10 Tipps für deinen ersten Lebenslauf

Wie heißt es so schön: Irgendwann ist immer das erste Mal. Und aller Anfang ist bekanntlich schwer. Das gilt natürlich auch für das Verfassen des ersten Lebenslaufs. Wie präsentiert man sich richtig? Welche Angaben dürfen nicht fehlen? Bewerbungsfoto ja oder nein? Fragen über Fragen, die sich sicherlich jeder stellt, der in puncto Lebenslauferstellung Prämiere feiert.

Vielleicht kannst auch du gerade ein Lied davon singen? Dann sei dir gesagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mit unseren Tipps zum Verfassen des ersten Lebenslaufs wird jedoch auch dir die Bewerbung sicherlich gelingen!

Der Lebenslauf als Visitenkarte

Viele Bewerber erachten das Anschreiben als die größte Herausforderung beim Erstellen einer Bewerbung und messen ihm die größte Bedeutung bei. Allerdings schenken Personaler dem Lebenslauf Umfragen zufolge sogar noch größere Aufmerksamkeit als dem Anschreiben. Daher sollte man beim Erstellen der Bewerbung den Lebenslauf keinesfalls vernachlässigen. Zumal der Lebenslauf meist das erste Dokument ist, das die Personalreferenten unter die Lupe nehmen. Denn vor allem größere Unternehmen, denen wahre Bewerbungsfluten ins Haus flattern, treffen anhand des Lebenslaufs bereits eine Vorauswahl, welche Bewerbungen sie überhaupt näher betrachten. Überzeugt der Lebenslauf nicht, wird die Bewerbung daher nicht selten direkt aussortiert – manchmal sogar ohne dass der Personaler überhaupt einen Blick auf das Anschreiben geworfen hat.

Der Lebenslauf ist somit die Visitenkarte eines Bewerbers. Weckt der Lebenslauf nicht das Interesse des Personalers, macht er daher das, was man auch mit Visitenkärtchen macht, die man nicht benötigt – er sortiert sie aus. Daher gilt es, dem Lebenslauf stets besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Das heißt natürlich nicht, dass das Anschreiben weniger wichtig wäre. Allerdings ist es nun einmal der Lebenslauf, der in erster Linie darüber entscheidet, ob ein Personaler eine Bewerbung ein zweites Mal in die Hand nimmt.

Damit du mit deinem Lebenslauf punktest und dir die Chance auf den Job oder zumindest das Vorstellungsgespräch bewahrst, haben wir im Folgenden ein paar hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt!

10 Tipps für deinen ersten Lebenslauf

Wer frisch auf dem Arbeitsmarkt angekommen ist, kann natürlich keine große Berufserfahrung vorweisen. Und das macht das Verfassen des Lebenslaufs nicht gerade leicht. Es gilt daher, den Personaler dennoch davon zu überzeugen, dass man trotz fehlender Erfahrung der richtige Kandidat für die Stelle ist. Wie das gelingt, verraten wir dir jetzt! Hier sind für dich die 10 besten Tipps für deinen ersten Lebenslauf:

1.) Recherche zur Branche

Wer über wenig bis gar keine Berufserfahrung verfügt, weiß oftmals nicht so genau, worauf es im angestrebten Beruf bzw. der gesamten Branche ankommt. Bevor man überhaupt mit dem Lebenslauf loslegt, sollte man sich dieses Wissen daher durch eine intensive Recherche aneignen. Nur wer sich mit der Branche und dem Aufgabenprofil des angestrebten Jobs vertraut macht, wird in der Lage sein einen ansprechenden und zielgerichteten Lebenslauf zu verfassen.

Es gilt also summa summarum sich zunächst einmal die Frage zu stellen und zu beantworten, wonach die Personalreferenten eigentlich suchen. Erst wenn man sich darüber Klarheit verschafft hat, kann man im Lebenslauf gezielt die jeweiligen Qualifikationen und Kenntnisse in den Vordergrund stellen, die für die Stelle essentiell sind. Einfach möglichst viele Fähigkeiten im Lebenslauf unterzubringen, obgleich diese für die erhoffte Stelle nicht relevant sind, ist nämlich nicht ratsam. Das könnte beim Personaler den Eindruck erwecken, der Bewerber habe sich gar nicht richtig mit der Stellenanzeige befasst, sondern einfach einen Standard-Lebenslauf versendet.

Viele Informationen lassen sich natürlich bereits aus der jeweiligen Stellenanzeigen ziehen. Die dort genannten Anforderungen an die Bewerber sollte man im Lebenslauf daher keinesfalls außer Acht lassen. Dennoch ist eine weitere Recherche immer ratsam. So viel Zeit muss sein!

2.) Recherche zum Unternehmen

In einem zweiten Schritt sollte man sich natürlich immer auch mit dem Unternehmen vertraut machen, bei dem man sich bewerben möchte. Bevor man mit dem Verfassen der Bewerbung respektive des Lebenslaufs beginnt, sollte man sich daher immer auch gründlich über das Unternehmen informieren. In erster Linie gilt es daher sich die Webseite des Unternehmens anzuschauen. Sollte das Unternehmen tatsächlich keine Webseite haben, können ggf. Bewertungsportale wie kununu hilfreich sein, in denen (ehemalige) Mitarbeiter das Unternehmen bewerten.

3.) Design erstellen

Ist die Recherche abgeschlossen, gilt es nun ein ansprechendes Design zu wählen. Layout-Vorlagen findet man im Internet in Hülle und Fülle. Sie können durchaus als Inspiration und grobes Grundgerüst dienen, sollten aber nicht komplett übernommen werden. Denn auch Personaler sind mit den einschlägigen Seiten vertraut, die solche Vorlagen anbieten. Wer eine Vorlage exakt übernimmt, erweckt dadurch also unter Umständen den Eindruck, sich nicht sonderlich viel Mühe gemacht zu haben. Es ist daher ratsam, einzelne Punkte zu verändern.

Grundsätzlich sollte sich der Lebenslauf in seiner Gestaltung stets in das Gesamtkonzept einfügen. Verwendet man auf dem Anschreiben eine Kopfzeile, sollte sich diese also beispielsweise genauso auch auf dem Lebenslauf wiederfinden. Auch das Farbkonzept sollte sich durch die gesamte Bewerbung ziehen. Das Gesamtbild muss stimmen!

Pluspunkte kann man sich z.B. sichern, indem man das Layout in der Gestaltung auf das Unternehmen abstimmt, bei dem man sich bewirbt. So suggeriert man dem Personaler, dass man sich ausführlich mit dem Unternehmen beschäftigt hat und die Bewerbung keine Massenbewerbung ist. Aber: Man sollte es dabei natürlich nicht übertreiben. Im Vordergrund steht weiterhin der Inhalt. Der Leitsatz lautet daher: form follows function!

4.) Kurz fassen

Der Lebenslauf stellt eine kompakte Übersicht über die bisherigen Stationen, Erfahrungen und die Qualifikationen dar. Er sollte daher keinesfalls zu ausführlich werden. Stichpunkte genügen. Diese sollten jedoch selbstverständlich so gewählt werden, dass sie die Fakten präzise übermitteln. Und vor allem sollten nur diejenigen Dinge im Lebenslauf hervorgehoben werden, die auch tatsächlich für die Stelle relevant sind, auf die man sich bewirbt. Kein Personaler möchte sich erst umständlich durch zahlreiche Angaben kämpfen, um zum wesentlichen Punkt zu gelangen, also den passenden Qualifikationen, die der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle mitbringt. Das Motto lautet daher: In der Kürze liegt die Würze!

5.) Unternehmen in den Vordergrund stellen

Aus dem Lebenslauf sollte klar hervorgehen, welchen Mehrwert man dem Unternehmen bieten könnte. Man sollte den Lebenslauf also nicht nur darauf ausrichten, was man kann, sondern vor allem auch darauf, wie man das eigene Wissen und die Fähigkeiten gewinnbringend für das Unternehmen einsetzen könnte. Eine genauere Beschreibung davon liefert natürlich das Anschreiben. Da die meisten Personaler jedoch zunächst den Lebenslauf sichten, um bereits eine Vorauswahl zu treffen, sollte auch aus dem Lebenslauf bereits klar hervorgehen, welchen Nutzen man für das Team und die Aufgaben bringen würde.

Im Lebenslauf sollte daher das Unternehmen im Vordergrund stehen. Soll heißen: Die Auswahl der Fähigkeiten, auf die man im Lebenslauf eingeht, sollten voll und ganz auf das künftige Aufgabenfeld ausgerichtet sein. So signalisiert man dem Personalreferenten direkt, weshalb man der perfekte Kandidat für die ausgeschriebene Stelle wäre. Die Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige sollte daher idealerweise im Lebenslauf aufgegriffen werden.

6.) Interessen, Stärken und Fähigkeiten hervorheben

Wer noch keine große Berufserfahrung gesammelt hat, sollte im Lebenslauf die persönlichen Interessen, Stärken und Fähigkeiten explizit hervorheben. Diese sollten aber selbstverständlich zum Berufsfeld passen, für das man sich bewirbt.

Wer sich seiner Stärken nicht bewusst ist und daher Schwierigkeiten hat, den Lebenslauf zu formulieren, sollte einen Blick auf den kostenlosen Interessencheck der Berufsorientierungsplattform einstieg.com werfen. Dort wird ein persönliches Profil erstellt, das beim Lebenslauf und der gesamten Bewerbung hilfreich sein kann.

7.) Außerordentliche Aktivitäten hervorheben

Um fehlende Berufserfahrung wettzumachen, sollte man in den Lebenslauf ruhig auch außerordentliche Aktivitäten einfließen lassen, denen man nachgeht bzw. denen man nachgegangen ist. Wer seiner Fußballmannschaft jahrelang als Kapitän diente oder wer vielleicht Schulsprecher o.ä. war, beweist Verantwortungsgefühl, Engagement und Teamfähigkeit. Mehr dazu auch hier.

Auch vhs-Kurse können gut und gerne in den Lebenslauf einfließen, sofern sie für die Stelle relevant sind. Schließlich zeugen solche freiwilligen Weiterbildungen von Interesse und Eigeninitiative.

8.) Praktika hervorheben

Auch freiwillige Praktika zeugen von Engagement und Initiative. Daher sollten auch Praktika in der Bewerbung hervorgehoben werden. Passen diese Praktika zur ausgeschriebenen Stelle, kann dies die entscheidende Nasenlänge Vorsprung vor den anderen Bewerbern sein. Zumindest wirkt man gegen andere, berufserfahrene Mitbewerber nicht mehr ganz so unerfahren.

9.) Auf Vollständigkeit achten

Um überhaupt für die Position in Betracht gezogen zu werden, muss der Lebenslauf unbedingt vollständig sein. Er muss also alle wichtigen Informationen über den Bewerber und dessen Fähigkeiten enthalten. Die wesentlichen Inhalte eines Lebenslaufs sind daher neben den persönlichen Daten auch der bisherige Werdegang und – falls vorhanden – zusätzliche Qualifikationen durch Weiterbildungen etc.

Es ist immer ratsam, den Entwurf des Lebenslaufs noch einmal von einem (oder mehreren) schreib- und bewerbungserfahrenen Personen gegenlesen und auf Vollständigkeit sowie auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen zu lassen. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.

10.) Freundliches Bewerbungsfoto

Ein Bewerbungsfoto ist heutzutage kein Muss mehr. Dennoch legen viele Unternehmen auch weiterhin (mehr oder weniger explizit) Wert darauf. Auch wenn die Mehrzahl der Firmen also weder auf der Unternehmenshomepage noch in der Stellenausschreibung ausdrücklich ein Bewerbungsfoto einfordert, ist es dennoch ratsam, den Lebenslauf mit einem Foto zu versehen.

Auf dem Bewerbungsfoto sollte man stets freundlich und gewinnend in die Kamera blicken. Umfragen unter Personalreferenten ergaben nämlich, dass Bewerber mit einem Lächeln wesentlich sympathischer wirken.

Das Bewerbungsfoto sollte rechts oben auf dem Lebenslauf angebracht werden.

Fazit

Das Verfassen des ersten Lebenslaufs ist kein Hexenwerk. Wer über wenig bis gar keine Erfahrung verfügt, kann dieses „Defizit“ durch außerordentliche Tätigkeiten und/oder das Hervorheben der persönlichen Interessen und Talente ausgleichen. Die Voraussetzung für einen richtig guten Lebenslauf ist jedoch eine ausführliche Recherche – zum Beruf, zur jeweiligen Branche und zum Unternehmen, bei dem man sich bewirbt. Wer gute Vorarbeit leistet und sich gründlich informiert, wird in der Lage sein einen ansprechenden Lebenslauf zu formulieren.

Tüftelst du gerade an deinem ersten Lebenslauf? Falls du Fragen, Anregungen oder weitere Tipps hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

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