20 Tipps für den Umgang mit nervigen Kollegen

Es gibt Menschen, die harmonieren einfach nicht miteinander, die liegen einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge. Im Privatleben ist das keine allzu große Sache, schließlich kann jeder selbst entscheiden, mit wem er sich abgeben möchte und mit wem er einfach nicht auf einen Nenner kommt. Im Job herrschen aber leider andere Voraussetzungen. Dort muss man sich wohl oder übel auch mit Kollegen arrangieren, die einem so gar nicht liegen. Und wohl jeder hat ihn: diesen einen, ganz besonders nervigen Kollegen.

Wie ihr am besten mit solchen nervtötenden Kollegen umgeht, dafür möchten wir euch im Folgenden gerne ein paar Tipps an die Hand geben.

9 generelle Tipps für den Umgang mit nervigen Kollegen

1.) Arbeite an dir selbst

Die wohl wichtigste Erkenntnis im Umgang mit schwierigen Kollegen lautet: Akzeptiere deine Mitmenschen so wie sie sind. Sollte es dir generell schwer fallen, die Macken, Ticks und nervtötenden Angewohnheiten deiner Mitmenschen zu akzeptieren, ist es zunächst einmal wichtig, dass du an dir selbst arbeitest. Denn: Dich selbst und deine Einstellung kannst du verändern. Die Wahrscheinlichkeit, andere Menschen zu ändern, ist hingegen gering. Konzentriere dich daher nicht darauf, was dich an einem Menschen stört, sondern versuche etwas zu finden, das denjenigen vielleicht ja doch ein wenig sympathisch macht. Selbst der nervigste Kollege besitzt garantiert auch positive Eigenschaften. Suche gezielt danach. Und hast du etwas gefunden, das dir gefällt, erinnere dich in Stressmomenten daran!

Solltest du tatsächlich der Ansicht sein, dass es rein gar nichts Sympathisches an deinem Gegenüber gibt, versuche zumindest stets gelassen auf die Macken und nervtötenden Angewohnheiten desjenigen zu reagieren. Dazu gehört natürlich auch, dich nicht provozieren oder gar zu einem Streit hinreißen zu lassen. Droht eine Situation also zu eskalieren, verlasse sie. Wenn du merkst, dass es in dir brodelt, ziehe die Reißleine, hole dir einen Kaffee oder mache einen (kurzen) Spaziergang, bis du dich beruhigt hast. Es gibt nämlich nur eines, das schlimmer ist und mehr Energie kostet als nervtötende Kollegen: Streit mit nervtötenden Kollegen!

2.) Bleibe locker

Wenn du also ein wenig an dir und deiner Einstellung arbeitest, wird es dir irgendwann gelingen, locker zu bleiben. Was nützt die ganze Aufregung denn auch!? Der nervige Kollege wird sich höchstwahrscheinlich nicht einfach in Luft auflösen – ganz gleich wie sehr du es dir auch wünschen magst. Anstatt dich in solche Situationen hineinzusteigern, solltest du deine Energie lieber auf etwas Anderes lenken. Einer der wichtigsten Grundsätze im Umgang mit schwierigen Kollegen lautet daher: Cool bleiben – und sachlich!

3.) Atme tief durch

Gesetzt den Fall dein Kollege schafft es tatsächlich einmal, dich all deine Vorsätze, locker zu bleiben, vergessen zu lassen, kann eine einfache Atemübung helfen, dich wieder zu beruhigen. Atme durch die Nase ein und zähle langsam gedanklich bis 5. Halte anschließend die Luft für 5 Sekunden an, bevor du ausatmest und dabei erneut bis 5 zählst. Experten empfehlen übrigens, diese Übung nach einer Pause von 5 Sekunden zu wiederholen – und zwar mindestens 5 Mal.

Generell sollte man immer versuchen, nicht direkt zu reagieren, sondern stattdessen erst einmal tief in den Bauch einatmen. Solltest du trotz Atemübungen unbedingt doch noch Dampf ablassen müssen, gehe kurz auf die Toilette und trete dort gegen den Mülleimer 😉

4.) Bleibe professionell

Es ist davon auszugehen, dass die nervtötenden Angewohnheiten eines Kollegen auch den anderen Kollegen nicht verborgen bleiben. Du wirst also vermutlich nicht der bzw. die Einzige sein, dem dieser gewisse Kollege unsympathisch ist. Dennoch solltest du dich nicht dazu hinreißen lassen, mit anderen Kollegen gemeinsam über diesen Kollegen zu tratschen. Lästern ist ein absolutes No-Go! Im Job ist Professionalität gefragt – also bleibe auch professionell!

5.) Lasse zu Hause Dampf ab

Im Job ist lästern also absolut tabu! Das sollte es eigentlich grundsätzlich sein. Es liegt aber nun einmal in der Natur des Menschen, sich anderen mitzuteilen. Wenn du also unbedingt über deinen nervigen Kollegen herziehen musst, mache das zu Hause.

Besser ist es jedoch, du nutzt die Freizeit dazu dich voll und ganz zu entspannen und einfach nicht an die Arbeit und vor allem nicht an den nervigen Kollegen zu denken. Denn glücklicherweise bist du nur von einem Kollegen genervt und hast keinen Ärger mit einem Freund, deinem/deiner Partner/in oder einem Familienmitglied. Genieße also die Zeit mit deinen Freunden und deiner Familie und verschwende keinen Gedanken an den nervigen Kollegen. Und solltest du in deiner Freizeit doch auch einmal an den Kollegen denken, führe dir folgendes vor Augen: Man muss seine Kollegen nicht unbedingt mögen, man muss nur in der Lage sein, halbwegs mit ihnen klarzukommen. Und das wirst du schon irgendwie hinbekommen – oder!?

6.) Suche das klärende Gespräch mit dem Kollegen

Wenn dich das Verhalten deines Kollegen derart stört, dass du tatsächlich nicht damit klarkommst, solltest du das Gespräch mit diesem Kollegen suchen. Denn: Ein klärendes Gespräch kann Wunder wirken. Möglicherweise weiß die betreffende Person ja gar nicht, wie sie auf andere wirkt. Wichtig ist hierbei jedoch, keinen vorwurfsvollen Ton an den Tag zu legen. Vielmehr solltest du sachlich und konstruktiv bleiben und nur in der Ich-Form sprechen. Sage also ruhig, was dich stört und bewegt und welche Veränderungen du dir wünschst, vermeide jedoch jegliche Art von Vorwürfen und Anschuldigungen. In einem solchen Gespräch geht es schließlich darum, die Situation zu verbessern – Vorwürfe und bloße Anschuldigungen sind da eher kontraproduktiv. Kommuniziere daher mit klaren Worten, wo in deinen Augen das Problem liegt, wie es sich auswirkt und was du dir von dem Gespräch erhoffst.

Ein klärendes Gespräch sollte am besten unter vier Augen stattfinden. In manchen Fällen kann es jedoch auch sinnvoll sein, einen weiteren Kollegen hinzuzuziehen. Allerdings sollte der nervige Kollege auf keinen Fall das Gefühl bekommen, in die Ecke gedrängt zu sein. Auch das könnte sich eher negativ auswirken.

7.) Reagiere auf unangemessenes Verhalten

Ist dein Kollege nicht „nur“ nervig, sondern zudem auch unverschämt, behandelt er andere unfair oder neigt er dazu, andere verbal zu attackieren und zeigt auch ein klärendes Gespräch unter vier Augen keine Wirkung, ist es durchaus legitim sein Fehlverhalten auch einmal in größerer Runde anzuprangern. Reagiere also am besten direkt auf erneutes unangemessenes Verhalten seinerseits und mache dadurch auch andere darauf aufmerksam. Auch hier gilt jedoch: Immer sachlich bleiben!

8.) Verhindere, dass der nervige Kollege deinen Arbeitstag dominiert

Auf keinen Fall solltest du zulassen, dass der nervige Kollege deinen gesamten Arbeitstag dominiert. In der Frühstücks- oder Mittagspause solltest du dich daher nicht dazu hinreißen lassen, bei anderen Kollegen Dampf abzulassen. Nicht nur, da lästern ohnehin ein No-Go ist. Wenn du von nichts anderem mehr redest, machst du die Situation zudem größer als sie ist – und ruinierst dir auch noch deine Pause.

9.) Gehe auf Distanz 

Sollte die Situation derart festgefahren sein, dass (jedenfalls momentan) keine Verbesserung in Sicht ist, hilft nur noch Distanz. In diesem Fall solltest du dir eine „Mir-egal“-Einstellung zulegen und versuchen, das Verhalten deines Kollegen bestmöglich zu ignorieren. Nimm sein eventuell unprofessionelles Verhalten also nicht (mehr) persönlich, lasse seine womöglich harschen Worte oder Nörgeleien nicht an dich heran etc. Versuche also, eine professionelle Distanz zu bewahren oder aufzubauen und räume diesem nervigen Kollegen einfach weniger Platz in deinem Leben ein.

11 konkrete Tipps für den Umgang mit bestimmten Kollegentypen

Soweit zu den generellen Tipps im Umgang mit nervigen Kollegen. Allerdings sind bekanntlich nicht alle Menschen gleich (nervig). Daher möchten wir euch im Folgenden gerne noch konkrete Tipps mit auf den Weg geben, wie ihr bestimmten Kollegentypen am besten den Schneid abkauft!

Diese Typen gibt es: 

1.) Der Angeber 

Zu den unbeliebtesten Kollegentypen zählt eindeutig der Angeber. Der Angeber-Typ hört sich gerne reden, lacht laut und lobt SEINE Leistungen auch dann, wenn eigentlich mehrere Personen daran beteiligt waren. Kurz: Er möchte immer im Mittelpunkt stehen und Aufmerksamkeit von allen Seiten erhalten.

Um einem Angeber den Wind aus den Segeln zu nehmen, darf man ruhig einmal gegen die Büro-Etikette verstoßen und einen Frontalangriff starten. Soll heißen: Weise ihn ruhig auch vor anderen auf Fehler hin, die er begangen hat und/oder stelle – ebenfalls vor anderen – klar, dass „seine“ Leistung genau genommen eine Teamleistung war.

Solltest du vor einem solchen Frontalangriff aus Kollegialität zurückschrecken, kannst du den Angeber-Typ auch anders treffen. Angeber suchen, wie bereits erwähnt, nach Anerkennung, um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Zeige dich also am besten vollkommen unbeeindruckt von seinen Erfolgen oder berichte von noch viel größeren Erfolgen, die jemand anderes zu verbuchen hat. So bringst du einen Angeber ganz leicht zum Schweigen – zumindest vorübergehend. 

2.) Der Besserwisser 

In jedem Job gibt es einen Kollegen, der dem Typ „Besserwisser“ angehört. Bestimmt fällt auch dir direkt ein Kollege ein, der diesen „Titel“ verdient hat. Ob nach seiner Meinung gefragt oder nicht, der Besserwisser teilt sie trotzdem mit. Und leider herrscht nun mal nur ein schmaler Grat zwischen hilfreichem Rat und nerviger Belehrung. Besonders unangenehm sind Besserwisser, die es lieben Kollegen vor versammelter Mannschaft zu korrigieren.

Einen Besserwisser schlägt man am besten mit seinen eigenen Waffen. Denn so sehr es Besserwisser lieben, andere zu belehren, so sehr hassen sie es auch, selbst belehrt zu werden. Am besten begegnet man einem Besserwisser daher mit Schlagfertigkeit. Hinterfrage seine Aussagen daher oder übe (konstruktive) Kritik – so bringst du ihn sicherlich in die Bredouille. Und wenn der Besserwisser merkt, dass ein Kollege genau hinschaut und genau nachfragt, wird er mit Kritik und Besserwisserei sicherlich vorsichtiger werden.

Alternativ hilft es auch, die Sprüche eines Besserwissers komplett zu ignorieren. Denn: Besserwisser wollen sich selbst in Szene setzen, indem sie andere verbessern. Ignoriert man, was gesagt wird, gibt man dem Besserwisser nicht die Bühne, die er sich wünscht, um sich zu präsentieren. Merkt der Besserwisser, dass er nicht (seiner Meinung nach) gebührend beachtet wird, hält er sich künftig vermutlich zurück und sucht sich eine andere Bühne für seinen großen Auftritt. 

3.) Der Faulpelz

In jedem Job gibt es ihn: den Faulpelz, der gerne Arbeitsanweisungen gibt und selbst nichts macht.

Einem Faulpelz begegnet man am besten, indem man ihm jegliche Solidarität verweigert. Soll heißen, man darf ihm auf keinem Fall Arbeit abnehmen. Schafft er seine Arbeit nicht, liegt es in seiner Verantwortung. Und Kollegialität hin oder her, einen Faulpelz sollte man auch nicht decken. Womöglich lässt er sich dadurch zur Arbeit motivieren, um sich nicht selbst bloßzustellen. 

4.) Der Unpünktliche

Termine oder Deadlines sind für den Unpünktlichen eher Vorschläge als Verbindlichkeiten. Wer sich bei wichtigen Aufgaben auf ihn verlässt, der ist daher verlassen. Kein Wunder, dass der Unpünktliche in der Liste der nervigsten Kollegen ganz weit oben rangiert. Schließlich zeugt Unpünktlichkeit immer auch von fehlendem Respekt.

Dem Unpünktlichen kannst du nur begegnen, wenn du klare Grenzen setzt und dir die Verspätungen nicht stillschweigend gefallen lässt. Es ist also in diesem Fall absolut erlaubt, den Unmut über die Unpünktlichkeit zu äußern und darauf zu pochen, dass Deadlines und Termine auch für den Unpünktlichen gelten. Wer dem Unpünktlichen Freiraum einräumt und die Verspätungen hinnimmt, unterstützt sein respektloses Verhalten auch noch. 

5.) Der Schüchterne 

Erst einmal vorweg: Schüchternheit ist im Grunde natürlich nichts Schlimmes. Allerdings kann ein zu schüchterner Kollege durchaus auch nerven. Und zwar dann, wenn er derart schüchtern ist, dass er kaum den Mund aufbekommt. Als Kollege weiß man daher niemals, wie weit der Schüchterne mit seiner Arbeit ist. Vor allem wenn Teamarbeit gefragt ist, ist mit dem Schüchternen nicht viel anzufangen. Denn auch in Meetings schweigt er beharrlich zu seinen Ideen und bei Präsentationen hält er sich stets im Hintergrund. Nicht nur, dass es nervig ist, alles quasi allein machen zu müssen (auch wenn beim Schüchternen im Gegensatz zum Faulen kein Vorsatz dahintersteckt, sondern er schlichtweg einfach nicht aus seiner Haut kann), es ist zudem äußerst traurig anzusehen, wie so viel Potenzial verloren geht.

Um einen schüchternen Kollegen aus der Reserve zu locken, sollte man stets versuchen ihn gezielt aktiv in das Team einzubinden. Dazu gehört z.B., den Schüchternen immer wieder nach seiner Meinung zu fragen und ihm ein positives Feedback oder konstruktive Kritik mit auf den Weg zu geben. Positives Feedback stärkt das Selbstbewusstsein, konstruktive Kritik zeigt, dass man ernst genommen wird – und wer weiß, womöglich schafft es der Schüchterne irgendwann tatsächlich, seine Schüchternheit abzulegen. 

6.) Der Flirter 

Äußerst nervig ist auch der Typ „Flirter“. Anzügliche Sprüche sind bei ihm an der Tagesordnung, bei ihm ist alles irgendwie eindeutig zweideutig. Vor allem der notorische Flirter überschreitet oft die Grenze zwischen nett und anzüglich – und merkt es nicht einmal. Die Folge: Erhält man ein „Kompliment“ des Flirters, fühlt man sich normalerweise nicht geschmeichelt (wie er es vermutlich beabsichtigt), sondern unwohl.

Flirter sind in der Regel harmlos. Sie wissen einfach nicht, wo die Grenze zwischen einem nett gemeinten und einem anzüglichen Kompliment liegt. Im Umgang mit einem Flirter ist es daher wichtig, Grenzen zu ziehen. Die meisten Flirter ziehen sich von ganz allein zurück, wenn man ihnen in einem direkten Gespräch vermittelt, dass man sich durch die Sprüche gestört fühlt. Sollte der Flirter seine Anzüglichkeiten dennoch nicht unterlassen, ist es durchaus legitim den Vorgesetzten einzuschalten.

Ignorieren sollte man den Flirter indessen besser nicht. Tut man nichts und erträgt seine Sprüche, könnte der Flirter dies als Ermutigung verstehen. Und so wird man ihn garantiert niemals los. Wenn dich die Sprüche eines Kollegen stören, suche also unbedingt ein klärendes Gespräch. 

7.) Der Schleimer

In jedem Unternehmen gibt es ihn: den Schleimer, der sich beim Chef anbiedert, diesem grundsätzlich immer recht gibt und alle Entscheidungen lauthals lobt. Der Schleimer zählt daher (zu recht) zu den nervigsten Kollegen unter den nervigen Kollegen.

Im Grunde ist es Aufgabe des Chefs, den Schleimer in seine Schranken zu weisen. Auch wenn dich der Schleimer in deinem Job nervt, kommst du also nicht umhin ihn hinzunehmen. Alles, was du tun kannst, um ihm ein Schnippchen zu schlagen, ist mit Engagement und Leistung beim Chef zu punkten, statt mit Einschleimen. Womöglich merkt er dann irgendwann, dass bloßes Schleimen nicht genügt, um dem Chef zu imponieren. 

8.) Der Jammerer 

Sicher gibt es auch bei dir auf der Arbeit einen Kollegen, der immer nur am Jammern ist. Schnupfen im Anflug, Bürostuhl unbequem, Kaffee leer – irgendeinen Grund findet der Jammerer immer, anderen sein Leid zu klagen. Nicht nur, dass Jammerer an sich bereits äußerst nervig sind. Der Jammerer hat zudem das „Potenzial“ den Stimmungspegel ordentlich nach untern zu ziehen. Einem Jammerer sollte man daher immer Einhalt gebieten.

Am besten funktioniert das, indem man den Jammerer um konstruktive Vorschläge bittet, um den Missstand, den er beklagt, zu beheben. Jammert der Jammerer nicht einfach nur um des Jammerns willen, wird er nämlich tatsächlich versuchen an einer Lösung zu arbeiten. Handelt es sich jedoch schlichtweg um einen Gewohnheits-Jammerer, der einfach nur gerne jammert, aber keinerlei Motivation zeigt, die Dinge zu ändern, die ihn stören, darf man ruhig direkt werden und z.B. fragen: „Wenn du dich hier so unwohl fühlst, warum bist du noch da?“.

Und sollte all das nicht helfen, ist es am besten einfach auf Durchzug zu schalten!

9.) Der Hilflose

Schlimmer als der Jammerer ist jedoch der Hilflose. Bei ihm fragt man sich tatsächlich, wie er auf dieser Welt überhaupt so lange allein zurechtgekommen ist. Dieser Kollege kann scheinbar nichts selbst und bittet andere ständig um Hilfe. Selbst die gutmütigsten, hilfsbereitesten Menschen treibt der Hilflose damit in den Wahnsinn. Denn: Hilfsbereitschaft ist das eine, doch das Gefühl, zusätzlich zur eigenen Arbeit auch noch die Arbeit eines anderen erledigen zu müssen, ist schlichtweg nervig und anstrengend.

Wer sich immer direkt Hilfe sucht, wird niemals lernen ein Problem allein zu lösen. So hart es klingen mag, wenn du einen Kollegen hast, der tatsächlich nie versucht ein Problem selbst zu lösen, sondern immer direkt nach Hilfe sucht, hilfst du am meisten, indem du ihn auch mal hängen lässt. Denn: Hilflosigkeit ist oftmals erlernt. Wer immer damit durchkommt, wird auch nicht versuchen allein klarzukommen.

10.) Der Gesprächige 

Kollegen, die sich gerne selbst reden hören, kennt man zur Genüge. Besonders schlimm sind diejenigen „Exemplare“, die nicht einmal merken, wenn sie stören. Dem Gesprächigen Einhalt zu gebieten, ist gar nicht so einfach. Ein Meeting kann sich daher schon einmal ordentlich in die Länge ziehen, wenn der Gesprächige erst einmal in Fahrt gekommen ist.

In diesem Fall ist es durchaus erlaubt, die guten Manieren kurzzeitig über Bord zu werfen. Den Gesprächigen muss man nicht aus Höflichkeit ausreden lassen. Schon gar nicht, wenn man dringend weiterarbeiten müsste. Wenn dich ein gesprächiger Kollege also wieder einmal von der Arbeit abhält, darfst du ihn getrost unterbrechen.

Wenn du deine Höflichkeit nicht gänzlich über Bord werfen möchtest, kannst du ihm sagen, dass du leider dringend noch etwas erledigen musst, er dir aber gerne alles in der Mittagspause erzählen kann. Ist es dir hingegen egal, was dein Kollege denkt, darfst du durchaus auch eine klare Ansage machen à la „Tut mir leid, ich will jetzt weiter arbeiten“.

Manchmal genügt auch bereits eine gezielte Körpersprache, um dem Gesprächigen zu verdeutlichen, dass man keine Zeit hat. Den Blickkontakt abbrechen, die Augen auf den Bildschirm richten, vielleicht sogar zum Telefonhörer greifen – all dies signalisiert: Ich habe jetzt keine Zeit!

11.) Der Choleriker

Ein besonders schlimmes „Exemplar“ unter den nervigsten Kollegen ist der Choleriker. Der Choleriker fällt hauptsächlich dadurch auf, dass er ständig ausrastet und sich über absolute Kleinigkeiten aufregen kann. Seine Schimpftiraden und cholerischen Ausbrüchen sind einfach nur nervig und tragen nicht gerade zu einem angenehmen Arbeitsklima bei. Denn wer hat schon gerne eine tickende Zeitbombe neben sich!?

Vorweg sei gesagt: Bei einem akuten cholerischen Ausbruch kommt man einem Choleriker nicht bei. In diesem Fall sollte man besser gar nichts tun und erst einmal abwarten. Andernfalls wird man womöglich selbst Zielscheibe seiner Schimpftirade. Hat sich der Choleriker wieder beruhigt, ist es ratsam ihn am besten unter vier Augen auf sein Verhalten anzusprechen – behutsam natürlich! Sollte der Choleriker keine Besserung versprechen und weiterhin das Arbeitsklima gefährden, darf durchaus auch der Chef eingeschaltet werden. Bis sich der Chef diesem Problem angenommen hat, hilft eigentlich nur eins: Dem nervigen Kollegen so gut es geht aus dem Weg zu gehen.

Fazit

Unsere Kollegen können wir uns in der Regel nicht aussuchen. Daher müssen wir lernen, mit ihnen umzugehen – selbst wenn sie noch so nervig sind. Und der richtige Umgang mit nervigen Kollegen lässt sich in der Tat lernen. Wer weiß, wie die Kollegen ticken und wie man auf den jeweiligen Kollegentyp reagieren sollte, kann nahezu jedem Kollegen den Wind aus den Segeln nehmen. Ob mit Geduld, Einfühlungsvermögen oder dem Holzhammer, hängt natürlich vom Kollegen ab.

Abgesehen davon sollte man sich immer vor Augen führen, dass jeder Mensch auch einmal kompliziert sein kann. Du sicher auch… 😉


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