{"id":2057,"date":"2019-05-24T15:26:17","date_gmt":"2019-05-24T13:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/?p=2057"},"modified":"2021-08-10T14:34:46","modified_gmt":"2021-08-10T12:34:46","slug":"entscheidungskriterien-bei-der-jobwahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/entscheidungskriterien-bei-der-jobwahl\/","title":{"rendered":"Die 20 wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Jobwahl"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"bs-intro\">Es ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt \u2013 das gilt auch bei der Jobwahl. Daher sollte man sich nat\u00fcrlich gut \u00fcberlegen, ob man eine Stelle annehmen m\u00f6chte oder nicht. Nicht selten stellt sich der vermeintliche Traumjob im Nachhinein n\u00e4mlich als Flop heraus. Um solche Flops von vornherein zu vermeiden, gilt es sehr genau abzuw\u00e4gen, welche Anforderungen man an einen Job stellt. Die 20 wichtigsten Kriterien, die immer mit in die Entscheidung einflie\u00dfen sollten, haben wir im Folgenden einmal f\u00fcr euch zusammengestellt!<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Vorwort<\/h2>\n<p>Vorweg sei gesagt, dass nat\u00fcrlich nicht jeder dieselben Priorit\u00e4ten setzt. Wohingegen die einen den Fokus haupts\u00e4chlich auf den Verdienst richten und dem Gehalt alles andere unterordnen, ist f\u00fcr andere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausschlaggebend. Kein Gehalt dieser Welt wird bei letzteren einen vermeintlich langen Fahrtweg aufwiegen. Umgekehrt werden diejenigen, die das Hauptaugenmerk vorwiegend auf die Karrierem\u00f6glichkeiten legen, kaum aufgrund eines l\u00e4ngeren Fahrtwegs auf eine gute Position in einem renommierten Unternehmen verzichten \u2013 Familie hin oder her.<\/p>\n<p>In vielen Studien lassen sich zudem signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern ausmachen. Wohingegen M\u00e4nner statistisch betrachtet meist gr\u00f6\u00dferen Wert auf die Aufstiegsm\u00f6glichkeiten legen, liegt der Fokus bei Frauen st\u00e4rker auf dem zwischenmenschlichen Verh\u00e4ltnis am Arbeitsplatz und flexiblen Arbeitszeiten.<\/p>\n<p>Inwiefern die folgenden Entscheidungskriterien, die wir f\u00fcr euch zusammengestellt haben, bei der Jobwahl letztlich tats\u00e4chlich ins Gewicht fallen, h\u00e4ngt also immer auch von der individuellen Einstellung jedes einzelnen ab. Dennoch sollten ALLE diese Kriterien zumindest in die Entscheidung einbezogen werden. Wie schwer welches Kriterium wiegt, muss aber nat\u00fcrlich jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Die 20 wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Jobwahl<\/h2>\n<p>Welche Stelle f\u00fcr einen infrage kommt, h\u00e4ngt also sehr von den pers\u00f6nlichen Lebensumst\u00e4nden und der individuellen Einstellung ab. Die folgenden 20 Kriterien sollten bei der Entscheidung f\u00fcr oder gegen einen Job jedoch immer eine Rolle spielen!<\/p>\n<h3>1.) Die Branche<\/h3>\n<p>Ein wesentliches Kriterium, das stets in die \u00dcberlegungen einflie\u00dfen sollte, ist die Branche, in der der potenzielle neue Arbeitgeber angesiedelt ist. Schlie\u00dflich gibt es Branchen, die f\u00fcr den Einzelnen per se spannender sind als andere Branchen. Wer gerne kreativ ist, ist sicherlich in einer kreativen Branche, also z.B. in einer Werbeagentur besser aufgehoben als in einer vermeintlich &#8222;trockenen&#8220; Branche wie etwa das Banken- oder Versicherungswesen. Daher gilt es zun\u00e4chst einmal abzuw\u00e4gen, ob man sich eine dauerhafte Anstellung in der jeweiligen Branche \u00fcberhaupt vorstellen kann. Entspricht die Branche \u00fcberhaupt nicht den eigenen Vorlieben, d\u00fcrfte man langfristig betrachtet sicher nicht gl\u00fccklich werden \u2013 Geld hin oder her.<\/p>\n<h3>2.) Die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und die Unternehmensstruktur<\/h3>\n<p>Auch die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe sollte in die \u00dcberlegungen einflie\u00dfen. Auch hier gilt: Die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe respektive die Unternehmensstruktur sollte den pers\u00f6nlichen Vorlieben und W\u00fcnschen entsprechen. Kleine Betriebe und Startups sind z.B. eher f\u00fcr all diejenigen geeignet, die das Arbeiten unter strengen Hierarchien, wie sie in gro\u00dfen Konzernen \u00fcblich sind, nicht m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Auch auf die H\u00f6he des Gehalts hat die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe einen gewissen Einfluss. Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern zahlen ihren Mitarbeitern in der Regel mehr, da sie schlichtweg \u00fcber ein h\u00f6heres Kapital verf\u00fcgen. Inwiefern man geneigt ist, strenge Hierarchien im Gegenzug f\u00fcr ein h\u00f6heres Gehalt hinzunehmen, ist ebenfalls eine Typfrage.<\/p>\n<h3>3.) Das Renommee des Arbeitgebers<\/h3>\n<p>Bei der Wahl eines neuen Jobs spielt auch der Ruf eines Unternehmens eine Rolle. Zumindest sollte er das. Auch hier gilt: F\u00fchlt man sich in einer kreativen Branche wohl, bevorzugt flache Hierarchien und vielf\u00e4ltige Aufgabenbereiche, sollte man von einem Arbeitgeber absehen, der gemeinhin als konservativ gilt. Eilt dem Arbeitgeber hingegen der Ruf voraus, aufgeschlossen, innovativ und offen f\u00fcr Neues zu sein, ist man als kreatives K\u00f6pfchen bei diesem Unternehmen sicher gut aufgehoben.<\/p>\n<p>Um etwas \u00fcber die Arbeitsweise und die Reputation des Arbeitgebers in Erfahrung zu bringen, sind Online-Portale hilfreich, auf denen (ehemalige) Mitarbeiter die M\u00f6glichkeit haben, Unternehmen zu bewerten. Ein solches Portal ist z.B. <a href=\"http:\/\/www.kununu.com\">KUNUNU<\/a>.<\/p>\n<h3>4.) Die Unternehmenskultur<\/h3>\n<p>Auch die Unternehmenskultur sollte als Entscheidungskriterium f\u00fcr die Jobwahl herangezogen werden. Werden in einem Unternehmen das Miteinander, Offenheit und Integrit\u00e4t gef\u00f6rdert, herrscht eine angemessene Fehlertoleranz und werden den Ideen der Mitarbeiter offene Ohren geschenkt, ist das ein fettes Plus auf der Pro-Seite! Ist ein Unternehmen hingegen f\u00fcr seine Ellbogenkultur und ein &#8222;Up-or-Out&#8220;-Prinzip bekannt, sollte man sich besser zweimal \u00fcberlegen, ob man in solch einem Arbeitsumfeld arbeiten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Auch hier k\u00f6nnen Bewertungs-Portale wie KUNUNU Aufschluss geben.<\/p>\n<h3>5.) Die Ausstattung des Unternehmens<\/h3>\n<p>F\u00fcr viele ist auch eine moderne Ausstattung am Arbeitsplatz wichtig. Beim potenziellen neuen Arbeitgeber sollte ein gewisser Qualit\u00e4tsstandard gegeben sein, um professionelles Arbeiten zu gew\u00e4hrleisten. Im B\u00fcrokontext fallen z.B. leistungsf\u00e4hige Computer und schnelles Internet unter diese Qualit\u00e4tsstandards. Dar\u00fcber hinaus ist alles, was den Arbeitsplatz gem\u00fctlicher macht und zum Wohlf\u00fchlen beitr\u00e4gt (z.B. ansprechende Gemeinschaftsr\u00e4ume, Sofas, Tischkicker o.\u00e4.), ein dickes Plus auf der Pro-Seite.<\/p>\n<h3>6.) Das Gehalt<\/h3>\n<p>F\u00fcr viele ist es eines der ausschlaggebendsten Kriterien (wenn nicht sogar das ausschlaggebendste): das Gehalt! Selbstverst\u00e4ndlich sollte der Job ein gutes Auskommen erm\u00f6glichen, um ein Leben frei von Geldsorgen zu bestreiten. Das Gehalt spielt daher bei der Entscheidung f\u00fcr einen Job eine ma\u00dfgebliche Rolle. Dennoch sollte das Finanzielle nicht der Hauptgrund f\u00fcr die Jobwahl sein. Wer nur auf den Verdienst schaut und allen anderen Kriterien keine Beachtung schenkt, d\u00fcrfte sich irgendwann in einem Hamsterrad wiederfinden, in dem er tagein, tagaus rackert und rennt, um in der Erfolgsspur zu bleiben. Und das ist dem Privatleben alles andere als zutr\u00e4glich. Tipp: Nutze zum Gegenchecken auch unseren <a href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/gehaltsvergleich\/\">Gehaltsvergleich<\/a>.<\/p>\n<h3>7.) Die Aufgabenbereiche<\/h3>\n<p>In gro\u00dfen Konzernen ist die Aufgabenverteilung meist sehr starr und eng. Jedem Mitarbeiter wird ein spezieller Arbeitsbereich zugeschrieben. Kleinere Unternehmen hingegen verfolgen in puncto Aufgabenbereiche eine weitaus offenere Ausrichtung. Wem Abwechslung wichtig ist, der ist daher sicherlich in einem kleineren Unternehmen besser aufgehoben. Wer hingegen eine gewisse Routine braucht und sich ungern auf Neues einl\u00e4sst, der d\u00fcrfte sich in einem gr\u00f6\u00dferen Unternehmen wohler f\u00fchlen.<\/p>\n<p>So oder so, diese \u00dcberlegungen sollten definitiv in die Entscheidung f\u00fcr oder gegen einen Job einflie\u00dfen!<\/p>\n<h3>8.) Schulungen und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Wer sich beruflich weiterentwickeln m\u00f6chte und schnell das Gef\u00fchl hat, auf der Stelle zu treten, sollte sich im Vorfeld immer auch \u00fcber die Schulungs- und Weiterbildungsangebote eines Unternehmens informieren. Ist das Unternehmen daran interessiert, Mitarbeiter stetig weiterzubilden und zu F\u00fchrungskr\u00e4ften auszubilden, ist das f\u00fcr all diejenigen interessant, die die Karriereleiter erklimmen m\u00f6chten. Wer hingegen diesbez\u00fcglich keine Ambitionen hat, sondern lediglich arbeitet, um zu leben, der d\u00fcrfte das Augenmerk nat\u00fcrlich weniger auf die Weiterbildungsprogramme richten. Auch die Gewichtung dieses Entscheidungskriteriums ist daher eine Typfrage. Ganz au\u00dfer Acht lassen, sollte man es jedoch nicht. Denn auch wenn man derzeit keine Karriere-Ambitionen hegt, ist es doch gut, wenn die Option zumindest gegeben ist. Wer wei\u00df schlie\u00dflich, was die Zukunft bringt!?<\/p>\n<h3>9.) Die Aufstiegsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>In Erg\u00e4nzung zu Punkt 8 soll auch das Kriterium &#8222;Aufstiegsm\u00f6glichkeiten&#8220; noch einmal konkret aufgegriffen werden. Nicht nur, dass ein Unternehmen Weiterbildungsprogramme anbieten sollte, es sollte seinen Mitarbeitern zudem auch tats\u00e4chlich die Option bieten, durch Weiterbildungen aufzusteigen. Daher sollten immer auch die konkreten Entwicklungs- und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten in die \u00dcberlegungen Pro\/Contra Job einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch hier gilt: Nur weil man aktuell diesbez\u00fcglich keine Ambitionen hegt, bedeutet das nicht zwangsl\u00e4ufig, dass es so bleibt. Da ist es gut, zumindest die Option zu haben, irgendwann doch noch die Karriereleiter erklimmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>10.) Die M\u00f6glichkeit zur Selbstverwirklichung<\/h3>\n<p>In einem &#8222;guten&#8220; Job sollte man sich immer auch selbst verwirklichen k\u00f6nnen und die M\u00f6glichkeit haben, sein volles Potenzial auszusch\u00f6pfen. Wer tagein, tagaus nur stupide T\u00e4tigkeiten ausf\u00fchren muss, langweilt sich irgendwann. Die Folge: Man ist weniger aufmerksam, &#8222;verwelkt&#8220; geistig gewisserma\u00dfen. Selbst wenn man die Arbeit also nur als Mittel zum Zweck betrachtet, sollte sie einen dennoch ausreichend fordern und erf\u00fcllen.<\/p>\n<h3>11.) Der Standort<\/h3>\n<p>Auch der Standort ist ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Jobwahl. Ob man bereit ist, einen weiten Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, ist erneut eine Typfrage. Inwiefern ein hoher Lohn die t\u00e4glich &#8222;verlorene&#8220; Zeit durch das Pendeln aufwiegen kann, muss jeder selbst f\u00fcr sich entscheiden. Eines sollte man sich jedoch vor Augen f\u00fchren: Durch einen langen Arbeitsweg b\u00fc\u00dft man jede Menge Zeit mit der Familie und den Freunden ein, es geht somit viel Lebensqualit\u00e4t verloren.<\/p>\n<h3>12.) Der Arbeitsplatz<\/h3>\n<p>Der Arbeitsplatz sollte ebenfalls unter die Lupe genommen werden. Wem es schwerf\u00e4llt, sich bei &#8222;Dauerbeschallung&#8220; zu konzentrieren, der sollte von einem Job in einem Gro\u00dfraumb\u00fcro besser Abstand nehmen. Wer hingegen den Austausch mit Kollegen sch\u00e4tzt und braucht, der d\u00fcrfte sich in einem Einzelb\u00fcro recht verloren vorkommen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die r\u00e4umlichen Gegebenheiten spielen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle. Auch das Umfeld sollte in Augenschein genommen werden. Gibt es im Umkreis eine Auswahl an Restaurants oder bleibt allein die Kantine (wenn \u00fcberhaupt)? Gibt es einen Park, in den man sich in der Mittagspause zur\u00fcckziehen und ggf. ein paar Runden drehen kann? Sind Gesch\u00e4fte in der N\u00e4he, in denen sich zwischendurch schnell ein paar Eink\u00e4ufe erledigen lassen? Hier gilt es abzuw\u00e4gen, was einem wichtig ist. Denn auch das Umfeld tr\u00e4gt einen Teil zum pers\u00f6nlichen Wohlbefinden im Job bei.<\/p>\n<h3>13.) Die Parkm\u00f6glichkeiten und\/oder die Anbindung an \u00f6ffentliche Verkehrsmittel<\/h3>\n<p>Wer mit dem Auto zur Arbeit fahren m\u00f6chte, sollte das Umfeld zudem auf ausreichend kostenlose Parkm\u00f6glichkeiten checken. Fallen evtl. Zusatzkosten in Form von Parkgeb\u00fchren an? Dann sollten diese nicht untersch\u00e4tzt werden. Muss man irgendwo in der Pampa parken und zu Fu\u00df weitergehen? Auch das sollte man bedenken. In Innenst\u00e4dten ist die Parkplatzsuche zudem m\u00f6glicherweise sehr schwer. Eine Anfahrt mit dem Pkw ist in diesem Fall vielleicht sogar gar nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Aber auch wer mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen m\u00f6chte, sollte das Umfeld im Vorfeld auf Bushaltestellen \u00fcberpr\u00fcfen. Auch die Anbindung sollte gecheckt werden. Auf umst\u00e4ndliche Verbindungen mit mehrmaligem Umsteigen und\/oder einem langen Fu\u00dfmarsch t\u00e4glich haben schlie\u00dflich sicherlich die wenigsten Lust.<\/p>\n<h3>14.) Die Flexibilit\u00e4t bei Arbeitszeit und Arbeitsort<\/h3>\n<p>In Zeiten von <a href=\"http:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/new-work-arbeitsmodelle-von-morgen\">New Work<\/a> legen immer mehr Menschen gro\u00dfen Wert auf Selbstbestimmung \u2013 sowohl bei den Arbeitszeiten als auch beim Arbeitsort. Daher sollte man sich immer auch die Frage stellen, wie es mit der Flexibilit\u00e4t des Arbeitgebers aussieht. Wer sich gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Flexibilit\u00e4t w\u00fcnscht, sollte auf einen Arbeitgeber setzen, der Gleitzeit, Home-Office-M\u00f6glichkeiten oder gar Remote-Working anbietet. Vor allem, wenn es darum geht, Familie und Beruf zu vereinbaren, ist die Flexibilit\u00e4t des Arbeitgebers ein ganz wesentliches Entscheidungskriterium.<\/p>\n<h3>15.) Die Urlaubs- und \u00dcberstundenregelung<\/h3>\n<p>Zwei weitere, nicht unerhebliche Entscheidungskriterien sind die Urlaubstage und die \u00dcberstundenregelungen. Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland bei einer 5-Tage-Woche 20 Urlaubstage pro Jahr \u2013 die obere Grenze ist jedoch offen. Von daher gibt es gro\u00dfe Unterschiede und jede Menge Verhandlungsspielraum, wie viele Tage Urlaub einem vertraglich zugesichert werden.<\/p>\n<p>In die \u00dcberlegungen f\u00fcr oder gegen einen Job sollte zudem immer auch die \u00dcberstundenregelung einbezogen werden. Sind \u00dcberstunden mit dem Vertrag abgegolten oder werden sie aufgeschrieben? Werden die \u00dcberstunden ausgezahlt oder k\u00f6nnen sie in zus\u00e4tzliche Urlaubstage umgewandelt werden?<\/p>\n<p>Wer \u00fcber ein Jobangebot nachdenkt, sollte daher immer im Hinterkopf behalten, was als Arbeitszeit definiert wird.<\/p>\n<h3>16.) Zusch\u00fcsse und Boni<\/h3>\n<p>Noch mehr Verhandlungsspielraum als die Anzahl an Urlaubstagen und die \u00dcberstundenregelung bieten die Regelungen zu leistungsbezogenen Boni und sonstigen Zusch\u00fcssen. F\u00fcr Boni gilt: Die Leistung f\u00fcr die Auszahlung der Boni sollte auf jeden Fall vertraglich genau festgelegt sein, um dem Arbeitgeber keinen subjektiven Spielraum zu \u00fcberlassen. M\u00f6chte sich der Arbeitgeber nicht festnageln lassen, ist durchaus Skepsis angebracht.<\/p>\n<p>Auch Zusch\u00fcsse wie z.B. ein Firmenwagen plus Tankkarte, die Kosten\u00fcbernahme von Kindereinrichtungen, B\u00fcromaterial oder Kleidergeld k\u00f6nnen wesentliche Entscheidungskriterien darstellen. Zus\u00e4tzliche Sozialleistungen und Weihnachtsgeld sind ebenfalls gute Argumente, die auf der Pro-Seite verbucht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>17.) Die Kollegen und die Arbeitsatmosph\u00e4re<\/h3>\n<p>Mit Kollegen verbringt man mehr Zeit als mit dem Partner und der Familie. Daher sollte nat\u00fcrlich die Arbeitsatmosph\u00e4re stimmen. Oftmals lernt man bei Vorstellungsgespr\u00e4chen bereits die Kollegen kennen. Ist der erste Eindruck negativ, sollte dieser Fakt nicht au\u00dfer Acht gelassen werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte man sich nur f\u00fcr einen Job entscheiden, bei dem man auch ein gutes Gef\u00fchl hat. Ein gutes Betriebsklima stellt daher f\u00fcr viele eines der wichtigsten Kriterien im Job dar.<\/p>\n<h3>18.) Die Work-Life-Balance<\/h3>\n<p>Immer mehr (vor allem j\u00fcngere) Menschen sind bereit zugunsten einer ausgeglichenen Work-Life-Balance auch ein niedrigeres Gehalt in Kauf zu nehmen. Ob man lebt, um zu arbeiten oder arbeitet, um zu leben, sollte zwar eigentlich keine Frage sein. Dennoch gibt es Unternehmen, die ihre Mitarbeiter stark in ihrer Freizeit einschr\u00e4nken &#8211; sei es durch jede Menge \u00dcberstunden oder durch eine permanente Erreichbarkeit, die vorausgesetzt wird.<\/p>\n<p>Auch hier gilt es zum einen, geschickt zu verhandeln und sich z.B. Gleitzeit-Regelungen oder Home-Office-M\u00f6glichkeiten vetraglich zusichern zu lassen. Zum anderen ist es auch hier wieder ratsam, Bewertungs-Portale zu nutzen, um etwas \u00fcber die Work-Life-Balance in Erfahrung zu bringen.<\/p>\n<h3>19.) Die (familienfreundliche) Unternehmenspolitik<\/h3>\n<p>Vor allem f\u00fcr Frauen spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine gro\u00dfe Rolle bei der Jobwahl. Aber auch immer mehr M\u00e4nner beantragen Elternzeit. Inwiefern der potenzielle neue Arbeitgeber eine familienfreundliche Unternehmenspolitik an den Tag legt, stellt daher ebenfalls ein wesentliches Entscheidungskriterium Pro\/Contra Job dar.<\/p>\n<p>Die familienfreundliche Unternehmenspolitik sollte sich hierbei nicht ausschlie\u00dflich auf die Gr\u00fcndung einer neuen Familie beziehen, sondern z.B. auch die Pflege kranker Angeh\u00f6riger einschlie\u00dfen. Die M\u00f6glichkeit einer vor\u00fcbergehenden Teilzeitbesch\u00e4ftigung kann in diesem Fall z.B. eine gro\u00dfe Entlastung darstellen. Erweist sich das Unternehmen als familienfreundlich, ist das somit ein dickes Plus!<\/p>\n<h3>20.) Die Jobsicherheit<\/h3>\n<p>Laut einer <a href=\"https:\/\/universumglobal.com\/de\">Universum-Fachkr\u00e4fte-Studie aus dem Jahr 2014<\/a> ist den meisten Arbeitnehmern vor allem eines wichtig: die Jobsicherheit! Auch sie stellt daher ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Jobwahl dar.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der Entschluss f\u00fcr oder gegen einen Job sollte niemals nur auf dem Verdienst basieren. Nat\u00fcrlich ist Geld wichtig und selbstverst\u00e4ndlich sollte man angemessen entlohnt werden, dennoch sollten weitere Kriterien mit in die Entscheidung Pro\/Contra Job einflie\u00dfen. Faktoren wie die N\u00e4he zum Arbeitsplatz, eine flexible Arbeitsgestaltung, eine ausgeglichene Work-Life-Balance etc. m\u00f6gen vielleicht teilweise zun\u00e4chst nach wenig aussehen, sie tragen jedoch ihr Wesentliches zu einer hohen Lebensqualit\u00e4t bei. Nichtsdestotrotz sind die Entscheidungskriterien nat\u00fcrlich immer auch von der jeweiligen Lebenssituation und den individuellen Bed\u00fcrfnissen abh\u00e4ngig. Wir k\u00f6nnen euch daher pauschal also lediglich folgendes mit auf den Weg geben: Augen auf bei der Jobwahl![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Was ist euch bei der Jobwahl besonders wichtig? Wir freuen uns \u00fcber eure Kommentare![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;Quellen&#8220; tab_id=&#8220;1592895464953-5f64ab4d-2f64&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Berufsbildung (BIBB): Warum werden Berufe nicht gew\u00e4hlt? Die Relevanz von Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung <a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/veroeffentlichungen\/de\/publication\/show\/9795\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> https:\/\/www.bibb.de\/veroeffentlichungen\/de\/publication\/show\/9795<\/a> (abgerufen am 23. Juni 2020)<\/li>\n<li>ZEIT Campus: Entscheidungskriterien f\u00fcr die Berufswahl: Das ist auch wichtig! <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/campus\/2017\/s1\/entscheidungskriterien-berufswahl-gehalt-aufgaben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.zeit.de\/campus\/2017\/s1\/entscheidungskriterien-berufswahl-gehalt-aufgaben<\/a> (abgerufen am 23. Juni 2020)<\/li>\n<li>Statista Konsumentenbefragung: Umfrage zur Relevanz von Faktoren bei der Arbeitgeberwahl 2017 <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/prognosen\/1016143\/umfrage-zur-relevanz-von-faktoren-bei-der-arbeitgeberwahl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.statista.com\/prognosen\/1016143\/umfrage-zur-relevanz-von-faktoren-bei-der-arbeitgeberwahl<\/a> (abgerufen am 23. Juni 2020)<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_accordion][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Die 20 wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Jobwahl\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/entscheidungskriterien-bei-der-jobwahl\/#more-2057\" aria-label=\"Mehr zu Die 20 wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Jobwahl\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2058,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[55],"tags":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"6d8b8307b13c403ea68b997f34723704","server":"","url":"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/6d8b8307b13c403ea68b997f34723704"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2057"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2057\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}