10 Tipps für eine bessere Selbstvermarktung

Sich gut zu verkaufen, will gelernt sein. Denn nicht jeder ist mit dem nötigen Selbstbewusstsein und der erforderlichen Souveränität ausgestattet, um bei einer Selbstpräsentation auf ganzer Linie zu punkten. Aber – und das ist die gute Nachricht – die richtige Selbstvermarktung kann man sich aneignen. Wie? Das verraten wir euch in diesem Artikel!

Weshalb die Fähigkeit zur Selbstvermarktung von großer Bedeutung ist

Bescheidenheit ist eine Tugend. Und stille Wasser sind tief. Nur leider nehmen sich die wenigsten Personaler Zeit, „stillen Wassern“ auf den Grund zu gehen. In der Kürze der Zeit eines Bewerbungsgesprächs sind tiefergehende Gespräche eben leider kaum möglich. Ganz gleich also, wie tief die „persönlichen Gewässer“ auch sein mögen, kein Personaler wird diese Gewässer beim ersten Kontakt ergründen.

Um bei einem Bewerbungsgespräch wirklich zu überzeugen, ist eine gute Selbstpräsentation daher unerlässlich. Wer zu introvertiert auftritt, mit zu viel Bescheidenheit zu Werke geht und das eigene Licht unter den Scheffel stellt, wird beim Personaler kaum punkten können. Auch wenn Bescheidenheit, wie bereits erwähnt, eine Tugend ist, hilft sie einem im Job respektive beim Bewerbungsgespräch leider nicht weiter. Mehr noch, sie behindert einen sogar.

Um beim Vorstellungsgespräch und später auch im Job zu überzeugen, ist eine gute Selbstvermarktung also essentiell. Wer sich gut verkaufen kann, kommt wesentlich leichter durchs Leben (und an den begehrten Job) als jemand, dem es an der Fähigkeit zur Selbstpräsentation mangelt. Aber: Ein selbstbewusstes, souveränes und überzeugendes Auftreten kann man sich aneignen! Im Folgenden haben wir einmal die 10 besten Tipps zur Selbstvermarktung für euch zusammengestellt!

10 Tipps für eine bessere Selbstvermarktung

1. Auf die persönlichen Stärken fokussieren

Vielen Menschen ist es eher unangenehm, über sich selbst zu sprechen und die eigenen Erfolge zu betonen. Allerdings kommt es bei einem Bewerbungsgespräch nun einmal genau hierauf an. Wer besonders introvertiert oder schüchtern ist, sollte sich deshalb zunächst einmal die eigenen Fähigkeiten vor Augen führen und sich außerdem der eigenen Erfolge besinnen. In der Regel sind all diejenigen, denen eine gute Selbstvermarktung schwerfällt, nämlich sehr gut in Sachen Selbstreflexion. Und das ist Fluch und Segen zugleich. Wer viel und intensiv über sich und die eigenen Fähigkeiten nachdenkt, weiß zwar genau, was er kann – aber eben auch, was er nicht kann. Und es liegt in der Natur der meisten Menschen, den Schwächen und Fehlern mehr Bedeutung beizumessen. Die Stärken hingegen betrachten vor allem introvertierte Menschen als selbstverständlich und nicht sonderlich außergewöhnlich und erwähnenswert.

Genau hier sollte man daher ansetzen, um eine gute Selbstvermarktung zu trainieren. Statt die Schwächen immer und immer wieder zu analysieren, sollte man sich auf die Stärken fokussieren. Wer sich der eigenen Stärken bewusst ist und diese nicht aus lauter Bescheidenheit „klein redet“, macht einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer gelungenen Selbstvermarktung!

2. Raus aus der Passivitätsfalle

Ganz wichtig ist es, der Passivitätsfalle zu entkommen. Denn gerade introvertierte, schüchterne Menschen hoffen oftmals darauf, entdeckt zu werden, statt die Initiative zu ergreifen. Die Krux bei der Sache: Wem es ohnehin schwerfällt, positiv über sich zu reden, geschweige denn sich selbst und die eigenen Erfolge ins beste Licht zu rücken, dürfte es eben auch sehr schwer haben, tatsächlich irgendwann entdeckt zu werden. Denn was nützt die beste Qualifikation und Motivation, wenn niemand davon weiß!?

Das Credo lautet daher: Raus aus der Passivitätsfalle! Am besten gelingt das, indem man sich – wie bereits unter Punkt 1 erwähnt – die eigenen Stärken aktiv vor Augen führt. Aber das ist noch nicht alles. Es ist außerdem wichtig, sich auch die eigenen Ziele bewusst zu machen und die eigene Außenwahrnehmung zu reflektieren. Wer weiß was er kann, was er erreichen möchte, wie er auf andere wirkt und wen es von sich zu überzeugen gilt, um die eigenen Ziele zu erreichen, kann die eigene Präsenz perfekt optimieren.

Am besten übt man zunächst im vertrauten Umfeld über die eigenen Talente, Erfolge und Ziele zu sprechen. Dadurch gewinnt man an Sicherheit und ebnet sich den Weg, um bald auch auf den geschäftlichen Bühnen zu überzeugen.

3. Feedback einholen

Generell ist es empfehlenswert, sich Feedback in einem vertrauten Umfeld einzuholen. Denn nicht immer ist man objektiv, wenn es darum geht, sich selbst einzuschätzen. Um sich selbst besser zu vermarkten, ist es also hilfreich bei Freunden und Kollegen aktiv Feedback einzuholen. Schließlich ist es wichtig zu wissen, was vom Eigen-Wunschbild im Alltag bereits für andere spürbar ist – und woran es noch zu arbeiten gilt. Denn nur wenn das Selbstbild und das Fremdbild kongruent sind, kommt man glaubwürdig und authentisch rüber. Und Glaubwürdigkeit und Authentizität sind wesentliche Bestandteile einer guten Selbstvermarktung.

4. Gut vorbereitet zum Vorstellungsgespräch erscheinen

Eine gute Vorbereitung gibt die nötige Sicherheit, um im Bewerbungsgespräch zu überzeugen. Vor allem diejenigen, denen es schwerfällt frei zu sprechen und sich und die eigenen Fähigkeiten zu präsentieren, sollten sich daher fast schon akribisch auf die Begegnung mit dem Personaler vorbereiten.

5. Energie tanken

Vor wichtigen Terminen wie einem Bewerbungsgespräch sollte man Energie tanken. Es empfiehlt sich also, am Vorabend keinen kräftezehrenden Aktivitäten mehr nachzugehen. Vielmehr sollte man versuchen die Zeit zur Entspannung zu nutzen.

6. Stimme trainieren

Introvertierten und schüchternen Menschen raten Experten dazu, sich vor wichtigen Terminen erst einmal einzustimmen – und zwar wortwörtlich. Um vor einem Bewerbungsgespräch aufzutauen und warmzulaufen, sollte man die Stimme bereits zu Hause trainieren und sich mit Smalltalk oder einem Telefongespräch aufwärmen. Denn: Energie und Begeisterung sind nicht sofort in der Stimme zu hören. Wer sich besonders gut präsentieren möchte, sollte eine gewisse Energie und Begeisterung jedoch nicht missen lassen.

7. Augenkontakt halten

Um selbstsicher zu wirken, sollte man immer Augenkontakt suchen und halten. Denn Augenkontakt signalisiert praktisch in jeder Situation Selbstvertrauen und schafft zudem eine gewisse Glaubwürdigkeit. Wem eine gute Selbstvermarktung schwerfällt, der sollte daher trainieren, anderen bewusst in die Augen zu blicken und diesen Blick auch zu halten. Für eine gelungene Selbstvermarktung ist Augenkontakt essentiell.

8. Körpersprache trainieren und kontrollieren

Wer selbstbewusst rüberkommen möchte, sollte außerdem die eigene Körpersprache trainieren und lernen, diese auch zu kontrollieren. Ein gesenkter Kopf, gekreuzte Arme und nervöses Hin-und-Her-Rutschen sind kontraproduktiv. Wer hingegen erhobenen Hauptes und mit einer offenen Körperhaltung auftritt, wirkt wesentlich selbstsicherer – und zudem auch noch viel sympathischer.

9. Verbale Signale (Rückmeldungen) geben

Wer verbale Signale sendet, wirkt souverän, engagiert und interessiert. Vor allem introvertierte und schüchterne Menschen denken jedoch häufig viel und bleiben dabei still. Das Problem: Bei wichtigen Terminen wie einem Bewerbungsgespräch kann Stillsein abwesend wirken. Für eine gute Selbstvermarktung ist dies natürlich alles andere als förderlich. Daher sollte man trainieren, immer wieder kurze verbale Signale zu schaffen, d.h. kurze Rückmeldungen zu geben wie z.B. „Ach so!“, „Interessant“ oder „Das ist eine gute Frage“.

10. Klare Sprache angewöhnen

Generell hat die Sprache eine große Auswirkung darauf, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Um selbstbewusst und souverän zu wirken, sich also gut zu verkaufen, sollte man Wörter wie „vielleicht“, „in etwa“ oder „eventuell“ daher am besten vollends aus dem eigenen Sprachschatz verbannen. Vor allem im Job gilt: Wer sich selbst gut vermarkten möchte, sollte besser Formulierungen verwenden à la „Ich möchte…“, „Ich stelle mir vor, dass…“.

Für eine gute Selbstvermarktung lautet daher das Motto: Man sollte sich niemals in der Sprache zurücknehmen, nur um auch ja nicht zu bestimmend, zu ehrgeizig etc. zu wirken. Denn: Bestimmtheit und Ehrgeiz sind Eigenschaften, die die meisten Personaler schätzen.

Extra-Tipp: Externe Übungsplattformen nutzen

Frei zu sprechen, fällt vielen schwer. Vor Publikum frei zu sprechen, natürlich noch ungemein schwerer. Dabei ist gerade das für eine gute Selbstvermarktung unerlässlich. Um die eigene Eloquenz, die eigene Kommunikationsfähigkeit, das Argumentieren oder auch das eigene Verhandlungsgeschick zu trainieren, empfiehlt es sich daher, externe Übungsplattformen (z.B. Rhetorik-Seminare) zu nutzen. Denn manche Menschen brauchen einen gewissen äußeren Druck, damit sie sich aus ihrer Komfortzone bewegen und den sicheren Hafen verlassen.

Mit Hilfe solcher externen Übungsplattformen ist man in der Lage, sich das wichtigste Rüstzeug für eine gute Selbstvermarktung anzueignen und das freie Sprechen vor Publikum gezielt zu trainieren.

Fazit

Im Berufsleben sollte man nicht zu selbstkritisch und erst recht nicht zu bescheiden sein. Vor allem im Bewerbungsgespräch ist es wichtig, die persönlichen Stärken klar zu benennen und die eigenen Erfolge hervorzuheben. Auch schüchterne und introvertierte Menschen können eine gute Selbstvermarktung trainieren. Beherzigt man die oben genannten Tipps, muss die Kunst der Selbstvermarktung kein Buch mit sieben Siegeln bleiben.

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