12 Tipps für die Beförderung: So erklimmst du die Karriereleiter

Du träumst von der ganz großen Karriere? Aber irgendwie wirst du bei Beförderungen stets übersehen? Nun, das lässt sich ändern! Wir haben 12 Tipps für dich, die dir helfen, die Karriereleiter zu erklimmen!

Vorwort: Das sind die Voraussetzungen für eine Beförderung

Niemand wird einfach so befördert. Und eine Beförderung ist auch nicht abhängig davon, wie lange man schon in einem Unternehmen weilt. Nein, entscheidend ist und bleibt in erster Linie natürlich die Leistung, die man bringt. Aber auch eine gute Selbstvermarktung ist essentiell, um die Karriereleiter zu erklimmen. Denn was nützt die beste Leistung, wenn sie vom Vorgesetzten ungesehen (und unbeachtet) bleibt. Und was nützen die besten Ideen, wenn sie stets ungehört versiegen. Es ist also essentiell, sich zunächst einmal auf dem „Radar“ des Vorgesetzten zu manifestieren. Und dies gelingt nun einmal nur, wenn man durch Leistung überzeugt und sich entsprechend gut verkauft.

Aber nicht nur die Leistung und die Selbstvermarktung sind wichtig, um für eine Beförderung in Betracht gezogen zu werden. Letztlich ist es entscheidend, dass man dem Unternehmen mit einer Beförderung immer einen Mehrwert bietet. Niemand wird einfach so in eine Führungsposition befördert werden, wenn er dadurch nicht ein bestehendes Problem des Unternehmens löst. Wer befördert werden möchte, muss daher Erfolge in seinem aktuellen Tätigkeitsbereich vorweisen und dadurch maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Dann werden Vorgesetzte hellhörig und erkennen das Potenzial, das in einem Arbeitnehmer steckt – zumindest sollten sie das. Und gute Arbeitgeber fördern dieses Potenzial.

Wer befördert werden möchte, muss also summa summarum…

  • …durch gute Leistungen überzeugen
  • …über eine gute Selbstpräsentation verfügen
  • …eine hohe Fachkompetenz im aktuellen Tätigkeitsbereich erreicht haben
  • …die Bereitschaft mitbringen, sich weiterzubilden
  • …bereit sein, mehr Verantwortung zu übernehmen
  • …einen Mehrwert für das Unternehmen bieten.

Und: Auf das richtige Timing kommt es an

Last but not least ist natürlich immer auch der Zeitpunkt entscheidend, zu welchem man um eine Beförderung bittet. Timing ist auch hier alles. Bestenfalls sollte die Bitte um eine Beförderung daher nach einem erfolgreichen Geschäftsabschluss, einer guten Präsentation etc. erfolgen. Denn dann hat man besonders gute Argumente, den Vorgesetzten von sich, den eigenen Fähigkeiten und dem Mehrwert, den man dem Unternehmen bietet, zu überzeugen.

Außerdem sollte man natürlich immer auch die Situation der Firma und des Chefs im Blick haben. Geht es der Firma gerade gut, stehen die Chancen auf eine Beförderung natürlich besser als in Krisenzeiten. Ist der Chef hingegen aktuell eher gestresst, sollte man lieber noch eine Weile abwarten, ehe man eine Beförderung anspricht. Als gute Zeitpunkte für die Bitte um eine Beförderung haben sich generell jedoch der Sommer herauskristallisiert (dann ist oftmals weniger los) und der Jahresanfang (dann ist das Jahresbudget noch unverbraucht und die Vorjahresleistung der Mitarbeiter meist exakt bilanzierbar). Ist der Chef ein Morgenmuffel, sollte das Gespräch besser am Nachmittag stattfinden. Idealerweise an einem Freitag. Denn dann hebt die Vorfreude auf das Wochenende zusätzlich die Stimmung.

So viel zu den generellen Voraussetzungen, die man für eine Beförderung erfüllen sollte und zu den perfekten Rahmenbedingungen. Kommen wir nun zu den konkreten Tipps, die wir dir für die Bitte nach einer Beförderung mit auf den Weg geben möchten!

12 Tipps für die Beförderung

1.) Höre auf zu warten und werde selbst aktiv

Normalerweise wird niemand einfach so befördert. Wenn du in der Unternehmenshierarchie aufsteigen möchtest, solltest du daher nicht einfach abwarten und darauf vertrauen, dass sich deine gute Arbeit irgendwann auszahlen wird. Vielmehr solltest du selbst aktiv werden und gezielt auf die Beförderung hinarbeiten. Denn: Es wäre naiv zu glauben, dass Top-Leistungen irgendwann erkannt und honoriert werden. Nun gut, erkannt vielleicht. Aber solange alles läuft und der Mitarbeiter zufrieden ist: Warum sollte irgendwer etwas an der Ist-Situation ändern!? Wenn du eine Beförderung anstrebst, ist abwarten also definitiv die falsche Taktik!

2.) Errege die Aufmerksamkeit des Chefs

Du hast beschlossen, aktiv zu werden!? Gut! Dann lautet der erste Schritt: Mache deinen Chef auf dich aufmerksam. Nur wenn du auf seinem Radar erscheinst, wirst du bei kommenden Beförderungen überhaupt in Betracht gezogen.

Sorge also dafür, dass dein Vorgesetzter dich als engagierten Mitarbeiter kennenlernt und im Kopf verankert. Das gelingt z.B., indem du auch einmal Aufgaben übernimmst, die über deine Pflichtaufgaben hinausgehen. Dadurch zeigst du, dass du das „große Ganze“ im Blick hast und beweist zudem deine Flexibilität. Die Grundregel, wenn du freiwillig eine zusätzliche Aufgabe übernimmst, lautet übrigens: Verspreche weniger als du schaffen kannst und erledige mehr als man von dir erwartet.

Außerdem kann es hilfreich sein, um regelmäßige Feedbackgespräche mit deinem Vorgesetzten zu bitten, die z.B. nach jedem Projektabschluss stattfinden sollten. So manifestierst du dich im Gedächtnis des Vorgesetzten als kritikfähiger, lernbereiter und engagierter Mitarbeiter. Und das könnte dir bei der nächsten anstehenden Beförderung zugute kommen.

3.) Beschaffe dir wichtige Informationen

Vorgesetzte schätzen Mitarbeiter, die über den Tellerrand hinausschauen. Zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, ist daher – wie bereits unter Punkt 2 erwähnt – eine effektive Möglichkeit, dem Chef positiv aufzufallen. Noch nachhaltiger verankerst du dich im Gedächtnis des Vorgesetzten, indem du aktiv versuchst das Unternehmen voranzubringen und dich z.B. folgenden grundlegenden Fragen widmest:

  • Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
  • Was macht die Konkurrenz besser?
  • Auf welche externen Entwicklungen muss das Unternehmen reagieren?

Gelingt es dir, Optimierungspotenziale aufzuzeigen und bestenfalls auch Lösungsvorschläge zu entwickeln, beweist du eindeutig Führungsqualitäten und zeigst, dass dir der Unternehmenserfolg wichtig ist. Eine gute Möglichkeit also, um dich für eine Beförderung zu empfehlen.

Es lohnt sich also, schon frühzeitig positiv aufzufallen, indem du beispielsweise aktuelle Entwicklungen am Markt intensiv beobachtest, weißt, was die Konkurrenz macht oder welche Innovationen in der Forschung gerade Furore machen.

4.) Gib in Meetings generell alles

Eine hervorragende Möglichkeit, deine Fähigkeiten und Kenntnisse sowie dein Kommunikationsgeschick, deine Kompromissfähigkeit und deine soziale Kompetenz unter Beweis zu stellen, sind Meetings. Wer mit Engagement, Leistung und Persönlichkeit punkten möchte, sollte solche Meetings unbedingt nutzen, um dem Vorgesetzten positiv aufzufallen und sich gut zu verkaufen.

5.) Zeige Eigeninitiative

Engagement und Eigeninitiative sind Kernkompetenzen, die jeder Vorgesetzte schätzt. Daher solltest du eben auch ein hohes Maß an Eigeninitiative zeigen. Das gelingt dir, indem du Bereitschaft signalisierst, Verantwortung zu übernehmen – z.B. bei neuen Projekten oder diffizilen Aufgaben. Wenn du dich jederzeit proaktiv gibst, Verantwortung übernimmst und dir für nichts zu schade bist, zeigst du deinem Vorgesetzten, dass du im Unternehmen weiterkommen möchtest und niemand bist, der lediglich Dienst nach Vorschrift macht oder – schlimmer noch – lediglich seine Zeit absitzt.

Grundsätzlich gilt also: Wer befördert werden möchte, sollte seinem Chef niemals Sätze entgegnen wie z.B.: „Das gehört nicht zu meinen Aufgaben“.

6.) Zeige Motivation und Engagement, indem du nach Weiterbildungsmöglichkeiten fragst

Apropos Eigeninitiative und Engagement: Eine gute Möglichkeit, diese Eigenschaften zu untermauern und Motivation zu demonstrieren, ist deinen Vorgesetzten auf Weiterbildungsmöglichkeiten anzusprechen. Also sei interessiert und bilde dich weiter, um aus der Masse herauszustechen und deinem Vorgesetzten auch dadurch zu belegen, dass du im Unternehmen weiterkommen möchtest.

7.) Bilde dich ggf. eigeninitiativ neben dem Beruf fachlich weiter und teile dies deinem Chef mit

Nicht immer kann dem Wunsch nach einer Weiterbildung entsprochen werden. Dennoch solltest du weiterhin Motivation und Engagement beweisen und dich z.B. neben dem Beruf selbst fachlich weiterbilden. Wenn du dies sogar auf eigene Kosten machst, zeugt dies von einem besonders hohen Maß an Engagement und dem festen Willen, an dir zu arbeiten und dich weiterzuentwickeln. Dein Vorgesetzter wird dich dadurch als ganz besonders zielstrebigen Mitarbeiter wahrnehmen, der nicht darauf wartet, dass man in ihn investiert, sondern stattdessen selbst aktiv wird. Mehr noch: Wenn du dich eigeninitiativ weiterbildest, setzt du deinen Vorgesetzten gewissermaßen subtil unter Druck. Denn: Du weißt, was du möchtest und verfolgst deine Ziele vehement. Und dadurch signalisierst du deinem Chef: „Ich lasse mich nicht ausbremsen!“.

8.) Zeige, dass du Interesse am Unternehmen hast

Wer Interesse am Unternehmen zeigt, hat bei Beförderungen gute Chancen. Um deinem Chef dieses Interesse zu signalisieren, ist es ratsam dich z.B. bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu engagieren, dich an Initiativen zu beteiligen, dich als Erst-Helfer ausbilden zu lassen etc. Auf diese Weise demonstrierst du Loyalität zum Unternehmen und – erneut – Engagement und Motiviertheit.

9.) Übernimm Verantwortung – auch für Fehler

Eigeninitiative zu demonstrieren, indem man Verantwortung übernimmt, ist – wie unter Punkt 5 bereits erwähnt – eine gute Möglichkeit, dem Chef positiv aufzufallen. Verantwortung zu übernehmen ist generell wichtig, um die Karriereleiter zu erklimmen. Und Verantwortung zeigt man auch dadurch, dass man Fehler zugibt und zu ihnen steht.

Wenn du also Verantwortung übernimmst, auch für deine Fehler, beweist du, dass du selbstkritisch und kritikfähig bist.

Und keine Angst, Fehler zuzugeben, sollte dir niemals negativ ausgelegt werden. Schließlich ist niemand perfekt. Wir haben alle schon Fehler auf der Arbeit begangen. Wie man mit Fehlern umgeht, darauf kommt es an. Fehler zuzugeben und Verantwortung zu übernehmen, zeugt von Größe. Und ein guter Vorgesetzter wird deine Fähigkeit umzusteuern, bemerken und schätzen.

10.) Beweise Organisationstalent

Wer eine Beförderung anstrebt, sollte dem Vorgesetzten demonstrieren, dass er eine strukturierte und organisierte Arbeitsweise pflegt. Ein unordentlicher Schreibtisch ist also tabu. Wenn du die Karriereleiter erklimmen und deinen Chef von deinen organisatorischen Fähigkeiten überzeugen möchtest, solltest du bereits mit Kleinigkeiten demonstrieren, dass du klar und strukturiert bist. Dazu gehört natürlich auch, Prioritäten setzen zu können oder pünktlich zu Meetings zu erscheinen. Kurzum: Es geht darum zu dokumentieren, dass du deinen Job im Griff hast und nicht im Chaos versinkst.

11.) Bleibe flexibel

Wer eine Führungsposition anstrebt, muss in der Lage sein auf plötzlich veränderte interne und / oder externe Veränderungen zu reagieren. Eine hohe Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Wenn du die Karriereleiter erklimmen möchtest, solltest du daher immer wieder beweisen, dass du flexibel und aufgeschlossen bist und mit Veränderungen umgehen kannst.

12.) Sei kreativ

Die Fähigkeit auf Veränderungen reagieren zu können, geht meist mit einer gewissen Kreativität einher. Wer in der Hierarchie aufsteigen, etwas bewegen und die Unternehmenskultur maßgeblich mitprägen möchte, braucht schließlich gute Ideen. Daher solltest du bereits frühzeitig signalisieren, dass du fortschrittlich denkst und in der Lage bist, auf Veränderungen mit positiven Impulsen zu reagieren. Bestenfalls gelingt es dir also, deinen Vorgesetzten mit pragmatischen Vorschlägen in Teamsitzungen, kreativen Lösungsansätzen bei Problemprojekten und einem generellen Einfallsreichtum in der täglichen Arbeitspraxis auf dich aufmerksam zu machen. Dabei solltest du dich keinesfalls davor scheuen, auch mal „quer“ zu denken – denn so kannst du dich von deinen Kollegen absetzen und für eine Beförderung empfehlen.

Fazit

Eine Beförderung braucht einiges an Vorbereitung. Es gilt, die Aufmerksamkeit des Vorgesetzten zu erregen und sich positiv in dessen Gedächtnis zu verankern. Ohne Geduld und ein gutes Feingefühl wird die Beförderung also nicht gelingen. Mit der Tür ins Haus (oder in diesem Fall in das Büro des Chefs) zu fallen, wird ebenso wenig von Erfolg gekrönt sein wie in einem stillen Kämmerchen darauf zu warten, „entdeckt“ zu werden.

Das richtige Maß an Eigeninitiative und Engagement ist also entscheidend, um die Karriereleiter zu erklimmen. Wer unsere Tipps beherzigt, ist in der Lage sich unaufdringlich und subtil, aber nachhaltig beim Vorgesetzten für höhere Aufgaben zu empfehlen.

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