{"id":960,"date":"2017-12-15T12:11:32","date_gmt":"2017-12-15T11:11:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/?p=960"},"modified":"2021-08-10T15:26:37","modified_gmt":"2021-08-10T13:26:37","slug":"leben-wie-es-zum-individuum-passt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/leben-wie-es-zum-individuum-passt\/","title":{"rendered":"Leben, so wie es zum Individuum passt"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"bs-intro\">Mehr denn je stehen die Menschen heute unter dem Einfluss der Massenmedien, die ihnen erkl\u00e4ren, wie sie ihr Leben zu f\u00fchren haben. Das Aussehen, die Karriere, die Produkte, die wir kaufen und konsumieren sollen, all das ist mittlerweile durch unsere Rezeption des Internets, von Zeitschriften, Fernsehen und anderen Medien beeinflusst und gepr\u00e4gt. Doch wie f\u00fchrt man \u00fcberhaupt trotz dieser \u00e4u\u00dferen Beeinflussung ein weitgehend eigenst\u00e4ndiges Leben mit einem eigenen Konzept? Wie schaffen wir es, halbwegs unabh\u00e4ngig zu bleiben, ohne gleich eine gesellschaftsfeindliche Anti-Haltung zu entwickeln? Hier geben wir Tipps und Anhaltspunkte, wie dieser Weg gelingen kann und erkl\u00e4ren, warum es so schwierig ist, diesen zu gehen.<\/p>\n<h2>Was unser Leben bestimmt<\/h2>\n<p>Was ist es denn \u00fcberhaupt, was unser Leben weitgehend bestimmt? Einen der Aspekte haben wir bereits in der Einleitung gesehen: Die Massenmedien haben heutzutage einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Einfluss auf unsere Art, die Dinge zu sehen und sogar auf unser Handeln. Dabei nehmen wir diese Manipulation nicht einmal unbedingt wahr, worauf wir noch eingehen werden. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Unsere Herkunft legt den Grundstein<\/h3>\n<p>Unser Leben wird nat\u00fcrlich weiterhin von vielen anderen Faktoren bestimmt. Die famili\u00e4re Herkunft etwa pr\u00e4gt uns charakterlich enorm, genauso in unseren Vorstellungen von Werten, W\u00fcnschen, \u00c4ngsten und Pl\u00e4nen. Schlie\u00dflich ist Erziehung <a href=\"http:\/\/www.biologie-schule.de\/konditionierung.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine Art der Konditionierung<\/a>. Das bedeutet, dass wir f\u00fcr ein bestimmtes Verhalten von unseren Erziehungsberechtigten belohnt werden. Diese Belohnung erfolgt aber in aller Regel nur dann, wenn wir uns nach ihren Vorstellungen von einem w\u00fcnschenswerten Betragen richten.<\/p>\n<p>Verhalten wir uns allerdings von diesen Vorstellungen abweichend, kann es sein, dass eine Art der Sanktionierung die Folge ist. Dadurch, dass wir also einen Katalog von Normen erlernen, der in aller Regel dem der Eltern entspricht, entwickeln wir uns schon in eine bestimmte Richtung. Die grunds\u00e4tzliche Pr\u00e4gung ist also famili\u00e4r. In aller Regel erleben wir in unserer Pubert\u00e4t eine Phase der Rebellion gegen die Eltern \u2013 auf Dauer ist die Wirkmacht der elterlichen Ansichten aber nichtsdestotrotz kaum zu leugnen.<\/p>\n<p>Auch Individuen, die glauben, dass sie von diesen Einfl\u00fcssen frei w\u00e4ren, sind es meist nicht wirklich. So grunds\u00e4tzlich, wie wir unsere Werte und Glaubenss\u00e4tze mit uns herumtragen, sind wir kaum in der Lage, die Natur ihrer Herkunft stets zu reflektieren. Wie sollte man dies auch leisten? Sich st\u00e4ndig damit auseinanderzusetzen hie\u00dfe auch, sie st\u00e4ndig zu hinterfragen. Das k\u00e4me letztendlich einer subjektiven moralischen Bankrotterkl\u00e4rung gleich. Und wer will die schon abgeben?[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Wo sind wir geboren?<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;962&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Noch viel grunds\u00e4tzlicher als die Frage der individuellen Erziehung ist, wo und unter welchen Umst\u00e4nden wir geboren wurden. Denn es h\u00e4ngt auch von der jeweiligen Kultur ab, welche Werte von dem Gro\u00dfteil der Eltern vermittelt werden. Die Frage von Wohlstand und Armut h\u00e4ngt hiermit eng zusammen.<\/p>\n<p>Werden wir in Mitteleuropa geboren, haben wir meist das Gl\u00fcck, in relativem Wohlstand aufzuwachsen, stammen wir etwa aus Zentralafrika, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir materiell beg\u00fctert sind, wesentlich geringer. Auch weitere Merkmale unserer Identit\u00e4t h\u00e4ngen nicht unwesentlich mit der Frage der geographischen Herkunft zusammen: Welcher Religion wir angeh\u00f6ren, welche Hautfarbe wir haben und welche klimatischen Bedingungen wir gewohnheitsm\u00e4\u00dfig kennen, h\u00e4ngt damit zusammen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens leider auch die Bildungschancen \u2013 nicht nur, aber auch in Deutschland <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/datenreport-2016\/225936\/sozialstatus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">h\u00e4ngt die Bildung vor allem vom sozialen Status ab<\/a> und nicht zuletzt vom Einkommen. Aus diesem Grunde sind einige der lebensbestimmenden Umst\u00e4nde schon dann definiert, wenn wir gerade erst geboren werden \u2013 an sich keine besonders erquickliche Tatsache.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Schule, Bildung und Arbeit<\/h3>\n<p>Die Schulzeit bestimmt neben unseren grunds\u00e4tzlichen Talenten, in welchen F\u00e4chern wir stark sein werden und wo unsere Abneigungen liegen. Das h\u00e4ngt ganz oft auch an den Pers\u00f6nlichkeiten unserer Lehrerinnen und Lehrer uns unsere Beziehungen zu ihnen. Auch die Schulart ist nat\u00fcrlich ganz wichtig f\u00fcr unseren Berufsweg \u2013 Gymnasiasten etwa studieren h\u00e4ufig nach dem Abitur, w\u00e4hrend viele Realsch\u00fclerinnen nach wie vor eine Ausbildung machen.<\/p>\n<p>Durch die vorherigen Weichenstellungen und gesellschaftlichen Vorgaben ist es nach wie vor bei den meisten Menschen so, dass sie in ihrem Arbeitsleben vor allem glauben, viel Geld verdienen zu m\u00fcssen, um bestimmte Luxusg\u00fcter erwerben zu k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich dienen diese auch als Statussymbole. Ohne Arbeit geht in unserer Gesellschaft so gut wie gar nichts. Denn unsere Existenz h\u00e4ngt in allen Belangen davon ab. Schlie\u00dflich m\u00f6chten wir irgendwann einmal auch in Rente gehen. Wir wollen unseren Familien Wohlstand bieten k\u00f6nnen und auch ab und an in den Urlaub fahren \u2013 klar.<\/p>\n<p>Dabei ist der Job, den wir bekommen k\u00f6nnen, von unserer Ausbildung abh\u00e4ngig, also vor allem von unseren Qualifikationen und damit wiederum der Bildung, die wir genossen haben. Dies bedeutet nat\u00fcrlich, dass die Chancen von vorne herein gesetzt sind und es f\u00fcr arme Menschen umso schwieriger ist, sp\u00e4ter ein gutes Auskommen zu generieren. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Gesellschaft und Medien<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;963&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Abgesehen von diesen recht harten Fakten gibt es eine Wirkmacht, die wir nicht ignorieren sollten und die trotz ihrer teilweise recht subtilen <a href=\"http:\/\/ap-verlag.de\/social-media-einfluss-auf-kaufentscheidungen-waechst\/35919\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Art, uns zu beeinflussen<\/a> in ihrer Gr\u00f6\u00dfe kaum \u00fcbersch\u00e4tzt werden kann. Denn die Gesellschaft und ihre Vorstellungen von einem korrekten Lebensweg haben doch einen recht immensen Einfluss auf uns.<\/p>\n<p>Egal, ob es um modische Ideen geht oder um moralische Diskussionen, ob es um die sch\u00f6nsten Urlaubsziele oder den Stellenwert bestimmter Luxusg\u00fcter geht: Wir handeln oftmals nach diesen gesellschaftlichen Vorgaben, ohne es zu wissen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Medien. Gerade durch ihre Allgegenw\u00e4rtigkeit und die St\u00e4rke der sozialen Medien in Punkto Interaktion sind wir dem Medientrubel permanent ausgesetzt. Das ist an sich keineswegs per se schlecht. Negativ wirkt sich der Einfluss, der auf uns wirkt nur dann aus, wenn die Informationen nicht reflektiert werden. Denken wir allerdings \u00fcber sie nach, k\u00f6nnen wir mehr Kontrolle dar\u00fcber gewinnen.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Selbstbestimmt \u00fcber die Arbeit entscheiden<\/h2>\n<p>Wie also k\u00f6nnen wir zu einer gr\u00f6\u00dferen Eigenst\u00e4ndigkeit in unserem Leben kommen? Nun, da wir, zumindest, wenn wir in Vollzeit werkt\u00e4tig sind, mindestens acht Stunden am Tag arbeiten, k\u00f6nnen wir wom\u00f6glich hier einen Ansatzpunkt finden.<\/p>\n<p>Dabei sieht der Weg der meisten Menschen trotz aller gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen relativ \u00e4hnlich aus: Nach ihrer Ausbildung, respektive dem Studium, arbeiten sie in der Regel \u2013 und machen etwa ein oder maximal zwei Mal im Jahr Urlaub. Aber ansonsten haben sie f\u00fcr ihre pers\u00f6nliche Entwicklung ziemlich wenig Zeit. Woher sollte sie auch kommen? Nach der Arbeit sind wir in aller Regel noch mit Alltagsaufgaben besch\u00e4ftigt. Dazu z\u00e4hlen Beh\u00f6rdeng\u00e4nge, Versicherungsfragen, Eink\u00e4ufe, die \u00fcblichen Hausarbeiten und vieles mehr.<\/p>\n<p>Das Sozialleben kommt dann oft schon zu kurz \u2013 ein paar Stunden bleiben f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit unseren Liebsten \u00fcbrig. Oft geraten wir in einen immer gleichen Alltagsstrudel, aus dem es kein Entkommen gibt. Oder doch? Was, wenn wir grunds\u00e4tzlich \u00fcberdenken m\u00fcssen, ob die Arbeit tats\u00e4chlich den L\u00f6wenanteil unseres Tages verschlucken soll?<\/p>\n<p>Was, wenn wir unsere Einstellung dazu \u00fcberdenken k\u00f6nnten? Was, wenn wir beschlie\u00dfen, unsere Perspektive auf die Arbeit zu ver\u00e4ndern? Das beginnt selbstverst\u00e4ndlich mit dem Willen dazu. Wer zufrieden ist mit der normalen Arbeitswelt, braucht sich \u00fcber derartige Anst\u00f6\u00dfe keine Gedanken zu machen. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Burnout \u2013 ein Symptom der modernen Gesellschaft<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;964&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Doch selbst dann sollte man die Folgen, die ein ewig ehrgeiziges Verhalten im Beruf haben kann, realistisch in Betracht ziehen und \u00fcberlegen, ob diese es wert sind. Obgleich man dem Burnout-Syndrom in der Medizin noch immer keine eigene Diagnose zugesprochen hat, ist es dennoch nicht zu leugnen, dass die \u00d6ffentlichkeit sich aus einem einfachen Grund mit diesem besch\u00e4ftigt. Denn immer mehr Menschen leiden an Burnout.<\/p>\n<p>Das ehemalige \u00dcberma\u00df an Produktivit\u00e4t sackt bei den Erkrankten v\u00f6llig in sich zusammen. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/selbstausbeutung-han\/-\/id=661224\/did=14832682\/nid=661224\/1k09lg6\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Manche Philosophen w\u00fcrden dies Selbstausbeutung nennen<\/a> \u2013 und wie bei jeder Ausbeutung ist die Quelle irgendwann versiegt. Danach folgt der Zusammenbruch. Burnout-Erkrankte empfinden selbst die kleinen Alltagsaufgaben als immense Kraftanstrengungen. Nat\u00fcrlich ist nicht gesagt, dass jeder Mensch, der viel arbeitet, automatisch an Burnout erkranken muss. Doch die Gefahr ist vorhanden \u2013 und die Tatsache, dass die Krankenzahlen steigen, weckt in dieser Hinsicht leider keine gro\u00dfe Hoffnung, dass dies gesamtgesellschaftlich in naher Zukunft wesentlich besser wird.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Die sogenannte Work-Life-Balance<\/h3>\n<p>Aus diesem Grunde sollte man sich einmal mit einer wirklich individuellen Besch\u00e4ftigung mit dem Thema Arbeit auseinandersetzen. Uns allen ist klar, dass wir ohne Arbeit beziehungsweise den daraus resultierenden Lohn keine Versorgung haben. Diese brauchen wir aber zwingend als Lebensgrundlage, um unsere Wohnung und alle anderen vermeintlichen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten zu bezahlen. Die Frage ist aber: Wie gestalten wir unsere Arbeit?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr m\u00fcssen wir zun\u00e4chst einen immer popul\u00e4rer werdenden Terminus bem\u00fchen, der sich durch die Berichterstattung zur Arbeitswelt wie ein roter Faden zieht. Dieses Wort lautet: Work-Life-Balance und bezeichnet nichts anderes als die Kunst, zwischen dem Anteil an Arbeit und dem eigentlichen Leben, auszutarieren.<\/p>\n<p>Gibt es \u00fcberhaupt eine pauschale Work-Life-Balance? Die Antwort auf diese Frage ist nat\u00fcrlich ein eindeutiges Nein. Da wir alle sehr unterschiedlich sind, z\u00e4hlen hierbei auch die Zeiten, die wir f\u00fcr unser Privatleben ben\u00f6tigen. W\u00e4hrend manche Menschen frei nach Kant am liebsten arbeiten, empfinden es andere als Belastung und brauchen viel Zeit, um sich davon auszuruhen.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Eine Auszeit bringt neue Perspektiven<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;965&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Was spricht zum Beispiel dagegen, mal aus der Routine auszubrechen und mit angespartem Geld <a href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/solltest-du-dir-dringend-mal-eine-auszeit-nehmen.html\">eine Auszeit zu nehmen<\/a>, etwa um zu reisen? Es tut gut, wom\u00f6glich bei der Reise in einen anderen Teil der Erde mal die Perspektive zu wechseln. Warum zum Beispiel nicht einen Rucksacktrip durch S\u00fcdostasien wagen und dort das Leben neu entdecken? Nat\u00fcrlich kann man in dieser Zeit auch Geld verdienen \u2013 doch wie gl\u00fccklich macht uns Geld \u00fcberhaupt? Wahrscheinlich nicht gl\u00fccklich genug, um dabei auf ganz neue Erfahrungen zu verzichten.<\/p>\n<p>Eine Rundreise durch \u00e4rmere Regionen der Erde kann uns lehren, den hiesigen Wohlstand nicht als Selbstverst\u00e4ndlichkeit zu nehmen \u2013 eine Lektion, die von immensem Wert sein kann. Denn wohl den meisten von uns d\u00fcrfte schon einmal aufgefallen sein, dass wir uns \u00fcber die Anschaffung von Konsumg\u00fctern auf Dauer kaum noch wirklich freuen k\u00f6nnen. Vielmehr kaufen wir Gegenst\u00e4nde selbstverst\u00e4ndlich, die andernorts auf der Erde einen immensen Wert h\u00e4tten: In manchen Regionen kann dies bereits eine Flasche Wasser sein. Sieht man, dass Menschen in anderen Teilen der Erde mit ganz anderen Gegebenheiten klarkommen m\u00fcssen und nichtsdestotrotz einen zufriedenen Eindruck machen, k\u00f6nnte sich auch die eigene Einstellung \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Apropos R\u00fcckkehr: Nat\u00fcrlich stehen wir vor einigen Problemen, wenn wir unseren ehemaligen Arbeitsplatz im Zuge des Sabbaticals aufgegeben haben und einen neuen finden m\u00fcssen. Selbstverst\u00e4ndlich sehen potenzielle Arbeitgeber dann, dass man nicht gerade den l\u00fcckenlosen Lebenslauf anbieten kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, genau zu wissen, <a href=\"https:\/\/www.lebenslauf.de\/ratgeber\/luecken-im-lebenslauf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie man eine Auszeit sinnvoll erkl\u00e4ren kann<\/a>. Heutzutage werden etwa Auslandserfahrungen, auch im Rahmen einer ausgedehnteren Reise von Personalern durchaus positiv bewertet. Der Blick \u00fcber den Tellerrand tr\u00e4gt zur Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit bei und gerade die \u201eWeichen F\u00e4higkeiten\u201c spielen heute eine gro\u00dfe Rolle. Wer vor seiner Reise dennoch skeptisch ist, kann bewusst auch einen Sprachkurs mit einplanen. Auch Nachweise \u00fcber eine Arbeitst\u00e4tigkeit im Ausland \u2013 und sei es nur als Work-and-Travel \u2013 k\u00f6nnen die L\u00fccke im Lebenslauf schnell in eine sinnvolle Phase zur pers\u00f6nlichen Weiterentwicklung verwandeln.<br \/>\nAbgesehen von der Reise kann man eine Auszeit nat\u00fcrlich auch k\u00fcrzer gestalten, ohne gleich einen anderen Kontinent aufsuchen zu m\u00fcssen. So kann man zahlreichen Hobbies nachgehen, Verwandte besuchen oder nimmt sich Zeit, um sich beispielsweise ehrenamtlich engagieren \u2013 auch auf diese Weise ist eine Neuerfahrung des eigenen bisherigen Daseins zu finden.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Wie lebe ich mein Privatleben?<\/h2>\n<p>Eine \u00e4hnlich schwierige Frage wie die nach der Arbeitswelt ist die nach einem erf\u00fcllten Privatleben. Denn heutzutage werden wir auch in dieser Hinsicht st\u00e4ndig medial belagert, wie wir zu leben, zu denken und zu f\u00fchlen haben. Die Vielzahl der Vorstellungen, die uns pr\u00e4sentiert werden, ist enorm. Eindeutige und hilfreiche Ratschl\u00e4ge findet man kaum \u2013 und richtig ist: Die heutigen Freiheit in der Ausgestaltung f\u00fchren bei vielen Menschen zu einer absoluten \u00dcberforderung. Schlie\u00dflich gibt es heute, ohne diese bef\u00fcrworten zu wollen, nicht mehr die ganz gro\u00dfen moralischen und festen Instanzen.<\/p>\n<p>Die Kirche hat nicht mehr die gesellschaftliche Deutungshoheit, der Staat gibt uns heute nur noch wenige Leitlinien vor: Der Kompass ist weg. Das hat aber einen gro\u00dfen Vorteil: Wir k\u00f6nnen unseres eigenen Gl\u00fcckes Schmiedes sein und verf\u00fcgen \u00fcber ganz andere Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, als dies noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Freiheit nutzen statt \u00dcberforderung versp\u00fcren<\/h3>\n<p>Diese Freiheit muss man nat\u00fcrlich zu nutzen wissen. Statt sich durch die sogenannte Multioptions-Gesellschaft \u00fcberfordert zu f\u00fchlen, sollten wir uns ganz klar dar\u00fcber sein, welche M\u00f6glichkeiten wir heute haben.<\/p>\n<p>Nehmen wir nur etwa beispielhaft die weltweit seltene Option, sich ganz nach den eigenen W\u00fcnschen ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. Da es hierzulande keinen Mangel an Nahrungsmitteln gibt, sollten wir uns mit Ern\u00e4hrung auch im Detail besch\u00e4ftigen. Gerade f\u00fcr die unter uns, die gern Sport treiben, ist eine vollwertige und nachhaltige Ern\u00e4hrung von gro\u00dfer Bedeutung. Dabei sind die <a href=\"http:\/\/www.dge.de\/ernaehrungspraxis\/vollwertige-ernaehrung\/10-regeln-der-dge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hinweise der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung<\/a> nicht unbedingt immer empfehlenswert. Ethische Verhaltensweisen spielen schlie\u00dflich bei der Nahrung eine zunehmende Rolle, so etwa bei Vegetariern und Veganern.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Sexualit\u00e4t und Partnerschaft<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;966&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Wir sind mittlerweile auch viel freier, was Sexualit\u00e4t und Partnerschaften angeht. Anders als fr\u00fcher ist eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig junge Heirat heute kein Zwang mehr, und Nachwuchs haben zum allergr\u00f6\u00dften Teil nur noch die Menschen, die auch wirklich Kinder m\u00f6chten. Homosexualit\u00e4t wird in weiten Teilen der Gesellschaft endlich nicht mehr verteufelt, die Homo-Ehe ist legalisiert.<\/p>\n<p>Selbst die monogame Beziehung ist nicht mehr unbedingt das Ma\u00df aller Dinge. Obgleich die meisten Menschen sich am wohlsten f\u00fchlen, wenn sie in solchen Beziehungen leben, werden andere Modelle allm\u00e4hlich popul\u00e4rer. <a href=\"http:\/\/soziologieblog.hypotheses.org\/10673\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dazu z\u00e4hlt zum Beispiel die sogenannte Polyamorie<\/a>, die Beziehung mit mehreren Partnerinnen beziehungsweise Partnern.<\/p>\n<h3>Hobbies und Freizeit<\/h3>\n<p>Eine ziemlich gro\u00dfe Freiheit gibt es auch in Sachen Freizeitgestaltung. Beinahe f\u00fcr jedes erdenkliche Hobby gibt es heutzutage Interessensgemeinschaften, in denen man sich mit anderen Enthusiasten austauschen kann. Durch diesen Austausch kann man ziemlich jede Art von Freizeitgestaltung umsetzen und weiter entwickeln \u2013 das Internet macht dieses Vorgehen noch viel einfacher![\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Die Voraussetzung, um die Freiheit zu nutzen<\/h2>\n<p>Wie bei fast allen Dingen gibt es auch hier eine Kehrseite. Wie wir gerade herausgefunden haben, k\u00f6nnen wir die heutige Freiheit nutzen, um unseren Lebensweg mehr nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten. Allerdings gibt es daf\u00fcr eine Voraussetzung: Wir m\u00fcssen in der Lage sein, eine gewisse Unabh\u00e4ngigkeit von unseren bisherigen festgefahrenen Einstellungen und Ansichten zu kreieren \u2013 nur so k\u00f6nnen wir die gesellschaftliche Liberalit\u00e4t f\u00fcr unseren eigenen Lebensweg nutzen.<\/p>\n<h3>Unabh\u00e4ngig sein \u2013 nicht gegen den Strom<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;967&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][vc_column_text]Klar ist: Eine endg\u00fcltige Unabh\u00e4ngigkeit gibt es nicht. Wir sind immer abh\u00e4ngig von der Gesellschaft und den Erwartungen unserer N\u00e4chsten. Aber: Wenn wir uns die Existenz unserer Abh\u00e4ngigkeiten bewusst machen, k\u00f6nnen wir sie bis zu einem gewissen Grade reduzieren. Dazu m\u00fcssen wir notwendigerweise \u00fcber ein gewisses Selbstbewusstsein verf\u00fcgen, denn nur so haben wir die mentale St\u00e4rke, auch mit Ablehnung klar zu kommen.<\/p>\n<p>Die wird uns immer entgegenschlagen, wenn wir uns individuell positionieren und nicht auf jeden Trend aufspringen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir uns von der gesellschaftlich konditionierten Vorstellung freimachen, dass die Vorlieben der Mehrheiten automatisch auch unsere sein m\u00fcssten. Da nicht wenige Menschen aber auf jeden Zug aufspringen, der sich anbietet, werden sie unbewusst dieser Meinung sein \u2013 obwohl das gar nicht notwendigerweise eine schlechte Charaktereigenschaft sein muss. Es handelt sich hier wohl vielmehr um die Macht der Gewohnheit \u2013 auch dieses Jahr gab es ja mehr als gen\u00fcgend Gelegenheiten, zu beobachten, wie schnell der \u00fcberall propagierte Individualismus geplanten und medial verbreiteten Trends zum Opfer f\u00e4llt. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Gedanklich frei sein<\/h3>\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit geht nur mit gedanklicher Freiheit. Und diese hat nicht nur Vorteile, nein, sie kostet auch etwas. Und zwar die st\u00e4ndige F\u00e4higkeit, uns selbst zu \u00fcberpr\u00fcfen. Wann fahren wir wieder in vorgegebenen Schienen? Wann kommen die Gedanken wirklich von uns und entstehen aus uns selbst?<\/p>\n<p>Dass wir das nicht immer und jederzeit \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ist klar. Schlie\u00dflich ist die heutige Zeit viel zu schnelllebig, um derart komplexe Gedankeng\u00e4nge immer in K\u00fcrze abschlie\u00dfend zu beantworten. Es geht auch nicht darum, gesellschaftlich zu rebellieren oder aus Prinzip gegen alles zu sein. Es geht eher darum, bewusst zu leben und sich distanzieren zu k\u00f6nnen, wenn man gef\u00fchlt in Automatismen hinein ger\u00e4t. [\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Alles in allem bewegen wir uns bei dem Thema in einem Spannungsfeld. Niemals k\u00f6nnen wir nur aus unserem eigenen Willen heraus leben, niemals v\u00f6llig unabh\u00e4ngig sein. Und das m\u00fcssen wir auch nicht, denn das kann niemand \u2013 wom\u00f6glich ist das auch gut so. Ein bewussteres Leben ist es, dass wir anstreben sollten und das uns auf dem Weg zur Zufriedenheit am besten helfen kann. [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Leben, so wie es zum Individuum passt\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/leben-wie-es-zum-individuum-passt\/#more-960\" aria-label=\"Mehr zu Leben, so wie es zum Individuum passt\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":961,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58],"tags":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/960"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/960\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/961"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mein-wahres-ich.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}