{"id":1109,"date":"2018-03-09T15:28:50","date_gmt":"2018-03-09T14:28:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/?p=1109"},"modified":"2021-08-10T15:18:51","modified_gmt":"2021-08-10T13:18:51","slug":"kleinunternehmerregelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/kleinunternehmerregelung\/","title":{"rendered":"Vor- und Nachteile der Kleinunternehmerregelung"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"bs-intro\">Viele Menschen tr\u00e4umen von einer freiberuflichen T\u00e4tigkeit als Grafikdesigner, Journalist oder Dozent. Anderen schwebt eine Gesch\u00e4ftsgr\u00fcndung als Domainh\u00e4ndler oder im eCommerce vor. Wenn du dir haupt- oder nebenberuflich eine Existenz aufbauen m\u00f6chtest, stellt sich die Frage: Ist es sinnvoll, am Anfang die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen oder nicht? Wir kl\u00e4ren \u00fcber die wichtigsten Vor- und Nachteile der Kleinunternehmerregelung auf und zeigen dir, in welchen F\u00e4llen sie sich f\u00fcr dich lohnt und in welchen du besser darauf verzichten solltest.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<div id=\"toc_container\" class=\"no_bullets\"><p class=\"toc_title\">Inhaltsverzeichnis<\/p><ul class=\"toc_list\"><li><a href=\"#Voraussetzungen_fuer_die_Kleinunternehmer-Regelung\">Voraussetzungen f\u00fcr die Kleinunternehmer-Regelung<\/a><\/li><li><a href=\"#Berechnung_des_Umsatzes_im_Gruendungsjahr\">Berechnung des Umsatzes im Gr\u00fcndungsjahr<\/a><\/li><li><a href=\"#Als_Kleinunternehmer_mehrere_Unternehmen_anmelden\">Als Kleinunternehmer mehrere Unternehmen anmelden?<\/a><\/li><li><a href=\"#Pflichten_als_Kleinunternehmer\">Pflichten als Kleinunternehmer<\/a><\/li><li><a href=\"#Vorteile_der_Kleinunternehmerregelung\">Vorteile der Kleinunternehmerregelung<\/a><\/li><li><a href=\"#Nachteile_der_Kleinunternehmerregelung\">Nachteile der Kleinunternehmerregelung<\/a><\/li><li><a href=\"#Was_die_Regelbesteuerung_bedeutet\">Was die Regelbesteuerung bedeutet<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie_die_Umsatzsteuer_berechnet_wird\">Wie die Umsatzsteuer berechnet wird<\/a><\/li><li><a href=\"#Umsatzsteuer-Identifikationsnummer_beantragen\">Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen<\/a><\/li><li><a href=\"#Wofuer_die_Umsatz-Identifikationsnummer_wichtig_ist\">Wof\u00fcr die Umsatz-Identifikationsnummer wichtig ist<\/a><\/li><li><a href=\"#Welche_Angaben_auf_die_Rechnung_gehoeren\">Welche Angaben auf die Rechnung geh\u00f6ren<\/a><\/li><li><a href=\"#Fazit\">Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/div>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Voraussetzungen_fuer_die_Kleinunternehmer-Regelung\">Voraussetzungen f\u00fcr die Kleinunternehmer-Regelung<\/span><\/h2>\n<p>Als Kleinunternehmer darf dein j\u00e4hrlicher Umsatz laut \u00a719 UstG die Summe von 17.500,- \u20ac nicht \u00fcbersteigen. Solange deine Eink\u00fcnfte unter dieser Summe liegen, bleibst du Kleinunternehmer.<\/p>\n<p>Erzielst du irgendwann in einem laufenden Gesch\u00e4ftsjahr einen h\u00f6heren Umsatz, ist das unproblematisch, solange du nicht \u00fcber 50.000,- \u20ac kommst. Den Status \u201eKleinunternehmer\u201c beh\u00e4ltst du in dem jeweiligen Jahr trotzdem. Du brauchst also nicht bef\u00fcrchten, dass das Finanzamt Umsatzsteuer nachfordert. \u00dcbrigens: Selbst wenn du \u00fcber 50.000,- \u20ac kommst, hast du aller Wahrscheinlichkeit nach nichts zu bef\u00fcrchten. Dann wird gepr\u00fcft, ob damit zu rechnen war, dass sich dein Gesch\u00e4ft derart rasant entwickeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im darauffolgenden Jahr wechselst du allerdings dann automatisch zur Regelbesteuerung. Deine Ums\u00e4tze solltest du darum unbedingt gut im Blick behalten. Selbst wenn du nur geringf\u00fcgig \u00fcber die Grenze von 17.500,- \u20ac Umsatz rutschst, verlierst du deinen Status als Kleinunternehmer. Wichtig: Ma\u00dfgeblich ist nicht dein Gewinn, sondern dein Umsatz. Das hei\u00dft, deine Einnahmen, bevor du deine Kosten abgezogen hast. Solltest du nicht bemerken, dass du inzwischen der Umsatzsteuerpflicht unterliegst und die Umsatzsteuer nicht auf deinen Rechnungen ausweisen, kann es teuer werden. Das Finanzamt wird die Umsatzsteuer von dir einfordern, selbst, wenn du sie nicht extra eingenommen hast.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Berechnung_des_Umsatzes_im_Gruendungsjahr\">Berechnung des Umsatzes im Gr\u00fcndungsjahr<\/span><\/h2>\n<p>Im Gr\u00fcndungsjahr kannst du deinen Umsatz lediglich sch\u00e4tzen. Wenn es wahrscheinlich ist, dass du unter 17.500,- Jahresumsatz bleibst, kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Dabei wird monatsgenau gerechnet. Wenn du dich z.B. am 3. April selbst\u00e4ndig machst, kannst du w\u00e4hrend des bereits angebrochenen Jahres nur noch 9 Monate lang Ums\u00e4tze erzielen. F\u00fcr dich betr\u00e4gt die Umsatzgrenze in diesem Fall nicht 17.500,- \u20ac, sondern nur 13.125,- \u20ac.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Als_Kleinunternehmer_mehrere_Unternehmen_anmelden\">Als Kleinunternehmer mehrere Unternehmen anmelden?<\/span><\/h2>\n<p>Manch ein Gr\u00fcnder kommt auf die vermeintlich pfiffige Idee, gleich mehrere Betriebe als einzelne \u201eKleinunternehmen\u201c anzumelden, um damit die Ausweisung der Umsatzsteuer zu umgehen. Das funktioniert nicht. Du kannst zwar durchaus mehrere Gewerbebetriebe und freiberufliche T\u00e4tigkeiten anmelden. Stammen deine Eink\u00fcnfte jedoch aus umsatzsteuerpflichtigen T\u00e4tigkeiten, werden die Ums\u00e4tze aus s\u00e4mtlichen T\u00e4tigkeiten addiert. Das hei\u00dft, du darfst insgesamt trotzdem nur 17.500,- \u20ac umsetzen, egal, wie viele Gesch\u00e4fte du angemeldet hast. Die Kleinunternehmerregelung ist an dich als Person gebunden.<\/p>\n<p>Es gibt allerdings Leistungen, f\u00fcr die ohnehin keine Umsatzsteuer anf\u00e4llt. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel Heilbehandlungen oder die T\u00e4tigkeit als Dozent beziehungsweise Lehrbeauftragter. Eine umsatzsteuerbefreite Besch\u00e4ftigung hat keinen Einfluss auf die Kleinunternehmerregelung. Ob du die Umsatzgrenze mit Aus\u00fcbung der umsatzsteuerbefreiten T\u00e4tigkeit sprengst, ist egal.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Angenommen, du arbeitest freiberuflich als Nachhilfelehrer und gibt zus\u00e4tzlich Unterricht an der Volkshochschule. Das bringt dir Jahreseink\u00fcnfte in H\u00f6he von 24.000,- \u20ac im Jahr ein. Um deine Einkommenssituation zu verbessern, beschlie\u00dft du, mit einem eBay-Shop zus\u00e4tzlich etwas Geld zu verdienen. Bis zu 17.500,- \u20ac darfst du damit zus\u00e4tzlich an Einnahmen generieren. Insgesamt beliefe sich diesem Fall nach dein Einkommen auf 41.500,- \u20ac. Das gef\u00e4hrdet deinen Status als Kleinunternehmer nicht.<\/p>\n<p><b>Umsatzsteuerfreie Berufe und T\u00e4tigkeiten laut <\/b><a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/ustg_1980\/__4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>\u00a7 4 Nr. 11 bis 28 UStG<\/b><\/a><b> (Auswahl)<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Heilbehandlungen durch \u00c4rzte (einschlie\u00dflich Zahn\u00e4rzte und Tier\u00e4rzte)<\/li>\n<li>Heilpraktiker<\/li>\n<li>Physiotherapeuten<\/li>\n<li>Hebammen<\/li>\n<li>Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler<\/li>\n<li>Selbst\u00e4ndige Dozenten, Lehrbeauftragte und Nachhilfelehrer<\/li>\n<li>Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung von Grundst\u00fccken<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Pflichten_als_Kleinunternehmer\">Pflichten als Kleinunternehmer<\/span><\/h2>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den \u00fcblichen Rechnungsangaben musst du in deinen Rechnungen einen Zusatz integrieren, der auf deinen Kleinunternehmerstatus hinweist. Ein paar g\u00e4ngige Formulierungen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eIm ausgewiesenen Rechnungsbetrag ist gem\u00e4\u00df \u00a7 19 UStG keine Umsatzsteuer enthalten.\u201c<\/li>\n<li>\u201eKein Ausweis der Umsatzsteuer aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung (\u00a7 19 UStG)\u201c<\/li>\n<li>\u201eGem\u00e4\u00df \u00a7 19 UStG enth\u00e4lt der Rechnungsbetrag keine Umsatzsteuer.\u201c<\/li>\n<li>\u201eEin Ausweis der Umsatzsteuer entf\u00e4llt aufgrund der Kleinunternehmerregelung laut \u00a7 19 UStG.\u201c<\/li>\n<li>\u201eAls Kleinunternehmer im Sinne von \u00a7 19 Abs. 1 UStG wird die Umsatzsteuer nicht berechnet.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Vorteile_der_Kleinunternehmerregelung\">Vorteile der Kleinunternehmerregelung<\/span><\/h2>\n<h4><b style=\"font-size: 20px; text-transform: inherit;\">1. Einfache Buchf\u00fchrung<\/b><\/h4>\n<p>Viele Gr\u00fcnder schreckt der Gedanke an den Papierkram ab. Ein dicker Pluspunkt besteht in dem geringeren b\u00fcrokratischen Aufwand. Als Kleinunternehmer musst du keine Umsatzsteuer in deinen Rechnungen ausweisen und folglich auch nicht an das Finanzamt abf\u00fchren. Auch bei den Betriebsausgaben brauchst du nicht zwischen Brutto und Netto unterscheiden. Das vereinfacht dir die Buchf\u00fchrung.<\/p>\n<h4><b style=\"color: #2d2d2d; font-family: Roboto, sans-serif; font-size: 20px; text-transform: inherit;\">2. G\u00fcnstiger f\u00fcr B2C-Kunden (Wettbewerbsvorteil)<\/b><\/h4>\n<p>Falls deine Kunden ausschlie\u00dflich oder mehrheitlich Privatkunden sowie Kleinunternehmer sind, hat du einen weiteren nicht zu untersch\u00e4tzenden Vorteil: Du kannst deine Dienstleistungen oder Produkte bei einer Regelbesteuerung von 19 % USt. um 16 % g\u00fcnstiger anbieten als deine Konkurrenz. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Nehmen wir an, du bist als Lektorin t\u00e4tig und berechnest f\u00fcr die Durchsicht einer 5-seitigen Studienarbeit 100,- \u20ac. Dann ist dieser Betrag f\u00fcr deinen direkten Kunden der Endpreis. Dein regelbesteuerter Konkurrent bietet dem Studenten dieselbe Leistung zum Preis von 100,- \u20ac plus 19 % Umsatzsteuer f\u00fcr insgesamt 119,- \u20ac an. Klarer Pluspunkt f\u00fcr dich. Im B2C-Bereich kann sich die Kleinunternehmerregelung auszahlen. (Besteht deine Klientel aus Gesch\u00e4ftsleuten, die sich den Vorsteueranteil erstatten lassen k\u00f6nnen, hast du keinen Wettbewerbsvorteil. F\u00fcr regelbesteuerte Gesch\u00e4ftspartner spielt die Umsatzsteuer keine Rolle, da sie selbige erstattet bekommen.)[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Nachteile_der_Kleinunternehmerregelung\">Nachteile der Kleinunternehmerregelung<\/span><\/h2>\n<h4><b>1. Probleme bei sp\u00e4terer Preisanpassung<\/b><\/h4>\n<p>Entwickelt sich dein Gesch\u00e4ft gut, wirst du irgendwann zur Regelbesteuerung wechseln m\u00fcssen. Dann kann es schwierig werden, bei Privatkunden und weniger erfolgreichen Kleinunternehmern die aus ihrer Sicht gestiegenen Preise bei gleichbleibender Leistung durchzusetzen. M\u00f6glicherweise gehen dir durch den Wechsel einige deiner Stammkunden verloren.<\/p>\n<h4><b>2. Amateur-Image<\/b><\/h4>\n<p>Ein weiterer Nachteil betrifft dein gesch\u00e4ftliches Image. Angenommen, du hast dich als \u00dcbersetzer f\u00fcr Chinesisch-Deutsch selbst\u00e4ndig gemacht. Deine Kunden sind mehrheitlich Gesch\u00e4ftsleute. Auf die Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung musst du sp\u00e4testens auf deiner Rechnung hinweisen. Teilweise kommt dein Status aber bereits bei Preisverhandlungen zur Sprache. Das hei\u00dft, deine Klienten wissen, dass du als Dienstleister lediglich 1.458 \u20ac monatlich umsetzt. Daraus schlussfolgern sie zwei Dinge:<\/p>\n<ol>\n<li>Du arbeitest nicht in Vollzeit beziehungsweise hauptberuflich als Chinesisch-Deutsch-\u00dcbersetzer.<\/li>\n<li>Bei einem derartig niedrigen Verdienst kannst du kein ernstzunehmender Profi sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das kann dazu f\u00fchren, dass versucht wird, deine Preise zu dr\u00fccken. Eine Gefahr ist dies vor allem bei wenig finanzkr\u00e4ftigen Auftraggebern, die alles vor allem billig haben wollen. F\u00fcr sehr anspruchsvolle Aufgaben wirst du als vermeintlicher Hobby-\u00dcbersetzer nicht (mehr) eingesetzt. Gro\u00dfe Firmen, die wirklich umfangreiche Auftr\u00e4ge f\u00fcr \u00dcbersetzer haben, geben sich in der Regel nicht mit Kleinunternehmern ab. Sie brauchen verl\u00e4ssliche Profis.<\/p>\n<h4><b>3. H\u00f6here Betriebsausgaben<\/b><\/h4>\n<p>Dieser Punkt ist nicht zu untersch\u00e4tzen, falls du teure Anschaffungen f\u00fcr B\u00fcro, Werkstatt, die Ausstattung von Gesch\u00e4ftsbereichen oder sonstiges Equipment t\u00e4tigen musst. In diesem Fall macht sich das Fehlen der Vorsteuerabzugsberechtigung schmerzlich bemerkbar. Anders als Regelbesteuerte bekommst du die entrichtete Umsatzsteuer n\u00e4mlich nicht zur\u00fcck. Das Geld geht dir verloren. Im Klartext hei\u00dft das: Deine Betriebsausgaben steigen. Dieser Punkt f\u00e4llt auch bei den laufenden Kosten ins Gewicht. Existenzgr\u00fcnder neigen dazu, diese Ausgaben zu untersch\u00e4tzen. Selbst, wenn du ein absoluter Minimalist und Sparfuchs bist, brauchst du in deinem B\u00fcro Tinte oder Toner f\u00fcr deinen Drucker, Papier, Schreibger\u00e4te und vieles mehr.<\/p>\n<h4><b>Die Kleinunternehmerregelung lohnt sich f\u00fcr dich, wenn<\/b><\/h4>\n<ul>\n<li>deine Buchf\u00fchrung so einfach wie m\u00f6glich sein soll<\/li>\n<li>du nur nebenberuflich erwerbst\u00e4tig bist und keinen h\u00f6heren Umsatz anstrebst<\/li>\n<li>deine Klientel aus Privatkunden besteht<\/li>\n<li>dich das Amateur-Image nicht st\u00f6rt<\/li>\n<li>du keine Anschaffungen t\u00e4tigen musst und nur minimale laufenden Kosten hast<\/li>\n<\/ul>\n<h4><b>Die Kleinunternehmerregelung lohnt sich f\u00fcr dich nicht, wenn<\/b><\/h4>\n<ul>\n<li>du als Gr\u00fcnder oder Freiberufler Vollzeit erwerbst\u00e4tig bist<\/li>\n<li>Betriebsausgaben aufgrund von Anschaffungen anstehen<\/li>\n<li>h\u00f6here laufende Kosten zu tragen sind<\/li>\n<li>deine Kunden aus dem B2C-Bereich stammen<\/li>\n<li>du nicht als Amateur gelten willst<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Was_die_Regelbesteuerung_bedeutet\">Was die Regelbesteuerung bedeutet<\/span><\/h2>\n<p>Du musst das Finanzamt \u00fcber deine Gesch\u00e4ftsgr\u00fcndung beziehungsweise die Aufnahme deiner freiberuflichen T\u00e4tigkeit informieren. Auf dem <a href=\"https:\/\/www.formulare-bfinv.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">steuerlichen Erfassungsbogen<\/a> hast du die Wahl \u2013 unabh\u00e4ngig von deinem erwarteten Umsatz \u2013 auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten. Das bedeutet, dass du in deinen Rechnungen die Umsatzsteuer extra ausweisen musst. Vorteil f\u00fcr dich: Bei s\u00e4mtlichen Neuanschaffungen darfst du ab jetzt die Umsatzsteuer wegdenken. Gibst du den Kleinunternehmerstatus auf, musst du das deinem Finanzamt mitteilen.<\/p>\n<p>Ab sofort ist eine Umsatzsteuervoranmeldung n\u00f6tig. Du tr\u00e4gst ein, was du an Umsatzsteuer eingenommen hast und rechnest davon die Umsatzsteuer ab, die du bei eigenen Anschaffungen entrichtet hast. Die Differenz wird an das Finanzamt \u00fcberwiesen. Gr\u00fcnder sind verpflichtet, die Umsatzsteuer in den ersten beiden Gesch\u00e4ftsjahren monatlich zu melden und abf\u00fchren. Sp\u00e4ter ist eventuell, je nach Betriebsgr\u00f6\u00dfe und Umsatz, ein anderer Rhythmus vereinbar. Au\u00dferdem ist einmal im Jahr eine Umsatzsteuererkl\u00e4rung abzugeben.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Wie_die_Umsatzsteuer_berechnet_wird\">Wie die Umsatzsteuer berechnet wird<\/span><\/h2>\n<p>Am bequemsten geht es mit einem <a href=\"http:\/\/www.umsatzsteuer-rechner.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umsatzsteuerrechner<\/a>. Wer lieber den eigenen Kopf oder den Taschenrechner benutzt, rechnet so:<\/p>\n<ul>\n<li>Betrag geteilt durch 110 mal 19 = 19 % Umsatzsteuer<\/li>\n<li>Betrag geteilt durch 107 mal 7 = 7 % Umsatzsteuer<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Umsatzsteuer-Identifikationsnummer_beantragen\">Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen<\/span><\/h2>\n<p>Wer sich f\u00fcr die Regelbesteuerung entscheidet, kann und sollte eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen. Das geht t\u00e4glich zwischen 05:00 und 23:00 Uhr bequem online direkt beim <a href=\"https:\/\/www.formulare-bfinv.de\/ffw\/form\/display.do?%2524context=DFDAF6A798C406E0FCC9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern<\/a>. Kosten fallen daf\u00fcr nicht an. Allerdings kann es ein paar Tage dauern, bis dein Finanzamt die Informationen weitergeleitet hat. Willst du den Prozess verschnellern, faxt du am besten den Bescheid deines Finanzamtes zusammen mit deinen Daten zu.<\/p>\n<p><b>Folgende Informationen musst du im Online Formular angeben:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Das f\u00fcr die Besteuerung zust\u00e4ndige Finanzamt<\/li>\n<li>Deine Steuernummer<\/li>\n<li>Die Rechtsform deines Unternehmens<\/li>\n<li>Den Namen deines Unternehmens und den Unternehmenssitz (Stra\u00dfe, Postleitzahl, Ort)<\/li>\n<li>Bei Einzelunternehmen deinen Namen Vornamen und dein Geburtsdatum<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den Stand der Bearbeitung erf\u00e4hrst du sofort nach Absenden der Daten. Ist alles in Ordnung, hast du in wenigen Daten einen Brief mit deiner Umsatz-Identifikationssteuernummer im Briefkasten. Diese Nummer gilt lebenslang. Es ist egal, wie viele Unternehmen du im Laufe deines Lebens gr\u00fcndest: Die erhaltene Umsatz-Identifikationsnummer gilt f\u00fcr alle.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Wofuer_die_Umsatz-Identifikationsnummer_wichtig_ist\">Wof\u00fcr die Umsatz-Identifikationsnummer wichtig ist<\/span><\/h2>\n<p>Eine Umsatz-Identifikationsnummer ist sinnvoll, wenn du europaweit Waren oder Dienstleistungen an Gesch\u00e4ftskunden oder Agenturen verkaufst. Hat dein Kunde ebenfalls eine Umsatzidentifikationssteuernummer, wird die Rechnung ohne Umsatzsteuer ausgestellt. Zus\u00e4tzlich muss der Hinweis: \u201eSteuerschuldnerschaft des Leistungsempf\u00e4ngers\u201c auf die Rechnung. Grund daf\u00fcr ist, dass die Steuerschuld auf den Leistungsempf\u00e4nger \u00fcbergeht.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Welche_Angaben_auf_die_Rechnung_gehoeren\">Welche Angaben auf die Rechnung geh\u00f6ren<\/span><\/h2>\n<p>Zu den Pflichtangaben geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausstellungsdatum<\/li>\n<li>vollst\u00e4ndige Adresse des Leistungserbringers<\/li>\n<li>Steuernummer, wobei bei Rechnungen in Deutschland entweder die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben werden darf. Bei Rechnungen ins EU-Ausland ist die Umsatzsteuer-ID Pflicht.<\/li>\n<li>vollst\u00e4ndige Adresse des Leistungsempf\u00e4ngers<\/li>\n<li>fortlaufende Rechnungsnummer, die aus Ziffern, aber auch aus Buchstaben und Ziffern bestehen darf<\/li>\n<li>Zeitpunkt der Lieferung (Monat oder Kalenderwoche gen\u00fcgen)<\/li>\n<li>Leistungsbeschreibung<\/li>\n<li>Brutto- und Nettosumme sowie der geltende Steuersatz von 7 % oder 19 %<\/li>\n<li>bei Verk\u00e4ufen ins EU-Ausland der Hinweis \u201eSteuerschuldnerschaft des Leistungsempf\u00e4ngers\u201c beim Reverse-Change-Verfahren<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Fazit\">Fazit<\/span><\/h2>\n<p>In den meisten F\u00e4llen lohnt sich die Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung f\u00fcr Gr\u00fcnder und Freiberufler nicht. Egal, wie du dein Geld verdienst, du brauchst eine Erstausstattung f\u00fcr dein B\u00fcro. Minimal steht der Kauf von Computer, Drucker und B\u00fcrom\u00f6beln an. Das Geld, das du als Regelunternehmer sparst, weil du die Umsatzsteuer zur\u00fcckbekommst, summiert sich schnell. Dazu kommt die professionellere Ausstrahlung.<\/p>\n<p>Daher solltest du dir sehr genau \u00fcberlegen, ob du dich von der Umsatzsteuer befreien l\u00e4sst.[\/vc_column_text][vc_column_text]Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zur Kleinunternehmerregelung? Dann lass es uns gern in den Kommentaren wissen![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;Quellen&#8220; tab_id=&#8220;1594091751168-f5cd24f2-b8c0&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>Deutscher Steuerberaterverband e.V. (DStV): F\u00fcr Kleinunternehmer ganz gro\u00df: Anhebung der umsatzsteuerlichen Grenze und ihre Folgen <a href=\"https:\/\/www.dstv.de\/interessenvertretung\/aktivitaeten\/tb-001-20-de-praxishinweis-kleinunternehmer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dstv.de\/interessenvertretung\/aktivitaeten\/tb-001-20-de-praxishinweis-kleinunternehmer<\/a> (abgerufen am 7. Juli 2020)<\/li>\n<li>FOCUS ONLINE: Kleinunternehmer m\u00fcssen keine Umsatzsteuer abf\u00fchren <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/steuern\/finanzen-kleinunternehmer-muessen-keine-umsatzsteuer-abfuehren_id_8443587.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/steuern\/finanzen-kleinunternehmer-muessen-keine-umsatzsteuer-abfuehren_id_8443587.html<\/a> (abgerufen am 7. Juli 2020)<\/li>\n<li>impulse.de: Kleinunternehmerregelung: Diese 7 Fehler sollten Sie vermeiden <a href=\"https:\/\/www.impulse.de\/recht-steuern\/steuertipps\/kleinunternehmerregelung\/4500544.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.impulse.de\/recht-steuern\/steuertipps\/kleinunternehmerregelung\/4500544.html<\/a> (abgerufen am 7. Juli 2020)<\/li>\n<li>Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz (BMJV): Umsatzsteuergesetz (UStG) \u00a7 19 Besteuerung der Kleinunternehmer <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/ustg_1980\/__19.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/ustg_1980\/__19.html<\/a> (abgerufen am 7. Juli 2020)<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_accordion][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Vor- und Nachteile der Kleinunternehmerregelung\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/kleinunternehmerregelung\/#more-1109\" aria-label=\"Mehr zu Vor- und Nachteile der Kleinunternehmerregelung\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1113,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[55],"tags":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"2b2702267489445caafe3bff1fdfc458","server":"","url":"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/2b2702267489445caafe3bff1fdfc458"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1109"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1109"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1109\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}