Kreativbewerbung vs. klassische Bewerbung: Vor- und Nachteile

Um nicht in der Bewerbungsflut unterzugehen, sondern ganz oben auf dem Stapel des Personalers zu landen, setzt so mancher Bewerber auf Kreativität. Aber ist das wirklich ratsam? Oder sticht man dadurch womöglich zu sehr aus der Masse heraus? Wann man mit einer Kreativbewerbung wirklich punkten kann und wann man besser auf eine klassische Bewerbung setzen sollte, welche Vor- und welche Nachteile beide Varianten mit sich bringen, diesen Fragen sind wir im Folgenden einmal nachgegangen.

Die klassische Bewerbung: Aufbau, Vor- und Nachteile

Eine klassische Bewerbung ist der Standard, der vor allem in konservativen Branchen erwartet wird. Daher setzen nach wie vor viele Bewerber auf diese Bewerbungsvariante. Wer die wesentlichen Anforderungen an eine klassische Bewerbung erfüllt und die formalen Vorgaben berücksichtigt, macht schließlich in der Regel nichts verkehrt.

Dennoch gilt es natürlich auch bei einer klassischen Bewerbung einiges zu beachten. Wichtig ist, dass die Bewerbung keine Standardfloskeln beinhaltet. Die formalen Ansprüche an eine Bewerbung sollten also erfüllt sein, auf abgedroschene 08/15-Floskeln gilt es jedoch auch hier zu verzichten.

Der Aufbau

Eine klassische Bewerbung besteht aus verschiedenen Dokumenten, die mit einer Bewerbungsmappe per Post verschickt werden. Bei einer klassischen Bewerbung gelten relativ strenge Regeln. Die vorgegebenen Dokumente müssen den Bewerbungsunterlagen in einer bestimmten Reihenfolge und in einem vorgegebenen Format beigefügt sein.

Zu einer vollständigen klassischen Bewerbung gehören grundsätzlich:

  1. das Bewerbungsanschreiben
  2. der Lebenslauf
  3. die Zeugnisse
  4. weitere bewerbungsrelevante Dokumente (Weiterbildungszertifikate, Bescheinigungen etc.).

Optional kann eine klassische Bewerbung noch durch ein Motivationsschreiben und ein Deckblatt ergänzt werden. Ein Bewerbungsfoto – auch wenn es heute nicht mehr verbindlich ist und nicht mehr von den Unternehmen eingefordert werden darf – rundet die klassische Bewerbung zudem ab. Es ist daher ratsam, ein Bewerbungsfoto hinzuzufügen.

Die einzelnen Punkte im Detail:

1. Das Bewerbungsanschreiben

Im Bewerbungsanschreiben einer klassischen Bewerbung sollten nach einer kurzen Einleitung die Qualifikationen, die man mitbringt, die bisherigen Erfolge, die man vorzuweisen hat, die Motivation und die weiteren Ziele konkret benannt werden. In diese vier Abschnitte gegliedert, wird das Anschreiben eine runde Sache. Es sollte daher keiner dieser Standard-Bausteine fehlen.

Einleitung: In der Einleitung gilt es, kurz die aktuelle Situation darzulegen und anzudeuten, weshalb man sich um die Stelle bewirbt.

Qualifikationen: Im zweiten Teil des Anschreibens sollten die Qualifikationen genannt werden, die man für die Stelle mitbringt. Man sollte an dieser Stelle also klar benennen, welche Fertigkeiten man erworben hat, die zu der Stelle passen.

Erfolge: Im dritten Teil des Anschreibens gilt es, die bisherigen beruflichen Erfolge aufzuzählen, z.B. anhand von Projekten, die man betreute. Falls die Berufserfahrung fehlt, können an dieser Stelle auch Beispiele aus dem Privatleben angeführt werden. Wer sich um eine Ausbildung als Erzieher/in bewirbt, darf im Bewerbungsanschreiben also z.B. durchaus erwähnen, dass er sich um seine kleinen Geschwister gekümmert oder jahrelang als Babysitter gejobbt hat.

Motivation und Ziele: Im letzten Block des Anschreibens sollte man nun auf die Motivation und die Ziele eingehen, die man verfolgt. An dieser Stelle gilt es dem Unternehmen zu erklären, warum man gerade dort arbeiten möchte.

2. Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist in tabellarischer Form zu erstellen. Es sei denn, es wird ausdrücklich eine andere Form gewünscht. Er sollte übersichtlich, lückenlos und – selbstredend – fehlerfrei sein.

3. Die Zeugnisse

Die Zeugnisse sollten niemals im Original, sondern nur als Kopie verschickt werden. Bei Arbeitszeugnissen gilt: Sie sollten in antichronologischer Reihenfolge beigefügt werden.

4. Weitere bewerbungsrelevante Dokumente

Hierunter fallen Zusatzqualifikationen wie z.B. IT-Kurse oder Sprachzertifikate. Es sollten jedoch nur die Weiterbildungszertifikate und Bescheinigungen mitgeschickt werden, die für die Stelle, auf die man sich bewirbt, relevant sind. Ob man irgendwann einmal das Seepferdchen gemacht hat, interessiert den Personaler natürlich nicht 😉

Die Bewerbungsmappe:

Wer die Bewerbung ganz klassisch auf dem Postweg versendet, benötigt natürlich auch eine Bewerbungsmappe, üblicherweise in einer zwei- oder dreifach ausklappbaren Variante aus farbigem Karton. Man sollte bei der Wahl der Bewerbungsmappe jedoch immer darauf achten, dass die Bewerbungsunterlagen auch gut entnommen werden können.

Da vor allem in großen Unternehmen unzählige Bewerbungen auf dem Tisch des Personalers landen, kann bereits der erste Eindruck darüber entscheiden, ob die Bewerbung eine weitere Durchsicht überhaupt wert ist. Die Bewerbungsmappe muss daher optisch ansprechend sein, gepflegt aussehen und darf keine Knicke aufweisen, die nicht auf dem Postweg entstanden sein könnten.

Bei der Wahl der Mappe für eine klassische Bewerbung empfiehlt es sich, auch auf klassische Farben zu setzen. Blau, Grün oder Rot bieten sich hierfür an.

Wichtig: Das Anschreiben wird nicht in der Bewerbungsmappe abgeheftet, sondern liegt obenauf.

Die Vor- und Nachteile einer klassischen Bewerbung

Vorteile:

  • Viele Arbeitgeber schätzen noch immer die standardisierten Prozesse bei der Bewerberauswahl und bevorzugen daher klassische Bewerbungen
  • Wer die wesentlichen Anforderungen an eine klassische Bewerbung erfüllt und die Standards berücksichtigt, macht normalerweise nichts verkehrt und liefert eine solide Bewerbung ab
  • Durch eine Bewerbung, die einem guten Standard entspricht, zeigt man, dass man in der Lage ist, vorgegebene Normen einzuhalten
  • Bei einer klassischen Bewerbung kann man auf unzählige Bewerbungsvorlagen zurückgreifen – man sollte diese aber natürlich nicht 1:1 übernehmen. Dennoch bieten sie beim Verfassen der Bewerbung gute Schützenhilfe

Nachteile:

  • Eine klassische Bewerbung unterliegt inhaltlich und formal strengen Vorgaben, d.h. es bleibt kaum Spielraum für kreative Ideen, mit denen man sich von den anderen Bewerbern absetzen könnte
  • Es besteht bei einer klassischen Bewerbung immer die Gefahr, in der Masse an Bewerbungen unterzugehen
  • Bei einer klassischen Bewerbung gilt es mehr den je, sich durch den schriftlichen Inhalt der Bewerbung von der Masse abzuheben – das macht die Sache nicht gerade leichter
  • Schleichen sich in die Bewerbung Fehler ein, die dem guten Standard widersprechen, könnte der Personaler annehmen, dass man nicht in der Lage ist, vorgegebene Normen einzuhalten

Fazit: Eine klassische Bewerbung ist solide – aber eben nicht außergewöhnlich.

Die Kreativbewerbung: Aufbau, Vor- und Nachteile

Eine klassische Bewerbung folgt also inhaltlich und formal strengen Regeln. Da bleibt kaum Spielraum für kreative Ideen, mit denen man aus der Masse an Bewerbungen herausstechen könnte. Wer sich von den anderen Bewerbern abheben möchte, kann daher zu einer Kreativbewerbung greifen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Nicht immer und längst nicht in allen Branchen kommt eine kreative Bewerbung auch wirklich gut an. Dennoch bietet eine Kreativbewerbung eine gute Option, auf sich aufmerksam zu machen und sich in den Fokus des Personalers zu rücken.

Formal folgt eine Kreativbewerbung keinen speziellen Standards. Wie der Name bereits sagt, ist an dieser Stelle Kreativität gefragt. Und den kreativen Ideen sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. Die Bandbreite reicht von der Gestaltung eines Onlinelebenslaufs über einen eigens erstellten Blog bis hin zur Bewerbungswebseite oder schlichtweg dem Mitsenden eines Goodies. Dennoch muss natürlich auch eine Kreativbewerbung die gängigen formalen Daten enthalten wie Name, Adresse, Auflistung des Werdegangs etc. Nur dürfen diese Daten eben so kreativ wie nur möglich verpackt werden.

Der Aufbau

Das erklärte Ziel einer Kreativbewerbung ist es, aufzufallen – sei es durch ein herausstechendes Design der Bewerbungsmappe, ein Goodie, das der Bewerbung beigelegt wird oder Sonstiges. Grundsätzlich gilt hier: Erlaubt ist, was gefällt – und wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Je außergewöhnlicher und kreativer die Präsentation, desto höher ist die Chance, sich im Kopf des Personalers zu verankern.

Aber: Die Kreativbewerbung sollte selbstverständlich zielgerichtet sein. Auffallen um jeden Preis, ist nicht ratsam. Denn letztlich kommt es dem Personaler eben auch bei der Kreativbewerbung nicht auf die Form, sondern in erster Linie auf den Inhalt der Bewerbung an. Verbirgt sich hinter der Bewerbung nichts als „heiße Luft“ oder weist der Lebenslauf Lücken bzw. das Anschreiben Rechtschreibfehler auf, bringt auch die kreativste Präsentation nichts.

Die Bewerbung sollte also in erster Linie immer den Charakter widerspiegeln und dem Personaler zeigen, dass man gut zu diesem Unternehmen passt. Im Vordergrund sollten somit die eigene Persönlichkeit und die Fähigkeiten stehen, die man mitbringt. Die Kreativelemente dürfen daher keinesfalls den Eindruck vermitteln, dass man etwas zu kaschieren versucht.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das also: Die Form der Bewerbung sollte nicht vom Inhalt ablenken, sondern ihn lediglich kreativ verpacken! Wenn der Personaler nicht mehr durchblickt und nur noch Verwirrung statt Information zurückbleibt, erreicht man das Gegenteil dessen, was man möchte – und schießt sich selbst ins Aus.

Die Vor- und Nachteile einer Kreativbewerbung

Vorteile:

  • Eine Kreativbewerbung bietet die Möglichkeit, sich von den anderen Bewerbern abzuheben
  • Durch eine kreative Bewerbung ist einem die Aufmerksamkeit des Personalers gewiss
  • Die Kreativelemente können den Bewerbungsinhalt zielgerichtet unterstreichen und somit die Chance auf den Job ggf. erhöhen
  • Eine Kreativbewerbung ermöglicht es, die Fähigkeiten, die man mitbringt, auf originelle Art zu präsentieren
  • Es gibt kein Format und keine Vorgaben, an denen sich die Bewerber orientieren müssten. Eine Kreativbewerbung bietet Bewerbern also die Möglichkeit, ihren eigenen Bewerbungsstil zu entwickeln, der auf ihre Persönlichkeit zugeschnitten ist

Nachteile:

  • Es besteht die Gefahr, sich zu verzetteln und die Unterlagen derart originell zu gestalten, dass der Personaler nicht mehr durchblickt und nur noch Verwirrung statt Information zurückbleibt
  • Kreativität und Kitsch liegen nah beieinander. Übertreibt man es, könnte die Bewerbung unter Umständen unprofessionell wirken. Das Design sowie das Layout sollten daher mit der Qualität der Inhalte übereinstimmen – und das ist gar nicht so einfach
  • Da es kein Format und keine Vorgaben gibt, an denen sich die Bewerber orientieren könnten, birgt eine Kreativbewerbung auch die Gefahr, die Bewerbungsstandards zu sehr zu vernachlässigen

Fazit: Mit einer Kreativbewerbung sticht man aus der Masse heraus und das kann unter Umständen das entscheidende Zünglein an der Waage sein, um den Job zu bekommen. Aber: Man begibt sich mit einer kreativen Bewerbung immer auf dünnes Eis. Zum einen, da man den Geschmack des Personalers treffen muss. Zum anderen, da man Gefahr läuft, womöglich zu stark von der Norm abzuweichen.

Wann eine Kreativbewerbung Sinn macht

Eine Kreativbewerbung ist in einigen Branchen und Berufslagen eher unangebracht. In eher traditionell und konservativ gehaltenen Berufszweigen wie z.B. das Banken- oder Versicherungswesen, sind kreative Bewerbungsformate nicht gern gesehen. Branchen und Unternehmen, die als besonders seriös gelten, eignen sich also am wenigsten für einen kreativen Ansatz. Sinn macht eine Kreativbewerbung hingegen, wenn die kreativen Elemente zum Unternehmen und zur Branche gut passen.

Grundsätzlich gilt daher: Entscheidet man sich für eine Kreativbewerbung, muss diese zum Berufszweig passen und die eigene Persönlichkeit wiedergeben. Ein Spieleentwickler, der seinen Lebenslauf in einem Computerspiel darstellt, trifft z.B. sicherlich den richtigen Ton. Ein Bankangestellter hingegen, der auf eine knallbunte Bewerbungsmappe und ein ausgefallenes Layout setzt, dürfte beim Personaler weniger gut ankommen. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn man keine wirklich originelle Idee hat oder die Idee nicht zur Branche bzw. zum Unternehmen passt, sollte man es besser sein lassen.

Auch das Alter und die Berufserfahrung haben Einfluss darauf, wie die Kreativbewerbung bei einem Personaler ankommt. Bewerbern ab einem Alter von 40 Jahren, die bereits fest im Berufsleben stehen und Karriereambitionen hegen, ist von einer Kreativbewerbung eher abzuraten. Andernfalls könnte ihre Bewerbung schnell unseriös und unprofessionell wirken. Bewerber bis Mitte/Ende 20 hingegen, die einen Job in einem kreativen Tätigkeitsbereich suchen, sollten eine Kreativbewerbung durchaus in Erwägung ziehen, um sich vom grauen DIN-A4-Mappen-Stampel des Personalers abzuheben.

Über den Erfolg einer Kreativbewerbung lässt sich jedoch keine grundsätzliche Aussage treffen. Wird der Geschmack des Personalers nicht getroffen, sinken die Chancen auf den Job – ganz gleich wie alt man ist und welche Berufserfahrung man mitbringt. Umgekehrt kann eine kreative Bewerbung aber auch das Zünglein an der Waage sein, um den Personaler letztlich zu überzeugen.

Inwiefern eine kreative Bewerbung Aussicht auf Erfolg bietet, kommt daher auf das Unternehmen und – in besonderem Maße – den Personaler an. Bewerber müssen daher im Vorfeld ausloten, wie viel Kreativität der potenzielle neue Arbeitgeber verträgt. Es gilt also, den richtigen Ton zu treffen.

Hilfreiche Tipps für die Kreativbewerbung

ᐅ Weniger ist mehr

Die Voraussetzung dafür, dass eine Kreativbewerbung funktioniert, ist, dass sie authentisch gestaltet wird und zur eigenen Persönlichkeit passt. Wie bereits erwähnt, ist hierbei erlaubt, was gefällt. Dennoch sollte man es aber nicht übertreiben. Denn weniger ist bekanntlich mehr und wenige gut durchdachte kreative Impulse wirken besser, als einfach nur alles umzusetzen, was irgendwie möglich ist.

ᐅ Form follows function

Die bekannteste Form der Kreativbewerbung ist ein besonderes Design. Durch eine andere Optik wie z.B. die Unterlagen im Querformat zu erstellen, hebt man die eigene Bewerbung von den restlichen Bewerbungen ab. Grundsätzlich sind den Ideen bei der Gestaltung einer Kreativbewerbung keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollte man sich an den Grundsatz halten: form follows function!

ᐅ Bewerbung an das Corporate Design anlehnen

Wer die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, kann die Kreativbewerbung an das Corporate Design des Unternehmens anlehnen. Die Bewerbung in den passenden Farben und einem Design zu erstellen, das an den öffentlichen Auftritt des Wunscharbeitgebers erinnert, kommt bei den meisten Personalern gut an. Auch hier gilt jedoch, dass man die form-follows-function-Regel befolgen sollte.

ᐅ Anschreiben als Mindmap verfassen

Vor allem bei bekannten und renommierten Unternehmen, bei denen eine wahre Flut an Bewerbungen eingeht, haben Personaler wenig Zeit, sich den einzelnen Bewerbungen zu widmen. Auch das ist ein guter Ansatzpunkt, um eine Kreativbewerbung zu gestalten. Wer das Anschreiben als Mindmap verfasst, die alles, was ein Unternehmen wissen muss, beinhaltet und bildlich zusammenfasst, kann beim Personaler punkten. Schließlich erspart man ihm dadurch Zeit und beweist gleichzeitig Kreativität. Allerdings muss die Mindmap selbstverständlich übersichtlich gestaltet sein und alle wichtigen Informationen enthalten. Andernfalls könnte der „Schuss“ auch nach hinten losgehen. Wer sich für die Mindmap-Variante entscheidet, sollte daher viel Zeit und Sorgfalt in die Bewerbung investieren.

Abgesehen davon gilt auch hier wieder: Die Mindmap muss zur Branche und zum Unternehmen passen. Andernfalls macht eine Kreativbewerbung generell keinen Sinn.

ᐅ Multimediale Bewerbung

Vor allem in kreativen Branchen kann es dem Bewerber einen Vorteil einbringen, auf eine multimediale Bewerbung zu setzen. Ein Bewerbungsvideo, in dem man sich selbst, die eigene Einstellung und Motivation präsentiert, ist als Zusatz zur restlichen Bewerbung in jedem Fall eine Besonderheit, mit der man sich von den anderen Bewerbern abheben kann.

Alternativ stellt auch eine Bewerbungshomepage, also eine eigene Seite, auf der man zusätzliche Informationen anbietet und sich selbst vorstellt, eine gute Möglichkeit dar, aus der Masse hervorzustechen.

ᐅ Arbeitsprobe mitschicken

Arbeitsproben sind immer ein probates Mittel, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In einigen Branchen und bei einigen Unternehmen sind Arbeitsproben sogar ausdrücklich gewünscht. In der Regel sind hierbei Angaben zu Projekten gemeint, die beim letzten Arbeitgeber durchgeführt wurden oder aber Hör- bzw. Textproben. Einen besonders großen Effekt haben Arbeitsproben jedoch, wenn man sie in irgendeiner Form als Goodie mitschicken kann. Wer sich beispielsweise als Schneiderin oder Designerin bewirbt, kann der Bewerbung als Arbeitsprobe ein selbst entworfenes bzw. selbst geschneidertes Kleid beifügen.

Natürlich ist das nicht für jeden Beruf umsetzbar, gerade in kreativen Branchen kann ein solches Goodie jedoch ausschlaggebend sein. Mit einer wirklich guten Arbeitsprobe kann man ein großes Ausrufezeichen setzen.

Gesamtfazit

Eine Kreativbewerbung weckt auf jeden Fall die Aufmerksamkeit des Personalers. Allerdings kann eine Kreativbewerbung eben auch negativen Anklang finden. Soll heißen: Eine besonders kreative und pfiffige Bewerbung kann das Zünglein an der Waage sein, um einen Job zu erhalten, sie kann jedoch auch ein Ausschlusskriterium darstellen. Je nach Branche, Unternehmen und nicht zuletzt auch je nach persönlichem Geschmack des Personalers kann die Kreativbewerbung ein Volltreffer sein oder aber nach hinten losgehen.

Generell gilt: Wer auf eine Kreativbewerbung setzt, sollte unbedingt darauf achten, dass wesentliche Inhalte und Kompetenzen nicht in den Hintergrund geraten. Wer keine wirklich gute Idee für eine kreative Bewerbung hat oder unschlüssig ist, wie viel Kreativität der Arbeitgeber verträgt, ist sicherlich mit einer klassischen Bewerbung besser beraten.

Hat euch eine Kreativbewerbung schon einmal zum Erfolg verholfen? Oder seid ihr der Meinung, dass eine klassische Bewerbung immer noch die besten Chancen bietet? Wir freuen uns über eure Kommentare!


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