{"id":3755,"date":"2020-09-15T16:51:43","date_gmt":"2020-09-15T14:51:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/?p=3755"},"modified":"2021-08-10T13:31:32","modified_gmt":"2021-08-10T11:31:32","slug":"scheitern-als-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/scheitern-als-chance\/","title":{"rendered":"Weshalb Scheitern kein Weltuntergang ist, sondern eine Chance"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"bs-intro\">Wir alle sind im Leben schon einmal bei irgendetwas gescheitert \u2013 sei es im Sport, im Job, in Beziehungen etc. Jeder Mensch kennt also das Gef\u00fchl der Niederlage. Doch nicht jeder wei\u00df damit umzugehen. W\u00e4hrend die einen verzagen, mit sich hadern und in Selbstzweifel verfallen, betrachten andere solche Misserfolge als Chance. Und das ist im Grunde genau richtig. Weshalb auch ihr Scheitern nicht als Weltuntergang, sondern als Chance betrachten solltet, das verraten wir euch in diesem Artikel.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<div id=\"toc_container\" class=\"no_bullets\"><p class=\"toc_title\">Inhaltsverzeichnis<\/p><ul class=\"toc_list\"><li><a href=\"#Weshalb_wir_immer_gewinnen_wollen\">Weshalb wir immer gewinnen wollen<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie_sich_Misserfolge_in_Chancen_umwandeln_lassen\">Wie sich Misserfolge in Chancen umwandeln lassen<\/a><\/li><li><a href=\"#Fazit\">Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/div>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Weshalb_wir_immer_gewinnen_wollen\">Weshalb wir immer gewinnen wollen<\/span><\/h2>\n<p>Wir alle wollen am liebsten immer gewinnen. Doch Verlieren geh\u00f6rt zum Leben dazu. Und Niederlagen haben wahrlich viele Gesichter. Sie zeigen sich beispielsweise in Gestalt von sportlichen Niederlagen, beruflichen R\u00fcckschl\u00e4gen oder gescheiterten Beziehungen. All diese Misserfolge haben jedoch etwas gemeinsam: sie zehren an uns, sie machen uns traurig, sie l\u00e4hmen uns \u2013 zumindest zeitweise. Und das ist im Grunde eine ad\u00e4quate Reaktion, schlie\u00dflich geh\u00f6rt die Gef\u00fchlsebene der Trauer und der Entt\u00e4uschung zur Bew\u00e4ltigung und Verarbeitung von Niederlagen dazu. Wichtig ist jedoch, sich in Zeiten der Niederlage nicht vollkommen und vor allem nicht l\u00e4ngerfristig h\u00e4ngen zu lassen. Andernfalls schl\u00e4gt uns der Misserfolg nachhaltig aufs Selbstbewusstsein.<\/p>\n<p>Nach einer ad\u00e4quaten Erstreaktion aus Trauer und Entt\u00e4uschung, ja manchmal sogar Wut, sollte man also unbedingt wieder nach vorne blicken. Fehler reflektieren, abhaken und weitermachen lautet die Devise. Nur leider f\u00e4llt genau das vielen schwer.<\/p>\n<h3>Die Angst, erneut zu versagen, hat eine l\u00e4hmende Wirkung<\/h3>\n<p>Aber weshalb ist das so? Weshalb f\u00e4llt es uns so schwer, Niederlagen wegzustecken? Nun, Fehler zu machen ist hierzulande stark mit Scham und Schuldgef\u00fchlen verbunden. Psychologen zufolge gr\u00fcndet die Angst zu verlieren bereits auf der Kindheit. Schlie\u00dflich wird uns bereits in fr\u00fchesten Jahren oftmals (mehr oder weniger unterschwellig) suggeriert, dass wir im Grunde selbst schuld sind an unseren Misserfolgen, die sich beispielsweise in Form von schlechten Noten einstellen. &#8222;H\u00e4ttest du mal besser gelernt&#8220;, geben Erwachsene ihren Kindern dann allzu gerne mit auf den Weg. Und dieser als Ratschlag verpackte Vorwurf ist auch im Erwachsenenalter noch pr\u00e4sent in unseren K\u00f6pfen. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr \u00e4hnliche Situationen, die wir im Kindesalter erleben, wie z.B. St\u00fcrze (&#8222;H\u00e4ttest du mal langsam gemacht&#8220;) oder Niederlagen im Sport (&#8222;H\u00e4ttest du mal mehr trainiert&#8220;). Uns von all diesen unterschwelligen Vorw\u00fcrfen zu l\u00f6sen, f\u00e4llt uns auch im Erwachsenenalter schwer. Die Angst zu versagen entfaltet somit auch bei uns Erwachsenen immer noch (oder sogar verst\u00e4rkt) ihre Wirkung.<\/p>\n<h3>Gewinnambitionen entstehen in der Kindheit<\/h3>\n<p>Schon als Kinder entwickeln wir also oftmals einen ganz besonderen Ehrgeiz und wollen es allen zeigen \u2013 einschlie\u00dflich uns selbst. Viele Kinder stellen basierend auf diesem kindlichen Ehrgeiz daher richtig hohe Anspr\u00fcche an sich. Sie m\u00f6chten sich, ihrer Umwelt und vor allem ihren Eltern beweisen, wie selbst\u00e4ndig sie sind. Man strebt im Kindesalter also im Grunde nach Anerkennung f\u00fcr das Geleistete. Sp\u00e4ter entwickelt sich daraus dann das Streben nach Erfolg.<\/p>\n<h3>Hormonschub sorgt f\u00fcr Gl\u00fccksgef\u00fchl<\/h3>\n<p>Manche Menschen sind fast schon s\u00fcchtig danach, zu gewinnen. Und in der Tat beschert Erfolg ein gewisses Hochgef\u00fchl, das man am liebsten immer wieder erleben m\u00f6chte. Denn gewinnt man, wird das Belohnungszentrum des Gehirns stimuliert und die Stimmung wird deutlich gesteigert. Gl\u00fcckshormone werden freigesetzt und je gr\u00f6\u00dfer der Erfolg, desto besser ist die Stimmung.<\/p>\n<p>Im Umkehrschluss hei\u00dft das aber eben auch: je gr\u00f6\u00dfer die Niederlage, desto tiefer der Stimmungsabfall. Und je tiefer der Stimmungsabfall, desto schwieriger f\u00e4llt es uns, die Niederlage zu bew\u00e4ltigen und sogar als Chance zu betrachten.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Wie_sich_Misserfolge_in_Chancen_umwandeln_lassen\">Wie sich Misserfolge in Chancen umwandeln lassen<\/span><\/h2>\n<p>Der erste Schritt, um einen Misserfolg in eine Chance umzuwandeln, ist das eigene Missgeschick zu akzeptieren. Was in der Theorie einfach klingt, ist doch so schwer in die Praxis umzusetzen. Wer gibt schon gerne einen Fehler zu!? Viel lieber geben wir doch den Umst\u00e4nden oder gar anderen Menschen die Schuld (oder zumindest eine Mitschuld). Auf diese Weise lassen sich Misserfolge jedoch nicht in Chancen umwandeln. Vielmehr ist eine selbstkritische Haltung essentiell, um Niederlagen nicht nur abzuhaken, sondern sogar noch einen Lerneffekt zu erzielen. Es gilt also, eigene Fehler anzuerkennen. Auf diese Weise nimmt man ihnen die Kraft und kann sie letztlich in etwas Positives umgestalten.<\/p>\n<p>Denn wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: aus Fehlern lernt man. Das gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr Niederlagen. Wer Misserfolge selbstkritisch reflektiert, wird vielleicht das ein oder andere finden, das er h\u00e4tte anders und besser machen k\u00f6nnen. Auch wenn man also einmal nicht gewinnt, ist man wenigstens um eine wertvolle Erfahrung reicher.<\/p>\n<p>Zugegeben, das ist anfangs nur ein schwacher bis gar kein Trost. Dennoch ist es wichtig, dass sich diese Einsicht irgendwann einstellt. Nat\u00fcrlich nicht sofort, aber nach einer angemessenen Phase der Trauer und Entt\u00e4uschung. Erst und nur dann kann es gelingen, einen Misserfolg tats\u00e4chlich in eine neue Chance umzuwandeln.<\/p>\n<p>Auf keinen Fall sollte man die eigenen Misserfolge und Niederlagen indessen verdr\u00e4ngen oder vergleichbare Situationen k\u00fcnftig meiden. Die Angst, denselben Fehler wom\u00f6glich noch einmal zu begehen, sollte keinesfalls die Oberhand gewinnen. Denn dies w\u00e4re der erste Schritt zum Stillstand. Und Stillstand ist bekanntlich R\u00fcckschritt.<\/p>\n<h3>Erfahrung mitnehmen und nach vorne blicken<\/h3>\n<p>Es gilt also quasi den gesamten Saft aus der Zitrone zu pressen, in die man bei\u00dfen musste. Und das gelingt, indem man Fehler im Grunde nicht als Fehler betrachtet, sondern vielmehr als Erfahrung verbucht, die zwar unangenehm und schmerzlich war, im Nachhinein jedoch zu einem h\u00f6heren Wissen gef\u00fchrt hat. Denn wer sich selbstkritisch mit einem Misserfolg auseinandersetzt, kann wichtige Erkenntnisse gewinnen. Zu analysieren, in welcher Situation man wom\u00f6glich anders h\u00e4tte handeln sollen, hilft schlie\u00dflich dabei, den gleichen Fehler nicht erneut zu begehen. Vielmehr wird man f\u00fcr \u00e4hnliche Situationen k\u00fcnftig ger\u00fcstet sein und wird abgekl\u00e4rter handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Man sollte sich also im Grunde nicht fragen, WARUM (&#8222;Warum ich?&#8220;) man einen Fehler gemacht hat, sondern WOZU (&#8222;Wozu war dieser Misserfolg gut?&#8220;). Denn wohingegen die Frage nach dem Warum ein endg\u00fcltiges Scheitern impliziert, l\u00e4sst die Frage nach dem Wozu einen Sinn erkennen. Der Misserfolg wird in diesem Fall nicht als endg\u00fcltiges Scheitern, sondern als eine wichtige Station auf einem Weg, der ein Ziel verfolgt, betrachtet. Und allein dies macht bereits Mut, den Weg weiterzugehen und ihn letztlich doch noch zu Ende zu bringen. Man holt sich also gewisserma\u00dfen die Handlungskontrolle zur\u00fcck, indem man den Misserfolg lediglich als Zwischenstation betrachtet.<\/p>\n<h3>Positive Grundeinstellung wichtig<\/h3>\n<p>Ebenso wichtig wie eine selbstkritische Fehleranalyse ist es also, die richtige Grundeinstellung einzunehmen und wieder positiv nach vorne zu blicken. Wer permanent mit den Fehlern der Vergangenheit hadert, ist im Kopf nicht frei f\u00fcr Neues. Daher gilt: Misserfolge sollten irgendwann auch abgehakt werden. Es bringt nichts, die Situation gedanklich immer und immer wieder durchzuspielen und alte Emotionen hochkochen zu lassen. Nur wer mit sich und den Fehlern der Vergangenheit im Reinen ist, kann der Zukunft positiv begegnen.<\/p>\n<p>Wer Schwierigkeiten hat, zu einer positiven Grundeinstellung zur\u00fcckzufinden, der sollte sich einmal ganz konkret vor Augen f\u00fchren, was in der letzten Zeit gut lief und worauf er stolz sein kann. Da gibt es mit Sicherheit einiges \u2013 und das beschert einem ein gutes Gef\u00fchl. Genau dieses gute Gef\u00fchl kann dabei helfen, den Misserfolg, mit dem man hadert, gedanklich endlich abzusch\u00fctteln und zuversichtlich nach vorne zu blicken.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_message message_box_style=&#8220;3d&#8220; style=&#8220;square&#8220;]\u00dcbrigens:<\/p>\n<p>Wissenschaftliche <a href=\"https:\/\/www.sciencedaily.com\/releases\/2007\/07\/070702084247.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien<\/a> einiger Psychologen der Universit\u00e4t von Exeter ergaben, dass das Fr\u00fchwarnsystem im Gehirn innerhalb von nur 0,1 Sekunden reagiert, wenn wir dabei sind eine Handlung zu wiederholen, mit der wir in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben. Dieses Fr\u00fchwarnsystem reagiert demnach sofort und verhindert, dass wir den gleichen Fehler erneut begehen. Sich Fehler bewusst zu machen und selbstkritisch-reflektiert vor Augen zu f\u00fchren, verhindert den Erkenntnissen der Wissenschaftler zufolge also in der Tat, dass wir diese Fehler ein weiteres Mal begehen.[\/vc_message][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h2><span id=\"Fazit\">Fazit<\/span><\/h2>\n<p>Scheitern ist kein Weltuntergang. Vielmehr birgt es die Chance, dazuzulernen. Schon Oscar Wilde wusste: &#8222;Wer Fehler gemacht hat, hat meistens nur Erfahrung gesammelt&#8220;.<\/p>\n<p>Es gilt also, Fehler und Niederlagen selbstkritisch zu analysieren und daraus zu lernen. Denn gelingt es uns, die eigenen Misserfolge in Chancen umzuwandeln, werden wir bald nicht mehr zur\u00fcck blicken \u2013 sondern nur noch nach vorne![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Weshalb Scheitern kein Weltuntergang ist, sondern eine Chance\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/scheitern-als-chance\/#more-3755\" aria-label=\"Mehr zu Weshalb Scheitern kein Weltuntergang ist, sondern eine Chance\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3765,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[55,58],"tags":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"35cd908e972a47c88b110a3a159aae24","server":"","url":"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/35cd908e972a47c88b110a3a159aae24"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3755"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3755"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3755\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}