Was gesunde Ernährung mit Selbstliebe zu tun hat – und wie sie gelingt

Immer wieder wird propagiert, wie wichtig gesunde Ernährung sei. Was die Meisten aber nicht wissen, ist, dass eine gesunde Ernährungsweise untrennbar mit der Selbstliebe zusammenhängt und dementsprechend auch nur im Zusammenspiel funktionieren kann. Folgend erklären wir dir, wie genau diese Beziehung aussieht und die gesunde Ernährung daher durch Selbstliebe (besser) funktionieren kann.

Sich ausgewogen zu ernähren, ist die Grundlage für ein gesundes und langes Leben, das ist kein Geheimnis. Denn nur so wird der Körper mit allen Nährstoffen versorgt, welche er benötigt und zugleich vor negativen Auswirkungen von ungesunden Lebensmitteln geschützt – zum Beispiel durch Zucker. An dieser Stelle beginnt also bereits das Zusammenspiel, denn wenn du dich selbst wirklich liebst, setzt du deinen Körper nicht solchen schädlichen Lebensmitteln aus. Das Problem an der Sache ist, dass der Schaden, welcher durch Zucker & Co entsteht, nicht direkt zu spüren ist. Stattdessen fühlst du dich im ersten Moment sogar besser, denn so ein „Zuckerkick“ erzeugt ein Glücksgefühl. Überhaupt wird ist das Essen unmittelbar an Emotionen geknüpft. Viele Menschen fühlen sich glücklich, wenn sie etwas Leckeres essen…empfinden aber anschließend vielleicht Reue, weil es zu viele Kalorien oder die Lebensmittel zu ungesund waren und sie nun ein schlechtes Gewissen haben. Genau diese Assoziation von Essen mit gewissen Emotionen macht die gesunde Ernährung oder das Abnehmen aber so schwierig.

Ernährung vs. Emotionen

Eben diese Verknüpfung ist also der Grund dafür, weshalb viele Menschen immer wieder zu ungesundem Essen greifen – obwohl sie sich eigentlich voller Entschlossenheit gesünder ernähren wollten. Wie genau jeder Mensch mit seinem Essverhalten auf bestimmte Probleme reagiert, ist dabei individuell verschieden. Den einen vergeht bei Stress der Appetit, die anderen haben mehr Hunger denn je. Die einen nehmen bei Liebeskummer viele Kilos ab, die anderen neigen zum „Frustessen“. Die einen reagieren bei Angst mit „Fressattacken“, die anderen mit Übelkeit. Diese Liste an Beispielen könnte ewig weitergeführt werden. Dass das Essen mit Emotionen verknüpft wird, hängt natürlich auch mit gewissen Vorgängen zusammen, welche durch die Stoffe im Gehirn ausgelöst werden. Es gibt also tatsächlich Lebensmittel, die zumindest kurzfristig glücklicher machen oder andere positive Empfindungen hervorrufen. Leider handelt es sich dabei aber meistens um die ungesunden Nahrungsmittel, die es bei einer gesunden Ernährung eigentlich zu meiden gilt.

Essen von den Gefühlen entkoppeln

Wichtig ist daher, dass du dir dieser Mechanismen bewusst wirst und dein Essverhalten von deinen Emotionen entkoppelst. Nur so kannst du vernünftige Entscheidungen treffen – und zwar für jene Lebensmittel, die deiner Gesundheit wirklich guttun und nicht nur kurzfristig positive Emotionen hervorrufen, langfristig aber Folgeerkrankungen wie Diabetes nach sich ziehen können. Dein Ziel sollte demnach sein, Entscheidungen hinsichtlich deiner Ernährung anhand von objektiven Kriterien zu treffen und nicht aufgrund von „Gelüsten“, wie man so schön sagt. Ernährung muss also tatsächlich im Kopf beginnen, aber das funktioniert in der Regel nur, wenn du über ausreichend Selbstliebe verfügst.

Was hat die Selbstliebe damit zu tun?

Wenn du dich nun fragst, inwiefern die Selbstliebe mit diesem Thema etwas zu tun hat, lautet die Antwort: Ob du dich selbst lieben kannst oder nicht, hängt ebenfalls stark mit deinen Emotionen zusammen. Viele Menschen lehnen sich – bewusst oder unbewusst – ab. Dadurch fühlen sie sich von Vornherein pessimistischer, unglücklicher, unsicherer…kurz gesagt: schlechter. Und je schlechter du dich fühlst, umso größer werden deine „Gelüste“ nach ungesunden Lebensmitteln wie Zucker oder Schokolade, um dir zumindest für kurze Zeit ein besseres Gefühl verleihen. Selbstliebe ist also wichtig, um deine Emotionen (besser) steuern zu können und somit auch dein Essverhalten.

Erst die Selbstliebe, dann die Ernährung!

Viele Menschen machen nun aber einen weiteren Denkfehler, und zwar reden sie sich sein: „Wenn ich schlanker bin, dann werde ich mich lieben“ – oder sie knüpfen die Selbstliebe an andere Bedingungen. Also versuchen sie sich zuerst daran, ihre Ernährung umzustellen und ihre individuellen Ziele zu erreichen, in der Hoffnung, dass dann auch das Gefühl der Selbstliebe kommt. Das funktioniert jedoch nicht, denn einerseits ist es dann umso schwieriger, die eigenen Ziele zu erreichen, was an den bereits erwähnten negativen Emotionen liegt. Andererseits kommt Selbstliebe nicht von selbst und ist auch nicht mit einer Zahl auf Waage verknüpft. Umso wichtiger ist es also, dass du zuerst an deiner Selbstliebe arbeitest. Denn dann wirst du merken, dass dir Selbstdisziplin wie beispielsweise bei einer gesunden Ernährung umso leichter fällt.

Wie eine gesunde Ernährung wirklich gelingt

Wenn du also merkst, dass du bislang Probleme damit hattest, dich gesund zu ernähren und diese Ernährungsumstellung auch allen Versuchungen zum Trotz beizubehalten, solltest du wie folgt vorgehen: Natürlich brauchst du gewisse Ziele, zum Beispiel einen Gewichtsverlust oder einfach ein verbessertes Allgemeinbefinden. Mach dir also bewusst, weshalb du dich zukünftig gesünder ernähren möchtest. Im zweiten Schritt gilt es, einen konkreten Plan zu entwerfen. Entscheide dich für eine Ernährungsweise, zum Beispiel den als sehr gesund geltenden Veganismus, und erstelle einen konkreten Ernährungsplan. Hierbei darfst du gerne auf Hilfsmittel zurückgreifen, welche dir die vegane Ernährung erleichtern, indem sie dir beispielsweise Rezeptideen oder konkrete Wochenpläne liefern. Ziel ist also, dass du dir selbst die Erreichung deiner Ziele so einfach wie möglich machst. Das gilt natürlich auch für andere Ernährungsformen wie die mediterrane Ernährung, die Low-Carb-Diät, das Kalorienzählen & Co.

(Mehr) Selbstliebe entwickeln – aber wie?

Bevor du nun aber konkret loslegst, solltest du noch einen ehrlichen Blick auf deine psychische Verfassung werfen, besonders natürlich deine Selbstliebe betreffend. Frag dich, ob du dich selbst bedingungslos liebst oder (noch) nicht. In letzterem Fall gilt es natürlich, das zu ändern. Dafür kannst du verschiedene Techniken anwenden wie dir Komplimente zu machen, ein Erfolgstagebuch zu führen, dich auf positive Erlebnisse zu fokussieren und so weiter.
Denn erst, wenn du dich schon jetzt lieben kannst, wirst du auch von innen heraus ausreichend positive Gefühle haben, um die Ernährung von deinen Emotionen entkoppeln zu können. Dadurch fällt dir eine Ernährungsumstellung leichter, denn du brauchst die ungesunden Lebensmittel nicht mehr für dein Wohlbefinden. Stattdessen wird es dir unmittelbar besser gehen – unabhängig davon, ob du deine Ziele wie eine Gewichtsabnahme schlussendlich erreichst oder nicht. Selbstliebe mag also zwar manchmal ein langer Weg sein, doch jeder Mensch kann sie finden und dann wird die gesunde Ernährung plötzlich zur Selbstverständlichkeit…einfach aus Liebe dem eigenen Körper gegenüber.

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