemischen Düngern und Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Schonung von Ressourcen wie Grundwasser und Boden
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Förderung der natürlichen Artenvielfalt und Schutz des Ökosystems

Wie nachhaltig konsumiere ich Lebensmittel?

Beim Einkauf können hier verschiedene Biosiegel als Orientierungshilfe dienen. Manche von ihnen geben auch Auskunft darüber, ob das jeweilige Produkt fair gehandelt wurde und beleuchten somit auch den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit. Auch die Lieferwege spielen dabei eine Rolle. Regionale Erzeugnisse gelten in vielen Fällen als nachhaltiger, da gerade der Transport mit einer enormen Umweltbelastung verbunden ist. Die folgenden Fragen helfen Dir herauszufinden, wie nachhaltig Du Lebensmittel konsumierst:

  • Lege ich Wert auf fair gehandelte und ökologisch angebaute Produkte?
  • Kaufe ich eher abgepackte Lebensmittel im Supermarkt oder regionale und saisonale Produkte auf dem Wochenmarkt?
  • Kaufe ich immer so viel wie ich auch verbrauche oder werfe ich häufiger übriggebliebene Lebensmittel weg?

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

Was für den Konsum von Lebensmitteln gilt, lässt sich in vielen Punkten auch auf unseren Umgang mit Kleidung übertragen. Hier hat sich in den letzten Jahren der Begriff „Fast Fashion“ gebildet. Die Mode, die wir heute tragen, hat oftmals einen viel kürzeren Lebenszyklus, als dies früher der Fall war. Die schlechtere Qualität lässt die Kleidungsstücke gerade mal noch eine Saison überstehen. Doch dann ist es für viele ohnehin höchste Zeit für die nächsten preiswerten Trendteile.

Wer sich diesem Kreislauf entziehen will, hat es ungleich schwerer, nachhaltig produzierte Stücke zu finden oder überhaupt zu erkennen. Dabei gibt es auch in der Textilindustrie verschiedene Siegel und Begriffe, die Auskunft über fair gehandelte oder nachhaltig produzierte Kleidung geben. Ähnlich wie bei den Nahrungsmitteln wurden manche von ihnen von offiziellen Behörden eingeführt und berücksichtigen umfassende nachhaltige Aspekte. Daneben wurden teilweise von den Herstellern eigene Siegel kreiert, die nicht immer halten, was sie versprechen.

Wie nachhaltig kaufe ich Kleidung?

Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich also genauestens beim Hersteller informieren, wie nachhaltig und fair die Kleidung tatsächlich produziert wurde. Daneben gibt es immer noch die Möglichkeit, Mode in Second-Hand Läden und -Online-Portalen, oder auf dem Flohmarkt zu kaufen.

  • Kaufe ich häufig billige Kleidungsstücke die ich nach kurzer Zeit durch neue ersetze?
  • Wie wichtig ist es mir, ständig die neuesten Trendteile tragen zu müssen?
  • Achte ich beim Kleiderkauf auch auf Qualität?
  • Bin ich bereit mehr auszugeben für fair und ökologisch produzierte Stücke?

Schöne neue Plastikwelt

Kunststoff ist ein Material, dass sich aufgrund seiner Vielseitigkeit in allen Lebensbereichen einsetzen lässt. Als Verpackung, im Gehäuse der verschiedensten Geräte oder auch in unserer Kleidung als Kunstfaser – eine Welt ohne Plastik ist heute kaum noch vorstellbar.
So praktisch, universell und günstig Kunststoff sich bei der Produktion von Konsumgütern einsetzen lässt, so problematisch sind dabei die Auswirkungen auf die Umwelt. Denn der künstlich hergestellte Stoff lässt sich nur schwer wieder recyceln oder zersetzen. Plastikmüll sammelt sich inzwischen auf der ganzen Welt in ungeheuren Mengen an. Die enthaltenen Schadstoffe gelangen dabei oftmals auch in die Natur.
Ein nachhaltiger Konsum in Bezug auf Plastik besteht aufgrund der fehlenden „Bioplastik-Alternativen“ nur im Verzicht und dem Ausweichen auf Produkte aus anderen Materialien:

  • Einkauf mit eigenen Taschen und Beuteln statt der Nutzung von immer neuen Plastiktüten
  • Nutzung von Aufbewahrungsbehältnissen aus Glas oder Metall statt Plastikdosen oder -flaschen
  • Kauf von frischem, losem Gemüse statt vorkonfektioniert und in Plastik verpackt
  • Kleidung aus Baumwolle oder anderen Naturmaterialien statt aus Kunstfasern
  • Nutzung von langlebigen Produkten aus nachhaltigen Materialien statt Einwegware aus Plastik
  • Vermeiden von Kosmetika mit Plastikzusätzen

Bequemer Luxus ohne Reue?

Der Schritt zu mehr Nachhaltigkeit wird von vielen als Schritt zurück gewertet. Nachhaltig klingt nach Verzicht, nach weniger Komfort und Öko-Sandalen. Viele Produkte aus Plastik sind beispielsweise meist leichter oder bunter. Es macht Spaß viele neue, günstige Gegenstände zu kaufen und zu besitzen und sie einfach zu ersetzen, wenn sie nicht mehr attraktiv erscheinen.

Durch die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse und dem Wunsch nach neuen schönen Dingen treten moralische Bedenken oftmals in den Hintergrund. Nicht zuletzt dadurch, dass wir mit den negativen Auswirkungen eines wenig nachhaltigen Lebensstils meist nicht direkt konfrontiert werden.

Dieser Ansatz ist nicht unbedingt neu, dennoch hat er durch die riesige Verfügbarkeit an billigen Produkten ein neues Ausmaß angenommen. Berichte von miserablen Herstellungsbedingungen oder zunehmenden Umweltkatastrophen an den fernen Produktionsstandorten finden durch die Medien ihren Weg bis zu uns, den Konsumenten. Unter anderem deshalb besinnen sich viele wieder auf eine nachhaltigere Lebensweise. Wie weit jeder einzelne dabei gehen will, ist ihm selbst überlassen:

  • In welchen Lebensbereichen könnte ich meinen Konsum nachhaltiger gestalten?
  • Fällt es mir schwer mich beim Konsum einzuschränken oder auf nachhaltiger Produkte umzusteigen?
  • Bin ich bereit für ein besseres Gewissen auf ein gewisses Maß an Komfort zu verzichten?
  • Kann die Einschränkung des Konsums auch eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringen?

Vom Reparieren, Wegwerfen und Haushalten

Die Lebensdauer eines Produktes wirkt sich stark auf die jeweilige Ökobilanz aus. Je kürzer der Zyklus von der Produktion bis zum Wegwerfen ist, umso schwerer wiegt die Summe der negativen Auswirkungen durch den Ressourcenverbrauch oder den Energiebedarf bei der Herstellung.

Viele Dinge sind dabei heute so konzipiert, dass die Lebensdauer – durch Sollbruchstellen etwa – künstlich verringert wird. Gehäuse sind verklebt statt verschraubt und ein Reparieren wird so erschwert oder unmöglich. Auch die rasant fortschreitende Technik hat dazu geführt, dass Geräte schnell veralten und statt dem Aufrüsten einzelner Komponenten gleich ein neues, aktuelles Exemplar angeschafft wird.

Auch hier kann jeder mit seinem Einkaufsverhalten für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Denn es gibt noch oder inzwischen wieder verschiedene Produkte, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Sie können uns aufgrund der Materialwahl, der Konstruktionsweise oder auch der äußerlichen Gestaltung eine geraume Zeit lang begleiten.

Zudem ist es möglich, ihnen etwa durch einen Neuanstrich ein ganz neues Gewand zu verpassen. Andererseits haben Gebrauchsspuren oder die Patina, die sich durch den Gebrauch mit der Zeit zeigt auch einen gewissen Charme. Die Frage, die wir uns bei jedem Neukauf also stellen sollten lautet:

Mobilität

Neben dem direkten Konsum von Dingen wirkt sich auch unser Mobilitätsverhalten auf unsere grüne Bilanz aus. Dabei ist es einerseits von Bedeutung, wie oft wir verschiedene Verkehrsmittel benutzen, andererseits spielt es eine Rolle, wie umweltfreundlich die Reise damit ist. In diesem Bereich hat der Begriff der Suffizienz einen großen Stellenwert: Nämlich dem „richtigen Maß“ oder der Balance zwischen Bedarf und Notwendigkeit. Suffizienz manifestiert sich in der Frage:

Die Zahl der Fahrzeuge pro Haushalt ist in den letzten Jahren hierzulande nochmals gestiegen. 532 PKW waren in Deutschland im Jahr 2000 pro 1.000 Einwohner registriert. Heute liegt diese Zahl bei rund 600 PKW. Dabei werden diese Fahrzeuge bei vielen Fahrten lediglich von einer einzigen Person genutzt und dies in einem zeitlich sehr begrenzten Abschnitt. Die übrige Zeit steht der Wagen ungenutzt auf einem Parkplatz oder in der Garage.

Nachhaltiger wäre hier die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, was jedoch oftmals weniger komfortabel ist oder die Flexibilität einschränkt. Ein alternatives Konzept bietet etwa das Car-Sharing. Ein einzelnes Fahrzeug gewinnt durch eine größere Zahl an Nutzern an Effizienz und Suffizienz.

Grün oder staubgrau unterwegs?

Beinahe uneingeschränkte Mobilität spielt bei unserem heutigen Lebensstil für viele eine wichtige Rolle. Selbst ferne Länder sind heute mit dem Flugzeug innerhalb eines Tages zu erreichen. Bei der Suche nach dem passenden Urlaubsziel wird meist nicht daran gedacht, dass gerade bei einem Flug eine hohe Menge CO2 pro Kopf ausgestoßen wird. Ansonsten ist ein eigenes Auto im Alltag meist die komfortabelste Lösung. Doch gerade bei motorisierten Gefährten ist der negative Einfluss auf die Umwelt durch Schadstoffausstoß und Energieverbrauch am größten. Die folgenden Fragen zeigen Potentiale zu nachhaltigerer Mobilität:

  • Kurze Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen: Große Entlastung der Innenstädte durch weniger Platzbedarf und Vermeidung von schädlichen Emissionen oder Lärm
  • Nutzung von Fahrzeugen mit geringem Schadstoffausstoß
  • Nutzung von Car-Sharing, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Mitfahrgelegenheiten
  • Anstreben einer höheren Auslastung der einzelnen Fahrzeuge
  • Urlaub in Regionen, die auch anders als mit dem Flugzeug erreichbar sind

Eine Standortfrage

Der Verzicht auf ein eigenes Auto ist dabei jedoch oft leichter gesagt als getan. Vor allem im ländlichen Bereich fällt dies schwer, da es an notwendigen Alternativen fehlt. Die Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel ist in der Regel nur unzureichend ausgebaut und wichtige Ziele liegen weiter voneinander entfernt.

In der Stadt hingegen liegt der nächste Supermarkt, die Schule oder die Lieblingsbar oft nur eine Straßenecke weiter. Die Mobilität ist zudem dank verschiedenster öffentlicher Möglichkeiten um einiges größer.

Der Vorteil des „Landlebens“ besteht unter den Gesichtspunkten der Mobilität dagegen in einer geringeren Schadstoffbelastung der Umgebungsluft oder auch einer schwächeren Lärmbelastung. Weniger Flächen sind durch Beton versiegelt. All dies stellt ebenfalls eine größere Lebensqualität dar, wenn die Frage nach dem günstigsten Standort oder dem höchsten Komfort gestellt wird.

Energie

Auch unser Bedarf an Energie, sei es Elektrizität, Wärme oder Treibstoff hat stetig zugenommen. Das gestiegene Mobilitätsbedürfnis und eine Vielzahl an elektrischen Geräten gehören heute zu unserem komfortablen Lebensstil dazu. „Grüner“ oder nachhaltiger können wir dabei nur leben, wenn wir unseren Bedarf einschränken oder auf effizientere Technik umsteigen. Auch die bewusste Wahl umweltfreundlicherer Energie ist eine Möglichkeit.

Woher kommt eigentlich…mein Strom, mein Wasser, meine Wärme?

Unser Strom kommt ganz selbstverständlich aus der Steckdose, sauberes Wasser aus dem Hahn und die Wohnung wird warm, wenn wir die Heizung aufdrehen. Wenn wir hier für mehr Nachhaltigkeit sorgen wollen, müssen wir selbst aktiv werden und beispielsweise auf Ökostrom oder Wärme durch Solarenergie umsteigen.

Die verschiedenen Energiequellen weisen dabei unterschiedliche Vor- und Nachteile auf:

  • Mögliche Preisschwankungen abhängig vom Weltmarkt
  • Verschiedene Effizienzgrade (Fossile Brennstoffe: 30 bis 50 Prozent, Kernkraft: ca. 33 Prozent, erneuerbare Energiequellen: 90 bis 98 Prozent)
  • Unterschiedliche Kosten pro Megawattstunde (Fossile Brennstoffe: 40 bis 80 EURO, Kernkraft: ca. 40 EURO, erneuerbare Energiequellen: 25 bis 430 EURO)
  • Unterschiedlich hohe Emissionswerte bei Treibhausgasen ([kg CO2-Äquivalent/Megawattstunde] Fossile Brennstoffe: 400 bis 800, Kernkraft: 15, erneuerbare Energiequellen: 28 bis 260)

Die Nachhaltigkeit hängt hier also von einer komplexen Mischung an unterschiedlichen Kriterien ab, die wir nicht unbedingt selbst beeinflussen können. Bei der Bewertung der Umweltbilanz von „grünem“ Solarstrom beispielsweise muss auch bedacht werden, dass bei der Produktion der Sonnenkollektoren seltene Rohstoffe eingesetzt werden und eine große Menge an Energie benötigt wird.

Die Menge macht’s

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen persönlichen Energiebedarf zu reduzieren. Dabei muss nicht immer auf den entsprechenden Komfort verzichtet werden. Welche der folgenden Punkte befolgst Du bereits?

  • Energiesparleuchten benutzen: Energiesparleuchten oder LED-Leuchtmittel verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühlampen oder Halogenstrahler.
  • Richtig Heizen: Im Haushalt verbrauchen wir die meiste Energie zum Heizen. Durch Richtiges Lüften und eine gute Dämmung kann viel Energie gespart werden.
  • Geräte abschalten: Statt Nutzung der Stand-By-Funktion ist es sparsamer, die Verbraucher komplett vom Stromnetz zu trennen und abzuschalten.
  • Kochen mit Deckel: So geht weniger Energie verloren. Zudem kann Wasser vorher mit dem weitaus effizienteren Wasserkocher erhitzt werden.
  • Maximale Beladung: Spül- und Waschmaschine in voller Beladung nutzen.
  • Temperatur anpassen: Wird die Raumtemperatur beim Heizen im Winter nur um ein Grad abgesenkt, kann bereits bis zu zehn Prozent Energie eingespart werden.
  • Wasserverbrauch senken: Durchfluss-Reduzierer am Wasserhahn einbauen, Spartasten am Spülkasten nutzen oder einfach mal das Wasser abdrehen während dem Zähneputzen.

Mehr Effizienz für noch mehr Grün

Ein weiterer Punkt seine Umweltbilanz beim Energieverbrauch zu verbessern besteht darin, auf effizientere Geräte zu setzen. Auch in anderen Lebensbereichen kann dieses Kriterium angewandt werden. Die folgenden Fragen zeigen, wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen:

  • Kochen mit effizienten Induktionsherden statt Glaskeramikkochfeldern oder gusseisernen Herdplatten
  • Investition in moderne Technik und verbrauchsärmere Geräte nach den Energieeffizienzklassen der EU-Kommission
  • Alte Heizkörper austauschen
  • Spritsparend fahren, Reifendruck optimieren, Fahrgemeinschaften bilden
  • Programmierbare Thermostate nutzen

Fazit

Die persönliche Ökobilanz lässt sich gar nicht so einfach zusammenstellen. Dafür müssten wirklich alle Bereiche unseres Alltags genau untersucht werden. Wer „grüner“ leben möchte, kann dies durch bewusste Entscheidungen Schritt für Schritt in die Tat umsetzen. Nicht immer ist es einfach, bei den komplexen Handelsbeziehungen herauszufinden, ob ein Produkt nachhaltig hergestellt wurde oder ob die Produzenten dabei fair entlohnt wurden. Doch auch wenn es schwierig ist, bei wirklich jedem Konsumangebot die richtige Wahl zu treffen, kann jeder Kauf (oder eben Nichtkauf) unsere Umwelt nachhaltig beeinflussen.


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