{"id":3378,"date":"2019-11-08T15:33:48","date_gmt":"2019-11-08T14:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/?p=3378"},"modified":"2021-08-10T13:57:47","modified_gmt":"2021-08-10T11:57:47","slug":"bewusster-durch-den-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/bewusster-durch-den-alltag\/","title":{"rendered":"Bewusster durch den Alltag &#8211; So l\u00e4sst du Ablenkungen keine Chance"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir sind im t\u00e4glichen Leben immer mehr umgeben von Dingen, die uns ablenken k\u00f6nnen. Das Ganze ist unserer Vorliebe zu immer mehr Komfort geschuldet \u2013 an einem ereignislosen Dienstagabend kommt es uns gerade recht, dass die n\u00e4chste Stunde der Berieselung mit Medien jeglicher Art nur einen Fingerdruck oder gar ein Sprachkommando weit entfernt ist.<\/p>\n<p>Doch auch, wenn wir nicht gerade bewusst nach Unterhaltung suchen, wirkt die Allgegenwart von Medieninhalten, Erreichbarkeit und Informationen auf uns ein. In jeder Lebenslage und Situation k\u00f6nnen wir in einer Sekunde die digitale Welt betreten.<\/p>\n<p>Dass das auch negative Auswirkungen hat, ist l\u00e4ngst bekannt. Dennoch ist es sehr schwierig, die Gewohnheiten diesbez\u00fcglich umzustellen und sich bewusster damit zu besch\u00e4ftigen, um so direkter im Hier und Jetzt zu leben, den Fokus nicht zu verlieren.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Ablenkungen im Alltag: Digitale Medien und das st\u00e4ndige Rauschen<\/h2>\n<p>Die digitalen Medien, die unser Leben erobert haben, haben unglaublich viele Vorteile. Informationen, die zuvor den Blick in ein Lexikon oder sogar eine Recherche in der Bibliothek vorausgesetzt h\u00e4tten, sind nun in Sekundenschnelle auffindbar \u2013 gedruckte Enzyklop\u00e4dien sind <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wissen-traditionslexikon-im-modernen-gewand.1162.de.html?dram:article_id=272856\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schnee von gestern<\/a>.<\/p>\n<p>Auch die Erreichbarkeit von Freunden und Familie in jeder Situation, egal wo wir uns befinden, hat vieles im Alltag leichter gemacht. Momente, die sonst von Leere und Langeweile gepr\u00e4gt gewesen w\u00e4ren, lassen sich nun auf Wunsch mit Unterhaltung f\u00fcllen. Die Auswahl an Informationen, Medieninhalten und sozialen Verkn\u00fcpfungsm\u00f6glichkeiten ist schier unvorstellbar gro\u00df. So gro\u00df, dass f\u00fcr alle Vorlieben in jeder Situation immer genau das Passende auffindbar ist.<\/p>\n<p>Doch dadurch, gemeinsam mit der Tatsache, dass die Endger\u00e4te zum Abrufen dieser endlosen Str\u00f6mung an Inhalten zu unseren st\u00e4ndigen Begleitern geworden sind, ist auch ein Potential f\u00fcr negative Einfl\u00fcsse auf unser Leben herangewachsen.<\/p>\n<p>Nie war es so einfach, sich von den wichtigen Dingen des Lebens ablenken zu lassen, sei es mit Absicht, unbewusst oder zwanghaft, weil es schon zu einer <a href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/welche-angewohnheit-solltest-du-dringend-unterlassen.html\">schlechten Gewohnheit<\/a> geworden ist. Vor allem die beiden letzteren Umst\u00e4nde werden durch die Art der Verf\u00fcgbarkeit der Inhalte stark erleichtert. Im Grunde ist es h\u00e4ufig sogar eher beabsichtigt, diese Verhaltensmuster heraufzubeschw\u00f6ren.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Der Algorithmus steuert unser Verhalten<\/h2>\n<p>Zwar denken wir alle, wir h\u00e4tten st\u00e4ndig selbst die Kontrolle dar\u00fcber, wie wir Medien konsumieren, doch das ist h\u00e4ufig weit von der Realit\u00e4t entfernt. Oft geschieht es eher unbewusst, weshalb wir nicht einmal realisieren, wie viel Zeit jedes einzelnen Tages ohne wirkliches Ziel daf\u00fcr aufgebracht und somit im Grund verschwendet wird.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Grund daf\u00fcr ist die Gestaltung der Plattformen und sozialen Netzwerke im Internet. Sowohl Netzwerke wie Facebook oder Instagram, als auch Medienplattformen wie YouTube sind so gestaltet, dass Nutzer m\u00f6glichst viel Zeit darauf verbringen.<\/p>\n<p>Da das der einzige Weg f\u00fcr die Betreiber ist, Geld zu verdienen \u2013 die Werbeeinnahmen steigen linear mit der durchschnittlichen Besuchszeit der Nutzer an \u2013 ergreifen sie jegliche Ma\u00dfnahmen, die ihnen zur Verf\u00fcgung stehen, um ihre Einnahmen zu maximieren.<\/p>\n<p>Dadurch sind Algorithmen entstanden, die die <a href=\"https:\/\/webcare.plus\/algorithmen-social-media\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorlieben der Benutzer im Grunde besser verstehen<\/a>, als sie es selbst tun. Der Newsfeed oder die YouTube-Empfehlungen, sowie die vorgeschlagenen Inhalte auf der Startseite sind stets durch die Sammlung und Analyse der Nutzerdaten so ausgew\u00e4hlt, dass es am wahrscheinlichsten ist, dass man auf der Seite verbleibt und ein Video nach dem anderen anschaut.<\/p>\n<p>Viele sind nun sicherlich der Meinung, selbst die Kontrolle \u00fcber die Konsumgewohnheiten auf Netflix und Co zu haben, aber zumindest einen gewissen Einfluss haben die Methoden der Seiten in jedem Fall. Da schon die Videos auf der Startseite der App oder Homepage <a href=\"https:\/\/www.fluter.de\/was-macht-youtube-mit-meinen-daten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit Hilfe personalisierter Informationen<\/a> ausgew\u00e4hlt werden, ist die gesamte Erfahrung eines Besuchs darauf zugeschnitten, uns zu einem weiteren Klick auf Inhalte zu verleiten.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den Neuigkeiten-Feeds der gro\u00dfen sozialen Netzwerke, die schon seit einiger Zeit auf allen Plattformen ihr Design auf eine endlose Liste umgestellt haben. Egal, wie weit man auf Facebook nach unten scrollt, es kommen immer neue und mehr Inhalte.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Suchtverhalten und Small Talk<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;3381&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Der andere Grund f\u00fcr den Kontrollverlust ist das Suchtverhalten, das durch soziale Medien ausgel\u00f6st werden kann. Besonders bei j\u00fcngeren Menschen ist die Selbstdarstellung in den Apps ein wichtiger Teil des Lebens geworden.<\/p>\n<p>Die st\u00e4ndige positive R\u00fcckmeldung mit Likes motiviert dazu, mehr und mehr eigene Beitr\u00e4ge und Bilder hochzuladen. \u201e<a href=\"https:\/\/wirtschaftslexikon.gabler.de\/definition\/instant-gratification-37515\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Instant gratification<\/a>\u201c nennen Psychologen und Sozialwissenschaftler diesen Effekt \u2013 eine gro\u00dfe Anzahl Likes oder eine Reaktion von Idolen befriedigt mit einem kurzen Aussto\u00df von Dopamin das Gehirn. Das kann zu einer Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchren.<\/p>\n<p>Denn es entsteht ein interner Drang, st\u00e4ndig an den Aktivit\u00e4ten auf den Netzwerken teilzunehmen, neue beliebte Bilder zu teilen und nichts zu verpassen. Da sich dadurch die Priorit\u00e4ten auf das digitale Publikum verlagern, kann es auch zu schwerwiegenden Folgen wie Depressionen kommen.<\/p>\n<p>Gleiches gilt f\u00fcr die digitalen Nachrichtendienste wie WhatsApp oder iMessage. Die st\u00e4ndige Erreichbarkeit wird dort auf die Spitze getrieben. Was urspr\u00fcnglich ein positiver Aspekt mobiler Kommunikation war, f\u00fchrt nun in vielen F\u00e4llen dazu, dass der stetige Austausch kurzer Nachrichten von fr\u00fch bis sp\u00e4t wiederholt den Griff zum Smartphone n\u00f6tig macht.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Negative Auswirkungen der st\u00e4ndigen Berieselung<\/h2>\n<p>Es kann also in Extremf\u00e4llen zu einem zumindest sucht\u00e4hnlichen Verhalten kommen, wenn zu viel Zeit in digitale Medien investiert wird. Doch auch, wenn es nicht die Form solcher Ausnahmef\u00e4lle annimmt, hat die zunehmende Verwendung von Handy, Laptop und Co einen sp\u00fcrbaren negativen Einfluss auf unser Leben.<\/p>\n<p>Wenn man sich \u00fcberlegt, wie viel Zeit wir t\u00e4glich vor Computerbildschirm und Smartphone verbringen, d\u00fcrfte eigentlich schon klar sein, dass sich dadurch auch unser Denken und unsere Gewohnheiten ver\u00e4ndern, auch wenn wir das vielleicht nicht wahrhaben wollen.<\/p>\n<p>Durch eine intensive Handynutzung und ausgedehnte Besuche in digitalen Plattformen lassen wir schlechte Angewohnheiten in unser Leben, die leider zu h\u00e4ufig dazu f\u00fchren, dass wir im Alltag sowohl unser Potential nicht voll aussch\u00f6pfen, als auch weniger Fokus auf die echte Welt um uns herum legen.<\/p>\n<p><strong>Das kann man in vielen F\u00e4llen an direkten Symptomen festmachen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Weniger Zeit f\u00fcr das Leben:<\/strong> Kurz gesagt \u2013 jede Minute, die wir mit Smartphone und Computer verbringen, ohne eine wichtige Aufgabe damit zu erledigen oder ganz bewusst ein Unterhaltungsmedium zu konsumieren, fehlt uns dann vom Rest des Tages. Es ist also Lebenszeit, die man weder mit sinnvollen, erf\u00fcllenden Aktivit\u00e4ten verbringt, noch dazu nutzt, sich wirklich bewusst auszuruhen.<\/li>\n<li><strong>Verschieberitis:<\/strong> Wichtige Zeit ohne Produktivit\u00e4t verstreichen zu lassen ist ohnehin ein Problem, mit dem viele von uns zu k\u00e4mpfen haben. Wenn dann noch st\u00e4ndig ein Smartphone als Tor zu unendlicher Ablenkung in Reichweite ist, neigen wir dazu, noch <a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/Prokrastinationsambulanz\/prokrastination.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr zu prokrastinieren<\/a>. Selbst, wenn eine wichtige Aufgabe bereits angegangen wurde, wird sie immer h\u00e4ufiger unterbrochen, wenn das Handy klingelt oder man mal \u201ekurz\u201c nachsehen m\u00f6chte, was es Neues auf Facebook gibt.<\/li>\n<li><strong>Zeitverschwendung ohne Nutzen:<\/strong> Man verliert sehr leicht das Zeitgef\u00fchl. Da st\u00e4ndig neue Inhalte verf\u00fcgbar sind, durch die man sich nach und nach durchklicken kann, sind zwanzig Minuten im Handumdrehen verstrichen, obwohl man vielleicht urspr\u00fcnglich nur ein zweimin\u00fctiges Video anschauen wollte. \u2028Da man damit auch h\u00e4ufig Medien konsumiert, ohne dies explizit zu beabsichtigen, verliert man sehr viel Zeit, ohne tats\u00e4chlichen Nutzen davon zu tragen.<\/li>\n<li><strong>Vereinsamung: <\/strong>Das klingt nat\u00fcrlich drastisch und ist nicht unbedingt immer die Folge. Es ist aber eine Tatsache, dass wir dank der dauerhaften Verbindung mit sofortigem Austausch von Neuigkeiten \u00fcber SMS und Chat-Gruppen weniger Fokus auf direkten Kontakt mit Menschen legen. Auf der einen Seite sp\u00fcren wir seltener das Verlangen, uns mit jemandem zu treffen oder zu telefonieren, da die meisten Themen bereits per Kurznachrichten oder Post auf sozialen Netzwerken abgehandelt werden. Auf der anderen Seite fokussieren wir uns nicht auf die Zweisamkeit mit Freunden, wenn wir nebenbei vermehrt in das Handy schauen.<\/li>\n<li><strong>Zweckloses \u201eZappen\u201c:<\/strong> Der Begriff kommt noch vom klassischen Fernsehen zu einer Zeit, als Inhalte uns noch von den Sendern vorgegeben wurden. Nun kann man zwar theoretisch gezielt und frei ausw\u00e4hlen, doch wirklich besser ist dies f\u00fcr unser Verhalten nicht. Durch die bereits beschriebenen Algorithmen klicken wir h\u00e4ufig ziellos durch das Netz.\u2028Wer kennt es nicht, bei Netflix l\u00e4nger nach dem n\u00e4chsten Film zu suchen, als dieser dauern w\u00fcrde?<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Digitale Ablenkungen sind nicht alles<\/h2>\n<p>Wir haben bisher viel \u00fcber Smartphones, Apps und soziale Netzwerke gesprochen. Nat\u00fcrlich sind das insbesondere in unserer modernen Zeit durchaus ein gro\u00dfer Faktor und in manchen F\u00e4llen mit Sicherheit ein sehr schwerwiegender. Aber es gibt dar\u00fcber hinaus noch viele andere Lebensbereiche, in denen wir an uns arbeiten k\u00f6nnen, um bedachter zu leben und weniger kostbare Tageszeit zu verschwenden.<\/p>\n<p>Sowohl zu Gunsten unserer Produktivit\u00e4t, wenn es um Beruf, Ausbildung oder private Projekte geht, als auch einfach, um die kleinen Freuden des Lebens und die Sch\u00f6nheit der Welt bewusster genie\u00dfen zu k\u00f6nnen \u2013 jeder sollte sich ein wenig bem\u00fchen, Fremdeinfl\u00fcssen weniger Aufmerksamkeit zu schenken.<br \/>\nVielleicht h\u00f6rt man lieber Musik, r\u00e4umt den Schreibtisch auf oder schwelgt mit alten Poesieb\u00fcchern in Erinnerungen, obwohl eigentlich eine wichtige Aufgabe ansteht. Oder man sollte die <a href=\"https:\/\/steuerzahler.de\/aktion-position\/steuerrecht\/meine-erste-steuererklaerung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steuererkl\u00e4rung vorbereiten<\/a>, die Formulare liegen schon bereit \u2013 doch stattdessen sortiert man pl\u00f6tzlich die Sockenschublade nach Farben.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;3382&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Prinzipiell ist es n\u00e4mlich egal, ob man am Smartphone h\u00e4ngt, oder geistesabwesend ein altes Micky-Maus-Heft aus der Kindheit durchbl\u00e4ttert, das man zuf\u00e4llig im Sammelregal gefunden hat \u2013 die Grundeinstellung, mit der man f\u00fcr Ablenkungen aller Art gegen\u00fcber anf\u00e4llig ist, ist das wahre Problem.<\/p>\n<p>Es ist also eine Tatsache, dass viele von uns das Leben nicht so bewusst genie\u00dfen, wie wir es tun sollten. Schlechte Gewohnheiten rund um Handy und Medien spielen dabei eine gro\u00dfe Rolle, sind jedoch nur einer von mehreren Faktoren.<\/p>\n<p>Diese m\u00f6glichst einzuschr\u00e4nken oder im Idealfall wieder vollst\u00e4ndig loszuwerden w\u00e4re also ein wichtiger Schritt in die Richtung, im Alltag bewusster durch das Leben zu gehen. Doch wie schafft man es, dem Sog der Ablenkungen im Tagesverlauf langfristig zu entgehen? [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Bewusster Leben? So geht es!<\/h2>\n<p>Es gibt nat\u00fcrlich viele verschiedene Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Einfach nur das Smartphone \u00f6fter wegzulegen ist noch nicht die halbe Miete \u2013 auch, wenn es nat\u00fcrlich hilfreich ist.<\/p>\n<p>Eine umfassende Ver\u00e4nderung des Lebensstils in allen Aspekten ist notwendig, wenn man seine Lebenszeit bewusster nutzen m\u00f6chte. Die Einschr\u00e4nkung der Medienabh\u00e4ngigkeit ist dabei nur ein kleiner Schritt \u2013 aber ein sehr wichtiger, um weitere Umstellungen \u00fcberhaupt zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Damit das auch m\u00f6glichst gut funktioniert, geben wir Tipps in zwei Schritten \u2013 zuerst, wie die Verwendung digitaler Ger\u00e4te im Alltag m\u00f6glichst schmerzfrei reduziert werden kann. Darauf folgen einige Ideen, wie man seine eigene Einstellung und Verhaltensmuster so anpassen kann, um jede Stunde eines Tages fokussierter und bewusster zu nutzen.<\/p>\n<p><strong>Tipps zum bewussteren Umgang mit Medien und Internet<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Medienkonsum generell strikter einschr\u00e4nken:<\/strong> Das kann man schaffen, indem man sich auf bewussten Konsum fokussiert und sich stets darauf zur\u00fcckbesinnt. So kann man sich angew\u00f6hnen, sich die Frage zu stellen, ob man eine Sendung im Fernsehen oder ein Onlinevideo auch Video gezielt angeschaut h\u00e4tte, wenn man vorher davon erfahren h\u00e4tte, anstatt es zuf\u00e4llig zu entdecken.<br \/>\nDas kann beispielsweise funktionieren, indem man sich bestimmte Serien oder Filme bewusst aussucht und sich einen bestimmten Termin vornimmt um diese zu sehen \u2013 und ansonsten von Fernseher oder Streaming-Diensten fernbleibt.<\/li>\n<li><strong>Die Angst, etwas zu verpassen abstellen: <\/strong>Das ist ein wichtiger Grund, warum man immer wieder nachpr\u00fcft, was es gerade so Neues gibt. Man hat <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/fomo-und-die-folgen\/1667972\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Gef\u00fchl, etwas zu verpassen<\/a>. Besonders bei belebten Gruppenchats ist das der Fall \u2013 der Drang, an der sozialen Interaktion teilzunehmen, ist ganz nat\u00fcrlich. Doch wer ein gesundes Verh\u00e4ltnis zu den Freunden hat, muss nicht st\u00e4ndig im Chat oder auf Facebook auf dem Laufenden bleiben und mitreden \u2013 das wahre Leben spielt sich dort n\u00e4mlich nicht ab.<\/li>\n<li><strong>Ablenkungen keine Chance geben:<\/strong> \u00c4u\u00dfere Einflussm\u00f6glichkeiten bewusst und von vorneherein eliminieren ist eventuell ein wichtiger Schritt, um sich dazu zu zwingen, sich wieder mehr auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren.<br \/>\nWenn es zu Beginn schwerf\u00e4llt, muss man vielleicht bewusst Ma\u00dfnahmen ergreifen, um nicht jeden Moment in Verf\u00fchrung zu geraten. Wenn man am Rechner eine Hausarbeit schreiben muss, ist die st\u00e4ndige Pr\u00e4senz des Internets vielleicht zu verlockend \u2013 dann kann es helfen, in der Zeit in der man schreibt, die Netzwerkverbindung einfach zu deaktivieren. Gleiches gilt f\u00fcr den Flugzeugmodus am Handy.<br \/>\nWenn das Smartphone ein st\u00e4ndiger Stolperstein ist und ein kurzer Blick auf die Uhrzeit dazu verleitet, auch die Nachrichten und danach die neusten Instagram-Posts zu checken, dann ist es vielleicht eine gute Idee, daf\u00fcr wieder zur <a href=\"https:\/\/www.1-2-3.tv\/Uhren\/Uhrenratgeber\/Analoguhren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klassischen Form der Zeitmessung<\/a> zur\u00fcckzukehren. Mit einer Analoguhr am Arm hat man die Uhrzeit stets im Blick, ohne dann nebenbei neue Nachrichten oder Stories angezeigt zu bekommen. Das verhindert, dass man spontan wieder im Telefon versinkt, obwohl man dies gar nicht vorhatte.<\/li>\n<li><strong>Buch f\u00fchren?<\/strong> Es gibt Apps, die beispielsweise z\u00e4hlen, wie oft man sein Handy am Tag entsperrt hat. Wer ganz gro\u00dfe Probleme bei der Selbstkontrolle hat, kann sich sogar mit einer Maximalanzahl limitieren. Nat\u00fcrlich kann man dies auch mit allen anderen Formen der Ablenkung machen, zur Not auch ganz klassisch auf Papier.<br \/>\nDamit kann man sich einmal bewusstmachen, wie oft man tats\u00e4chlich pro Tag zum Handy greift, einen Blick auf Facebook wirft oder generell Absichten f\u00fcr etwas anderes unterbricht. Durch diese Realisierung \u2013 eventuell sogar eine Art Schock-Therapie \u2013 f\u00e4llt es m\u00f6glicherweise leichter, sich klar und deutlich f\u00fcr eine Reduzierung der Ablenkungen zu entscheiden und das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Tipps zum Umstellen von allgemeinen Gewohnheiten:<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>To-do Liste und Tagespl\u00e4ne:<\/strong> In einen Tagesplan wird man wohl kaum \u201evierunddrei\u00dfig Mal Instagram-Feed checken\u201c schreiben. Wichtig ist dabei, diesem vollkommen strikt zu folgen. Wenn etwas anderes einf\u00e4llt, sollte man dies sofort auf die Liste setzen anstatt es einfach spontan zu beginnen \u2013 so stellt man sicher, dass man eine Aufgabe tats\u00e4chlich vollendet, anstatt sich auf die n\u00e4chste Sache zu st\u00fcrzen.<\/li>\n<li><strong>Auch gezielt entspannen:<\/strong> W\u00e4hrend man in das Smartphone starrt, macht man zwar nicht wirklich etwas Anstrengendes, aber entspannend ist das auch nicht. Daher ist es wichtig, sich bewusst Zeit zu nehmen f\u00fcr Ruhephasen und sich dann m\u00f6glichst darauf konzentrieren. Im Umkehrschluss hat man dann auch mehr Energie f\u00fcr wichtige Aufgaben und kann diese motivierter angehen, wodurch man weniger empfindlich f\u00fcr Ablenkungen ist.<\/li>\n<li><strong>Die richtige Balance finden:<\/strong> Wer h\u00e4ufig prokrastiniert kennt es: Man dr\u00fcckt sich mit kleinen Ablenkungen beispielsweise f\u00fcnf Stunden vor einer Aufgabe, die eigentlich zwei Stunden in Anspruch nehmen w\u00fcrde \u2013 wenn man ihr tats\u00e4chlich die volle Aufmerksamkeit widmet. Stattdessen erledigt man weder die anstehende Arbeit, noch kommt man tats\u00e4chlich dazu, sich zu entspannen.<br \/>\nDaher ist es wichtig, lieber zwei Stunden Arbeit und drei Stunden Freizeit ganz bewusst anzusetzen \u2013 davon hat man in beiden Aspekten deutlich mehr.<\/li>\n<li><strong>Gesund essen und genug trinken:<\/strong> Wer wenig Energie hat, kann sich schlecht konzentrieren und hat wenig Motivation, gro\u00dfe Aufgaben anzugehen, seien sie noch so wichtig. Daher ist es wichtig, sich grunds\u00e4tzlich fit zu f\u00fchlen \u2013 das macht alles, was sich sonst anstrengend anf\u00fchlt, deutlich leichter.<\/li>\n<li><strong>Multitasking m\u00f6glichst reduzieren:<\/strong> Zwar redet man sich gerne ein, dass man es gut kann, aber in Wirklichkeit ist es h\u00e4ufig eher hinderlich. Vor allem wenn man wei\u00df, dass man Probleme dabei hat, Pl\u00e4ne produktiv durchzuziehen, sollte man vermeiden, mehrere Projekte gleichzeitig zu starten. Das kann man sich auch als Lebensmotto vornehmen \u2013 Lieber eine Sache richtig und mit vollem Fokus erledigen, als mehrere Dinge halbgar anzugehen.<\/li>\n<li><strong>Familie und Kinder einbeziehen:<\/strong> Wer eine Familie hat, kann beispielsweise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gemeinsam mit den Kindern \u00fcben, sich von zu vielen Ablenkungen fern zu halten. So kann man den eigenen Gewohnheiten zu Leibe r\u00fccken und gleichzeitig die Kinder zu einem gesunden Konsumverhalten gegen\u00fcber Medien erziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]Bildquellen:<br \/>\nBild 1: <a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/close-up-of-woman-hands-making-frame-gesture-with-sunrise-on-moutain-female-capturing-the-sunrise-future-planning-sunlight-outdoor\/185271940?asset_id=185271940\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">oatawa<\/a> \/ stock.adobe.com<br \/>\nBild 2: <a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/parchen-kommuniziert-mit-dem-handy\/59255901?asset_id=59255901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Racle Fotodesign<\/a> \/ stock.adobe.com<br \/>\nBild 3: <a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/emotional-burnout-mournful-female-freelancer-putting-in-order-paper-cups-and-sitting-at-table\/208872429?asset_id=208872429\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Viachesla Iakobchuk<\/a> \/ stock.adobe.com[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Bewusster durch den Alltag &#8211; So l\u00e4sst du Ablenkungen keine Chance\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/bewusster-durch-den-alltag\/#more-3378\" aria-label=\"Mehr zu Bewusster durch den Alltag &#8211; So l\u00e4sst du Ablenkungen keine Chance\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3380,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[59],"tags":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"96e3b0f299d14936a0fca5dec7bb2486","server":"","url":"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/96e3b0f299d14936a0fca5dec7bb2486"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3378"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3378"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3378\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3380"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}